• Claudia Hude

Aktiver Klimaschutz durch Waldbewirtschaftung


Im Bild v.l.: Josef Ziegler, Rudolf Rosenstatter, Simone Schmiedtbauer, Gerd Unterreiner, Dr. Reinhard Pfeiffer. Foto: proHolz Bayern/Christian Hartlmaier

Im Wald wächst der Baum – aus dem Baum wird Holz – aus dem Holz entsteht das Haus. Diesen Prozess trägt die „woodpassage“ als Holzskulptur für den Außenraum einprägsam in die Zentren Europas. Zuletzt konnte die „woodpassage“ vom 05. bis zum 14. Juli 2022 in der Münchner Innenstadt besucht werden. Den Höhepunkt der Ausstellung bildetet die Talkrunde mit Vertreter*innen aus Forst, Städteplanung und Politik.


Besonders in Städten mit hohem Bedarf an Wohnraum ist Holz der geeignete Baustoff zur Nachverdichtung und spielt eine wichtige Rolle für den aktiven Klimaschutz: Holz bindet langfristig CO2 und leistet so einen aktiven Part zur Dekarbonisierung. Alleine in der „woodpassage“ sind dauerhaft 13 Tonnen CO2 gebunden. Das entspricht dem Schadstoffausstoß eines PKWs in 8 Jahren.

Die Stadt München hat sich hohe Ziele für den Klimaschutz gesteckt. So soll München bis 2035 klimaneutral und der Holzbau ein Kriterium bei Grundstücksvergaben sein.


Grundlage für diesen aktiven Klimaschutz des Städtebaus ist die nachhaltige aktive Forstwirtschaft. EU-Parlamentarierin Simone Schmiedtbauer ist der Meinung, dass Brüssel bei diesem Thema erst noch wachgeküsst werden muss: „Es muss selbstverständlich sein, den Wald zu schützen, indem wir ihn pflegen. Wo bleibt da der Hausverstand? Wenn mehr Holz nachwächst als genutzt wird, warum soll man es nicht nutzen? Das ist doch kein Widerspruch.“