top of page

Meat Exhaustion Day: Bewusster Fleischkonsum statt Billigtrend

  • office47820
  • vor 9 Stunden
  • 2 Min. Lesezeit

Salzburger Bauernbund betont Wert von Lebensmitteln und regionaler Qualität und die Bedeutung der bäuerlichen Produktion in unserem Bundesland.


Direktorin Alexandra Voithofer, MBA. Foto: Salzburger Bauernbund/Horn
Direktorin Alexandra Voithofer, MBA. Foto: Salzburger Bauernbund/Horn

 

Rund um den 10. April ist in Österreich der sogenannte „Meat Exhaustion Day“ erreicht – jener Tag, an dem rechnerisch bereits die empfohlene jährliche Fleischmenge von der Bevölkerung konsumiert wurde. „Ich möchte gerade an diesem Tag darauf hinweisen, dass die Diskussion rund um den Fleischkonsum differenziert zu betrachten ist. Denn neben dem gesundheitlichen Aspekt muss der Fokus verstärkt auf Qualität, Herkunft und auf die Wertschätzung von Lebensmitteln gelegt werden.“

 

Qualität statt Quantität im Fokus

Denn für Voithofer ist klar, dass die heimischen Bäuerinnen und Bauern für eine verantwortungsvolle Produktion von Lebensmitteln unter hohen Standards stehen. „Das Fleisch aus Österreich stammt überwiegend von familiengeführten Betrieben, die im Einklang mit Natur und Tierwohl wirtschaften und das zu den weltweit höchsten Standards“, weiß Voithofer und fordert daher: „In dieser Diskussion darf der Fokus nicht allein auf die Menge an konsumiertem Fleisch gesetzt werden. Unsere Aufgabe ist es, die Menschen über die Bedeutung von Herkunft und Produktionsbedingungen aufzuklären. Denn es geht nicht darum, auf Fleisch zu verzichten, sondern darum, es bewusster zu konsumieren.“  

 

Preisdruck gefährdet Wertschätzung

Kritisch sieht der Bauernbund vor allem die Entwicklung hin zu immer günstigeren Fleischpreisen im Lebensmittelhandel. Auch häufige Rabattaktionen tragen dazu bei, dass der Wert von Fleisch als hochwertiges Lebensmittel in den Hintergrund rückt und verleiten gleichzeitig dazu, mehr zu kaufen als wirklich notwendig ist. „Wenn Fleisch zum Billigprodukt wird, leidet nicht nur die Wertschätzung, sondern auch die wirtschaftliche Grundlage unserer bäuerlichen Familienbetriebe. Die Preise im Supermarkt müssen unsere Produktionsbedingungen und die Qualität unserer Produkte widerspiegeln. Das ist die Voraussetzung dafür, dass die hohen Standards und damit die Produktion in Österreich langfristig gesichert werden können“, so Voithofer.

 

Weniger Verschwendung, mehr Bewusstsein

Großes Potenzial sieht die Direktorin des Salzburger Bauernbundes auch im Kampf gegen Lebensmittelverschwendung. „Hier kann jeder einzelne und jede einzelne ihren Beitrag leisten. Lebensmittel im Wert von über 300 Euro werden im Jahr von einem durchschnittlichen Privathaushalt im Müll entsorgt. Ein Großteil davon wäre sogar noch genießbar“, weiß Voithofer. Hier braucht es dringend Aufklärung und Bewusstsein. Denn ein sorgsamer Umgang mit Lebensmitteln hilft dabei, Ressourcen zu schonen, Geld zu sparen und leistet darüber hinaus noch einen wichtigen Beitrag zum Natur- und Umweltschutz. „Gleichzeitig ist es auch ein starkes Zeichen des Respekts und der Anerkennung der bäuerlichen Leistungen“, so Voithofer, denn: „Ein verantwortungsvoller Konsum beginnt beim Einkauf. Wer auf Qualität, Regionalität und nachvollziehbare Herkunft achtet, leistet einen wichtigen Beitrag für eine nachhaltige Landwirtschaft und eine bewusste Ernährung.“

 
 
 

Kommentare


bottom of page