Maximilian Aigner designierter Agrarlandesrat
- Claudia Hude
- vor 1 Tag
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Maximilian Aigner soll auf den verstorbenen Josef Schwaiger folgen. Das hat Landeshauptfrau Karoline Edtstadler Anfang der Woche bekannt gegeben.

Der Lungauer Maximilian Aigner wird neues Mitglied der Salzburger Landesregierung. Das Präsidium der ÖVP stimmte am Vormittag einstimmig für ihn, am Nachmittag bestätigte Landeshauptfrau Karoline Edtstadler die Entscheidung offiziell im Chiemseehof. Die Neubesetzung wurde notwendig, weil Landesrat Josef Schwaiger am 23. Oktober völlig unerwartet im Alter von nur 60 Jahren verstorben war.
Mutige Entscheidung
Landeshauptfrau Edtstadler machte deutlich, wie bewusst sie diese Entscheidung getroffen hat: „Ich habe mir die Zeit genommen – und jetzt bin ich froh, erleichtert und stolz, dass es gelungen ist, Maximilian Aigner an Bord zu holen.“ Sie spricht von einer „mutigen Entscheidung in einer Zeit, in der mutige Entscheidungen nötig sind“.
Im Zuge der Pressekonferenz hob Edtstadler hervor, dass niemand „in den großen Schuhen von Josef Schwaiger gehen könne“. Es brauche jemanden, der einen neuen Weg einschlage: „Max Aigner gehört dorthin, wo die Menschen gehört werden wollen, nämlich in den ländlichen Raum.“ Er kenne die Bedürfnisse, sei jung, dynamisch – und bringe wieder eine starke Stimme aus dem Innergebirg in die Regierung.
„Da geht es um viel.“
Der designierte Landesrat Maximilian Aigner zeigt Respekt vor seiner neuen Aufgabe. „Da geht es um ein ganzes Bundesland und eine Landesregierung“, sagt Aigner. Nach vielen Gesprächen mit seiner Familie und der Landeshauptfrau sei er zu der Überzeugung gelangt, dieser Verantwortung gewachsen zu sein. „Ich werde mit Demut und großem Respekt an die Sache herangehen“, betont Aigner. Besonders in Erinnerung geblieben ist ihm ein Satz seines verstorbenen Vorgängers, nachdem er handle: „Den
Mutigen gehört die Welt.“
Jüngster Landesrat der Geschichte
Mit seinen bald 25 Jahren ist Aigner der jüngste Landesrat, den Salzburg je hatte. Er unterbietet den bisherigen Rekordhalter Stefan Schnöll, der im Jahr 2018 mit 30 Jahren ins Amt kam. Noch vor der Wahl im Landtag muss sich Aigner einem verpflichtenden Hearing stellen. Dieses soll wenige Tage vor der letzten Landtagssitzung im Dezember stattfinden.
Neue Ressortverteilung
Mit dem Wechsel in der Landesregierung kommt es auch zu einer Verschiebung der Zuständigkeiten. Aigner übernimmt künftig die Bereiche Landwirtschaft, Energie, Nationalpark Hohe Tauern, Wasser sowie Asylquartiere. Auch der Bereich Volkskultur wandert zu ihm, wie Landeshauptfrau Edtstadler bekanntgab. Im Gegenzug übernimmt Edtstadler künftig die Finanzagenden sowie den Personalbereich.
Vom Bauernhof in die Regierung
Aigner wurde im Jahr 2000 in Tamsweg geboren und ist in Unternberg im Lungau aufgewachsen – auf dem landwirtschaftlichen Betrieb seiner Eltern. Seine starke ländliche Verwurzelung ist prägend für seinen politischen Zugang.
Er studierte Lehramt in den Fächern Geschichte und Religion und war bis zuletzt als Mittelschullehrer im Flachgau tätig. Politisch fiel er früh durch Engagement auf: In der Landjugend war er Bezirksleiter im Lungau, später Landesleiter der Landjugend Salzburg, seit Sommer ist er einer der vier Stellvertreter der ÖVP Landesobfrau.





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