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Grüner Bericht 2025 präsentiert

  • Claudia Hude
  • 30. Sept.
  • 2 Min. Lesezeit

Ein Einkommensplus von vier Prozent verzeichnet der Grüne Bericht für die bäuerlichen Einkommen. Die Einkommensentwicklung fällt jedoch sehr unterschiedlich aus.


Der Grüne Bericht erscheint jährlich und liefert verlässliche Daten und Fakten über die Land- und Forstwirtschaft, damit Politik auf einer fundierten Grundlage gestaltet werden kann.


Leichtes Einkommensplus


Im Jahr 2024 entwickelten sich die Einkommen von Österreichs land- und forstwirtschaftlichen Betrieben mit einem Zuwachs von 4 Prozent wieder leicht positiv, nachdem sie 2023 ein Minus von 16 Prozent nach einem Ausnahmejahr 2022 verzeichnet hatten. „Diese leichte Steigerung der Einkommen haben die land- und forstwirtschaftlichen Betriebe vor allem dem von Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig initiierten Impulsprogramm für die österreichische Landwirtschaft zu verdanken“, weiß der Präsident der Salzburger Landwirtschaftskammer Rupert Quehenberger. Denn damit wurden ab 2024 die ÖPUL-Prämien erhöht und die Ausgleichszahlungen für benachteiligte Gebiete gestärkt. Außerdem lässt sich der Einkommenszuwachs auf gestiegene Erzeugerpreise für Rinder, höhere Erträge aus der Direktvermarktung, dem Betrieb von Buschenschanken und Heurigen sowie gestiegenen Erträgen im Obstbau aufgrund von höheren Versicherungsentschädigungen zurückführen. Negativ wirkten sich auf die Einkünfte österreichweit niedrigere Erträge in der Forstwirtschaft aufgrund von einem geringeren Holzeinschlag und rückläufigen Holzpreisen, niedrigere Erzeugerpreise für Mastschweine und Zuckerrüben sowie höhere Abschreibungen vor allem für Maschinen und Geräte aus.


Berg- und Biobauernbetriebe unter Durchschnitt


Die Einkünfte der Bergbauernbetriebe, die mit 33.221 Euro im Jahr 2024 eine dreiprozentige Steigerung gegenüber dem Vorjahr auswiesen, lagen jedoch um 17 Prozent unter dem Durchschnitt aller Betriebe. Damit hat sich der Einkommensabstand der Bergbauernbetriebe zu den Nichtbergbauern wieder erhöht. Innerhalb der Bergbauernbetriebe war der höchste Einkommensanstieg von 12 Prozent bei den Betrieben mit der höchsten Erschwernis zu beobachten, was zeigt, dass auch hier das Impulsprogramm gezielt wirkt.

Die Einkünfte der Biobetriebe lagen mit 33.638 Euro im Jahr 2024 um 5 Prozent über dem Vorjahr, jedoch um 16 Prozent unter dem Durchschnitt aller Betriebe. Der Einkommenszuwachs der Biobetriebe war von höheren Erträgen, insbesondere von höheren öffentlichen Zahlungen, geprägt. Durch Anpassungen ab dem Antragsjahr 2025 werden weitere Maßnahmen zur Stärkung der biologischen Produktion im ÖPUL umgesetzt. Mit einem Anteil von rund 27 Prozent ist Österreich bereits heute Europameister bei der Bio-Landwirtschaft.

Foto: Präs. Rupert Quehenberger: „Die bäuerlichen Familienbetriebe erbringen mit ihrer täglichen, harten Arbeit eine essentnielle Leistung zur Sicherstellung unserer Ernährung und auch für die heimische Wirtschaft, allen voran für den Tourismus, sowie für den Erhalt einer lebenswerten Umwelt und Kulturlandschaft.“ Foto: stock.adobe.com/ christakramer
Foto: Präs. Rupert Quehenberger: „Die bäuerlichen Familienbetriebe erbringen mit ihrer täglichen, harten Arbeit eine essentnielle Leistung zur Sicherstellung unserer Ernährung und auch für die heimische Wirtschaft, allen voran für den Tourismus, sowie für den Erhalt einer lebenswerten Umwelt und Kulturlandschaft.“ Foto: stock.adobe.com/ christakramer

 
 
 

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