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„Wir sind gerne Bäuerinnen und Bauern“

  • Claudia Hude
  • vor 6 Minuten
  • 2 Min. Lesezeit

Salzburger Bauernbund rückt Wertschätzung, Entlastung und starke agrarpolitische Vertretung in den Fokus

 

Salzburger Bäuerinnen und Bauern leisten tagtäglich einen unverzichtbaren Beitrag für die Gesellschaft. Sie sichern die regionale Lebensmittelversorgung, pflegen unsere Kulturlandschaft, halten den ländlichen Raum lebendig und übernehmen Verantwortung für Umwelt und kommende Generationen.

 

„Es gibt viele gute Gründe, warum wir unseren Beruf mit Überzeugung ausüben. Und viele gute Gründe, warum die Bäuerinnen und Bauern eine tragende Rolle in und für die Gesellschaft übernehmen. Neben der Erzeugung von hochwertigen Lebensmitteln erhalten wir die Schönheit unseres Bundeslandes für kommende Generationen und tragen damit wesentlich zur Stärke des ländlichen Raumes bei. Darauf dürfen wir stolz sein und das dürfen wir der Gesellschaft auch zeigen“, betont BB-Direktorin Alexandra Voithofer.

 

Wertschätzung einfordern und Schleuderpreise beenden

Der Salzburger Bauernbund bekennt sich klar zur heimischen Landwirtschaft und zu den bäuerlichen Familienbetrieben. „Wir müssen die bäuerlichen Leistungen wieder stärker ins gesellschaftliche Bewusstsein rücken – insbesondere angesichts steigender Auflagen und wachsender Erwartungen. Den Menschen muss wieder bewusst werden, was Lebensmittelproduktion bedeutet und dass Tierwohl genauso wie Natur- und Umweltschutz Geld kosten. Und wenn man besondere Qualität fordert, dann muss diese am Ende des Tages auch von den Konsumentinnen und Konsumenten bezahlt werden, denn nur so können unsere Bäuerinnen und Bauern auch überleben“, ist Voithofer überzeugt.

 

Planungssicherheit notwendig

Für Voithofer ist klar: „Die Leistungen unserer Bäuerinnen und Bauern sind keineswegs selbstverständlich. Wir stehen zu hohen Standards und hoher Qualität, brauchen dafür aber praktikable Rahmenbedingungen und Preise, die die Realität der Produktion auch widerspiegeln“, erklärt Voithofer mit Blick auf aktuelle Diskussionen zu EU- und nationalen Umweltvorgaben, aber auch auf die sinkenden Milchpreise. „Auch die Landwirte in Salzburg stehen in Anbetracht der Entwicklungen am Milchmarkt unter Druck. Die unsichere Marktsituation gibt keine Planungssicherheit und macht Investitionen schwierig“, so Voithofer, die darauf verweist, dass das auch andere Produktionszweige in Österreich trifft. Denn investieren die Bäuerinnen und Bauern nicht weiter in ihre Höfe, trifft das u.a. die Baubranche nicht unerheblich.

 

Schleuderpreise stoppen

„Lebensmittel müssen angemessen bezahlt werden. Hochwertige österreichische Produkte zu Schleuderpreisen anzubieten und parallel hohe Tierwohl- und Umweltstandards einzufordern, passt nicht zusammen. Hier sagen wir klar Stopp. Der Lebensmitteleinzelhandel muss permanente Aktionen und Lockangebote – etwa bei Fleisch, Milchprodukten oder Getreide – unterlassen.“

 

Daher unterstützt der Salzburger Bauernbund die bundesweite Initiative „Schleuderpreise stoppen“ (www.schleuderpreise-stoppen.at).

 

Bürokratie abbauen und Betriebe entlasten

Ein weiteres zentrales Anliegen des Salzburger Bauernbundes ist der Abbau überbordender Bürokratie. Viele landwirtschaftliche Betriebe stoßen hier zunehmend an ihre Grenzen, in allen Produktionsbereichen und -sparten.

„In Gesprächen mit unseren Mitgliedern zeigt sich immer wieder deutlich: Die ständig wachsende Bürokratie ist die größte Belastung im Arbeitsalltag. Wir fordern daher eine deutliche Vereinfachung der administrativen Vorgaben. Die Bäuerinnen und Bauern sollen sich der Arbeit auf den Höfen widmen können und nicht den Großteil ihrer Zeit vor dem Computer verbringen“, so Voithofer.

 
 
 
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