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Herkunftskennzeichnung in der Gastronomie: Transparenz ist überfällig

  • office47820
  • 20. Jan.
  • 2 Min. Lesezeit

BB-Landesobmann Präs. Rupert Quehenberger. Foto: Salzburger Bauernbund/Horn
BB-Landesobmann Präs. Rupert Quehenberger. Foto: Salzburger Bauernbund/Horn

 

Die Forderung nach einer verpflichtenden Herkunftskennzeichnung von Lebensmitteln in der Gastronomie ist aktueller denn je. Gäste haben ein Recht darauf zu wissen, woher Fleisch, Milch, Eier und andere sensible Produkte stammen – genauso selbstverständlich wie beim Einkauf im Supermarkt. Herkunft muss auf den ersten Blick erkennbar sein, auch am Wirtshaustisch.

 

„Konsumentinnen und Konsumenten wollen wissen, was auf ihrem Teller liegt – und sie haben auch ein Recht darauf informiert zu werden“, betont BB-Landesobmann Präsident Rupert Quehenberger. „Herkunftskennzeichnung darf in der Gastronomie nicht die Kür sein, sie muss zur Pflicht werden.“ Gerade der Gasthausteller ist derzeit ein blinder Fleck: Große Mengen importierter Lebensmittel gelangen anonym in die Gastronomie, ohne dass Gäste darüber informiert werden. „Viele Menschen gehen davon aus, heimische Qualität zu bekommen. Oft ist das aber leider nicht der Fall. Hier fehlt es an Ehrlichkeit und Transparenz“, so Quehenberger.

 

Österreichs Bäuerinnen und Bauern produzieren nach höchsten Standards bei Tierwohl, Umwelt- und Klimaschutz. Diese Qualität hat ihren Preis, gerät aber durch steigende Importe und internationale Handelsabkommen wie Mercosur zunehmend unter Druck. „Wer nach strengsten Standards produziert, muss für Konsumentinnen und Konsumenten sichtbar und wählbar sein“, unterstreicht Quehenberger. „Ohne klare Herkunftsangabe gibt es keinen fairen Wettbewerb.“

 

Nur mit transparenter Kennzeichnung können Gäste bewusst zu heimischer Qualität greifen. Quehenberger verweist dabei auf positive Beispiele, wie etwa das SalzburgerLand Herkunftszertifikat. „Hier gehen viele Betriebe mit gutem Beispiel voran und verwenden – für alle gut erkenntlich – regionale Produkte. Das stärkt die Wertschöpfung, sichert Arbeitsplätze im ländlichen Raum und gibt bäuerlichen Familienbetrieben eine faire Perspektive. Gleichzeitig profitieren jene Gastronomiebetriebe, die bereits heute offen kommunizieren. Das SalzburgerLand Herkunftszertifikat zeigt jetzt schon - Herkunftskennzeichnung bringt Klarheit für Gäste, Fairness für Produzenten und Glaubwürdigkeit für die Gastronomie“, so Quehenberger.

 

Langfristiges Ziel ist eine verpflichtende, EU-weite Lösung mit gleichen Spielregeln für alle. „Bis es so weit ist, braucht es eine klare und verbindliche Regelung in Österreich“, so Quehenberger abschließend. „Wer Österreich am Teller will, muss auch erkennen können, ob tatsächlich Österreich draufsteht.“

 
 
 

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