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Mehr Ernährungsbildung in den Schulen muss rasch umgesetzt werden

  • Claudia Hude
  • vor 17 Stunden
  • 2 Min. Lesezeit

Der Bildungsminister hat eine langjährige Forderung der Bäuerinnen und Bauern aufgegriffen. Bäuerinnen haben immer wieder auf Defizite in diesem Bereich hingewiesen.


BB-Landesobfrau-Stv. Landesbäuerin Claudia Entleitner; Foto: Salzburger Bauernbund/Horn
BB-Landesobfrau-Stv. Landesbäuerin Claudia Entleitner; Foto: Salzburger Bauernbund/Horn

BB-Landesobfrau-Stv. Landesbäuerin Claudia Entleitner begrüßt die Aussagen von Bildungsminister Christoph Wiederkehr, wonach es an Österreichs Schulen zu wenig Fokus auf Ernährungsbildung gibt: „Dass der Bildungsminister diesen Mangel klar anspricht, ist ein wichtiges und richtiges Signal. Er greift damit eine langjährige Forderung der Bauernschaft auf und erkennt ein großes Defizit in unserer Schulbildung“, betont Entleitner.

 

Fehlendes Grundwissen bei Kindern längst Realität

Als Obfrau der Bäuerinnenorganisation Salzburg spricht Entleitner aus Erfahrung: „Unsere Bäuerinnen ebenso wie die Seminarbäurinnen verbringen viel Zeit in den Schulen und versuchen dort, den Kindern verschiedene Themen rund um Ernährung und den Wert von Lebensmitteln näher zu bringen. Dabei fällt immer öfter auf, dass vielen Kindern hier grundlegendes Wissen fehlt“, so Entleitner. „Kinder wissen oft nicht, woher Lebensmittel kommen, wie viel Arbeit dahintersteckt und warum ein bewusster Umgang mit ihnen so wichtig ist – auch für die eigene Gesundheit.“

 

Wertschätzung für Lebensmittel stärkt Bewusstsein gegen Verschwendung

Ein fehlendes Ernährungswissen wirkt sich auch direkt auf den Umgang mit Lebensmitteln aus. Geringe Wertschätzung führt häufig zu unnötiger Lebensmittelverschwendung. „Wer den Wert von Lebensmitteln kennt und auch weiß, wie viel Arbeit in ihrer Erzeugung steckt, geht achtsamer damit um. Ernährungsbildung ist daher ein zentraler Hebel im Kampf gegen Lebensmittelverschwendung“, unterstreicht die Landesbäuerin. Sie weist darauf hin, dass ein durchschnittlicher österreichischer Haushalt Lebensmittel im Wert von rund 300 Euro pro Jahr entsorgt – viele davon sogar noch genießbar. „Hier besteht für jeden Haushalt enormes Sparpotenzial, das dem eigenen Geldbörsel genauso nutzt wie der Umwelt.“

 

Regionale und österreichische Produkte früh erlebbar machen

Besonders wichtig ist es aus Sicht der Bäuerinnen und Bauern, Kindern früh die Bedeutung regionaler und österreichischer Lebensmittel zu vermitteln. „Unsere Bäuerinnen und Bauern produzieren Lebensmittel in bester Qualität und nach hohen Standards. Dieses Wissen muss wieder stärker in die Klassenzimmer kommen, damit Kinder verstehen, was Regionalität bedeutet und warum heimische Produkte ihren Wert haben“, erklärt Entleitner.

 

Ernährungsbezogene Fächer rasch im Unterricht verankern

Die Landesbäuerin fordert die rasche Wiedereinführung ernährungsbezogener Fächer wie Ernährungslehre, Kochen und praktische Alltagskompetenzen als festen Bestandteil des Schulunterrichts. Diese Inhalte dürfen nicht auf einzelne Projekte beschränkt bleiben, sondern müssen langfristig im Bildungssystem verankert werden. Zentral sei dabei auch, wer diese Inhalte vermittelt: „Ernährungsbildung muss von Menschen unterrichtet werden, die sich wirklich mit Ernährung, Lebensmittelproduktion und der Landwirtschaft auskennen. Bäuerinnen und Seminarbäuerinnen sind seit Jahren an Schulen unterwegs und bringen genau dieses Praxiswissen mit.“

 

„Jetzt braucht es Umsetzung statt weiterer Diskussionen“

„Wir begrüßen ausdrücklich, dass der Bildungsminister dieses Thema aufgreift. Jetzt braucht es aber rasch konkrete Schritte. Die Konzepte, die Erfahrung und die Fachpersonen sind längst da – wir sind bereit, unseren Beitrag zu leisten“, betont Landesbäuerin Claudia Entleitner. Ernährungsbildung sei eine Investition in die Zukunft – für Kinder, für bewussten Konsum und für die heimische Landwirtschaft.

 

 
 
 

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