• Salzburger Landeskorrespondenz

Intensivere Zusammenarbeit

Salzburg-Milch und Gmundner Molkerei intensivieren Zusammenarbeit



Die Obmänner der Alpenmilch Salzburg Genossenschaft und der Gmundner Molkerei, Robert Leitner und Josef Fürtbauer. Foto: SalzburgMilch

„Die intensiven Gespräche der beiden Molkereien Salzburg Milch und Gmundner Molkerei hinsichtlich einer engeren Zusammenarbeit sind im Sinne der Wettbewerbsfähigkeit positiv zu bewerten. Wichtig ist aber, dass die Interessen der Bäuerinnen und Bauern gewahrt bleiben. Sie sollen auch zukünftig auf einen fairen und verlässlichen Partner vertrauen dürfen“, so Agrarlandesrat Josef Schwaiger und seine Amtskollegin aus Oberösterreich Michaela Langer-Weninger.


Im Grenzgebiet Salzburg-Oberösterreich stehen die Vorzeichen auf Zusammenarbeit und auf einer Bündelung der Kräfte. Die beiden milchverarbeitenden Unternehmen Salzburg Milch und Gmundner Molkerei haben bekannt gegeben „vertiefende Verhandlungen über eine mögliche Zusammenarbeit zu führen“. Im Vorfeld hätten die Vorstände der genossenschaftlich geführten Molkereien bereits „konstruktive Sondierungsgespräche“ geführt. Nun werden die notwendigen Gremien beider Eigentümergenossenschaften in die Gespräche und die Entscheidungsfindung miteinbezogen.


Im Sinne der Wettbewerbsfähigkeit sehr positiv

Die beiden Agrarlandesräte Josef Schwaiger (Salzburg) und Michaela Langer-Weninger (Oberösterreich) zeigen sich dieser Entwicklung gegenüber offen. „Einer bundeslandübergreifende Milchlösung zwischen der Salzburg Milch und der Gmundner Molkerei aus dem Salzkammergut stehen wir im Sinne der Wettbewerbsfähigkeit sehr positiv gegenüber“, sind sich beide einig. Das sei insbesondere auch deshalb der Fall, weil es ansonsten als wahrscheinlich gelte, dass sich ausländische Molkereien, insbesondere aus Deutschland, um eine engere Zusammenarbeit bemühen würden. Das könnte wiederum nachtteilige Konsequenzen für das heimische Marktgefüge und die Milchviehbetriebe haben.

Schwaiger: „Die bäuerlichen Interessen bleiben bewahrt.“


Eine Salzburg-Oberösterreich-Konstellation dagegen brächte diverse Vorteile, vor allem eben einen Wettbewerbsvorteil. Für Landesrat Schwaiger ist vom heutigen Standpunkt aus eines klar: „Durch diese regionale Lösung, bleiben die bäuerlichen Interessen im genossenschaftlichen Sinn bewahrt.“ Zudem geht Schwaiger davon aus, dass der Standort Gmunden durch eine Kooperation mit der Salzburg Milch gesichert werde.


Arbeitsplätze müssen gesichert werden.

Standortsicherung ist auch ein ganz zentraler Punkt für Landesrätin Langer-Weininger: „Aus oberösterreichischer Sicht muss das Ziel der Verhandlungen sein, dass der Standort Gmunden und damit die Arbeitsplätze in der Region gesichert werden.“ Außerdem sei es wichtig sicherzustellen, dass die Bäuerinnen und Bauern auch in Zukunft auf eine faire und verlässliche Geschäftsbeziehung zu ihrem milchabnehmenden Verarbeitungsbetrieb setzen könnten.