Energie aus der Region
- Claudia Hude
- vor 4 Tagen
- 1 Min. Lesezeit
Wenn man sich die aktuellen internationalen Krisen ansieht, wird eines ganz deutlich: Auf andere zu vertrauen, egal ob bei Energie oder bei Lebensmittel, ist ein Risiko. Abhängigkeiten von Importen, oft aus politisch instabilen Regionen, können uns teuer zu stehen kommen. Für mich steht fest: Die Energiewende muss in Österreich passieren – und die Landwirtschaft kann dabei eine zentrale Rolle spielen.
Unsere Bäuerinnen und Bauern sind längst mehr als Lebensmittelproduzenten. Sie sind Vordenker und Vorreiter, wenn es um erneuerbare Energien geht. Viele Betriebe nutzen diese Möglichkeit bereits, doch noch immer bleibt viel Potenzial ungenutzt.
Ein Blick auf die Zahlen zeigt die Dringlichkeit: Österreich importiert Erdgas zu über 90 Prozent und Erdöl zu mehr als 95 Prozent aus dem Ausland. Diese Abhängigkeit macht uns verwundbar und gefährdet unsere Versorgungssicherheit. Eine nachhaltige Lösung kann daher nur die Produktion von mehr heimischer Energie sein.
Ich wehre mich klar gegen Versuche, unsere regional erzeugte Bioenergie schlechtzureden. Landwirtschaft und Unternehmen leisten hier auf höchstem Niveau einen wichtigen Beitrag – von biogenen Rohstoffen bis zu den gesamten Energie- und Logistiksystemen.
Daher fordern wir ein zügiges Vorankommen beim neu zu schaffenden Erneuerbaren-Gase-Gesetz (EGG) und bessere Rahmenbedingungen für biogene Energieträger beim bestehenden Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz (EAG), um dringend notwendige Investitionen zu beschleunigen.

Für mich ist klar: Energie vom eigenen Hof ist keine Zukunftsmusik, sondern eine große Chance. Wenn wir sie nutzen, stärken wir nicht nur unsere Landwirtschaft, sondern auch die Versorgungssicherheit im ganzen Land.





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