• Claudia Hude

Unser Wald ist mehr als nur Klimaschutz

Der Obmann des Salzburger Waldverbandes Rudolf Rosenstatter fordert eine Überarbeitung der europäischen Waldstrategie und sieht die Talsohle vorerst durchschritten.


„Zusammenhalt und unsere Interessenvertretung sind aktuell wichtiger denn je“, sagt Rudolf Rosentatter, der Obmann des Salzburger Waldverbandes. Foto: privat

Er schützt vor Naturgefahren, speichert CO2, filtert Wasser, ist Lebensraum für zahlreiche Tiere und Pflanzen, bietet dem Menschen Erholung, versorgt uns mit dem nachhaltigen Rohstoff Holz und schafft damit wichtige Arbeitsplätze – unser Wald. „Die Salzburger Waldbesitzer blicken auf herausfordernde Jahre zurück. Um so erfreulicher ist es, dass sich der Rohstoff Holz in allen Bereich stabilisiert hat und sich das Wirtschaften wieder lohnt“, so Rosenstatter.


Interessenvertretung wichtiger denn je

„Trotz der aktuell günstigen wirtschaftlichen Voraussetzungen die wir Waldbesitzer vorfinden stehen wir vor herausfordernden Zeiten“, so Rosenstatter. „Vielerorts wird der Wald als Allgemeingut wahrgenommen und nicht als das was er ist – als unsere Wirtschafts- und Lebensgrundlage. Diese Grundeinstellung stellt uns vor besondere Herausforderungen, wollen doch Politik und Gesellschaft so stark wie noch nie Einfluss auf unser Eigentum und unseren Umgang damit nehmen“, so Rosenstatter, der unter anderem auf die Ausarbeitung der Europäischen Waldstrategie 2030 verweist, bei der die Holzgewinnung massiv eingeschränkt werden soll. Daher plädiert Rosenstatter eindringlich: „Interessenvertretung und unser Zusammenhalt sind wichtiger denn je. Nur gemeinsam können wir zukunftsweisende Entscheidungen für unsere Wälder in die richtige Richtung lenken“, so Rosenstatter, der sich ausdrücklich bei Bundesministerin Köstinger für ihren Einsatz für die Waldbesitzer bedankt.


Talsohle durchschritten

Erfreulich sind die Aussichten auf dem Holzmarkt: „Egal ob Schnittholz, Rundholz oder Energieholz. Der Rohstoff Holz hat sich in allen Bereich stabilisiert und es zeichnet sich eine stärkere Nachfrage ab, auf die die Waldbesitzer durchaus reagieren können und sollen“, so Rosenstatter, der darauf verweist, dass größere Katastrophenereignisse, wie sie immer wieder vorkommen, die erfreuliche Entwicklung am Holzmarkt schnell wieder zunichtemachen können.