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  • Salzburger Landeskorrespondenz

200 Mess-Stellen zeigen, ob Salzburg genug Wasserreserven hat

Experten des Landes schauen mit Meteorologen von GeoSphere in die Zukunft

Sehr heiße Tage, dann wieder ein paar Gewitter, eine gewisse Grundtrockenheit der Böden und Wälder, da ausgiebige Niederschläge fehlen. So kann man die vergangenen Wochen in Salzburg zusammenfassen. Vor allem an heißen Tagen wird wieder bewusst, dass wir ohne Wasser nicht leben können. Ob wir genug davon haben, dafür erstellen Experten des Landes eine Prognose.


Foto: Land Salzburg

Salzburg ist mit viel Wasser gesegnet, aber die wertvolle Ressource ist nicht unendlich. Das merkt man in diesen Tagen vereinzelt, „flächendeckend ist aber die Versorgung gesichert“, so die Experten des Hydrographischen Dienstes und der Wasserwirtschaft des Landes. Um aber im Falle des Falles rechtzeitig Maßnahmen setzen zu können, wird in Zusammenarbeit mit GeoSphere Austria eine längerfristige Wasserprognose erstellt.


200 Mess-Stellen liefern Daten

Im Flachland bestimmt der Niederschlag den Grundwasserspiegel, in den Gebirgstälern haben Flüsse und Bäche mehr Einfluss auf das kostbare Nass unter der Erde. „In ganz Salzburg haben wir rund 200 Mess-Stellen in Pegelrohren oder Brunnen, die laufend über Funkverbindung Grundwasserstanddaten übermitteln“, schildert Harald Huemer, Leiter des Hydrographischen Dienstes. Daraus entsteht in Verbindung mit Wettervorhersagedaten die Prognose über die Entwicklung der Wasservorräte für das Bundesland.


Heiß, aber Wasserversorgung gesichert

Der Blick in die Zukunft geht dadurch ein wenig weiter. „Mittelfristig schaut es so aus, dass es in den kommenden Wochen überdurchschnittlich wärmer als üblich bei leicht unterdurchschnittlichen Niederschlägen sein wird. Das kann zu Problemen bei Einzelwasserversorgern führen, in der öffentlichen Wasserversorgung sehe ich aber derzeit keinerlei Probleme, da die Anlagen solche Extreme berücksichtigt haben“, so Theo Steidl, Referatsleiter für Allgemeine Wasserwirtschaft beim Land.


Zusammenarbeit federt lokale Engpässe ab

Immer längere Trockenperioden machen vor allem der Landwirtschaft zu schaffen. Nicht angepasste Pflanzen wachsen nicht mehr optimal auf ihren bisherigen Standorten, die Viehwirtschaft ist auf ausreichend Wasser angewiesen. Im nördlichen Flachgau wirkt sich ausbleibender Regen deutlicher aus, private Kleinversorger mit Brunnen sind häufig betroffen. „Zunehmend wird hier versucht, sich zusammenzuschließen, um Engpässe im Verbund besser abfedern zu können“, berichtet Steidl.


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