top of page

Schwarzwild breitet sich im Lungau und Flachgau rasant aus

  • Claudia Hude
  • vor 12 Minuten
  • 2 Min. Lesezeit

Die Wildschweine erobern - nicht zuletzt aufgrund des Klimawandels - neue Lebensräume. Vor allem im Lungau wurde die Situation in diesem Jahr akut, mehrere hundert Wildschweine sind im südlichsten Salzburger Bezirk unterwegs und verursachen gravierende Schäden auf Almen und landwirtschaftlichen Nutzflächen.


Vor allem im Lungau, aber auch im Flachgau breitet sich das Schwarzwild immer weiter aus und verursachen große Schäden. Foto: stock.adobe.com/Andriy Nekrasov
Vor allem im Lungau, aber auch im Flachgau breitet sich das Schwarzwild immer weiter aus und verursachen große Schäden. Foto: stock.adobe.com/Andriy Nekrasov

Die Schwarzwild-Problematik im Lungau spitzt sich weiter zu. Wildschweine verursachen auf Äckern, Wiesen und Almflächen massive Schäden: Sie graben den Boden um, zerstören Futterwiesen und bedrohen die wirtschaftliche Existenz der Bauern. Bezirksbauernkammerobmann Johann Schitter und Landtagsabgeordnete Nicole Leitner sind sich einig: „Die Schäden werden wir nur in Griff bekommen, wenn wir Wildschweine aktiv und erfolgreich bejagen können.“


Massive Flurschäden durch Wildschweine

Das zeigen auch die Beispiele der Gemeinden Lessach und Göriach, wo die Jägerschaft durch gezielte Abschüsse Schäden weitgehend verhindern konnte. Dafür verlagerte sich der Schwerpunkt der Schäden nach Kendlbruck: „Wildschweine haben einen Radius von 50 Kilometern innerhalb weniger Tage“, so Bezirksbauernkammerobmann Johann Schitter: „Die Schäden am Almboden sind fatal und dauerhaft. Wildschweine pflügen unsere Almflächen auf und verursachen massive Flurschäden.“


Rasante Ausbreitung zu beobachten

Schitter betont die rasante Ausbreitung: „Es sind mittlerweile mehrere Hundert Wildschweine im Bezirk unterwegs. Vor zehn Jahren waren sie nur vereinzelt da.“ Verschärft wird die Situation durch ein geringes Zirbenzapfenaufkommen, das die Tiere zusätzlich in besiedelte Bereiche treibt. Für 2026 empfiehlt Schitter präventive Maßnahmen: „Alle Maisfelder gehören mit Aluminiumdraht eingezäunt. Für Wildschweine sind Maisfelder eine willkommene Futterquelle. Sobald sie in einem Maisfeld sind, kann man sie nicht mehr bekämpfen.“


Gesetzesnovelle ermöglicht gezielte Bejagung

Wildschweine sind nicht nur hochmobil, sondern auch hochintelligent. Die Salzburger Abgeordnete Nicole Leitner erklärt: „Die Bejagung ist derzeit extrem schwierig, weil Wildschweine fast ausschließlich nachts aktiv sind. Das Jagdgesetz verbietet aber die Verwendung von Nachtsichtgeräten – das macht eine effektive Kontrolle praktisch unmöglich. Der Einsatz solcher Geräte wird künftig erlaubt werden, um die Schwarzwild-Population wirksam einzudämmen. Dafür hat sich die Salzburger Volkspartei mit Nachdruck bei der ressortzuständigen Landeshauptfrau-Stellvertreterin eingesetzt, mit Erfolg, wie sich jetzt zeigt“, freuen sich ÖVP-Landwirtschaftssprecherin Nicole Leitner und der Lungauer Abgeordnete Markus Schaflechner.

 
 
 

Kommentare


bottom of page