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Sommerfest des Salzburger Bauernbundes: Wertschätzung für das Ehrenamt und klare Forderungen für die Zukunft der Landwirtschaft

Claudia Hude
21. Juli
2 Min. Lesezeit

 

Dank an das Ehrenamt, Austausch über aktuelle agrarpolitische Herausforderungen und ein klares Bekenntnis zur heimischen Lebensmittelproduktion: Beim traditionellen Sommerfest des Salzburger Bauernbundes am Jagglerhof in Ramingstein standen neben dem gesellschaftlichen Miteinander vor allem die Zukunft der bäuerlichen Familienbetriebe und die großen Herausforderungen der Landwirtschaft im Mittelpunkt.

Bereits zum vierten Mal lud der Salzburger Bauernbund seine Funktionärinnen und Funktionäre aus allen Bezirken zum gemeinsamen Sommerfest ein. Bauernbund-Landesobmann Rupert Quehenberger nutzte den Abend, um den zahlreichen Ehrenamtlichen für ihren Einsatz zu danken und gleichzeitig den Blick auf die aktuellen Entwicklungen in der Agrarpolitik zu richten.

 

„Unsere Funktionärinnen und Funktionäre sind Tag für Tag im Einsatz – oft neben ihrer Arbeit am eigenen Hof und völlig ehrenamtlich. Sie sind die erste Anlaufstelle für die bäuerlichen Familien und tragen wesentlich dazu bei, dass die Anliegen der Landwirtschaft bis in die Gemeinden und Bezirke getragen werden. Dieses Engagement verdient nicht nur Dank, sondern größten Respekt", betonte Quehenberger.

Mit Blick auf die derzeitigen Herausforderungen fand der Bauernbund-Landesobmann deutliche Worte: „Die anhaltende Trockenheit zeigt uns einmal mehr, dass der Klimawandel längst auf unseren Feldern angekommen ist. Während viele über Versorgungssicherheit sprechen, sorgen unsere Bäuerinnen und Bauern jeden Tag dafür, dass hochwertige Lebensmittel regional produziert werden können. Dafür brauchen sie keine zusätzlichen Auflagen, sondern verlässliche politische Rahmenbedingungen."

 

Quehenberger warnte zugleich davor, die Landwirtschaft immer stärker mit Bürokratie zu belasten: „Wer regionale Lebensmittel will, muss auch jene unterstützen, die sie produzieren. Immer neue Vorschriften helfen weder dem Klima noch den Betrieben. Was unsere bäuerlichen Familien brauchen, sind Planungssicherheit, Investitionen in die Klimaanpassung und ein klares Bekenntnis zur heimischen Landwirtschaft."

Auch Bauernbund-Direktorin Alexandra Voithofer unterstrich die Bedeutung des Ehrenamtes und des Zusammenhalts innerhalb der bäuerlichen Interessenvertretung.

„Die Herausforderungen werden nicht kleiner – vom Klimawandel über volatile Märkte bis hin zu steigenden gesellschaftlichen Erwartungen an die Landwirtschaft. Umso wichtiger ist es, dass wir als Bauernbund geschlossen auftreten und den bäuerlichen Familienbetrieben eine starke Stimme geben. Unsere Funktionärinnen und Funktionäre leisten dabei tagtäglich unbezahlbare Arbeit vor Ort", sagte Voithofer.

Sie verwies zudem auf die zunehmende Bedeutung einer starken regionalen Lebensmittelversorgung: „Die vergangenen Jahre haben gezeigt, wie wichtig eine funktionierende heimische Landwirtschaft ist. Versorgungssicherheit ist keine Selbstverständlichkeit. Sie beginnt auf unseren Höfen und braucht politische Entscheidungen, die regionale Produktion stärken statt erschweren."

 

Als Ehrengast konnte Staatssekretär Alexander Pröll begrüßt werden. Er gab Einblicke in seine Arbeit auf Bundesebene und diskutierte mit den Gästen über aktuelle politische Entwicklungen. Auch Agrarlandesrat Maximilian Aigner nahm am Sommerfest teil und suchte das persönliche Gespräch mit den Funktionärinnen und Funktionären.

Neben den politischen Gesprächen kam auch die Gemeinschaft nicht zu kurz. Für das leibliche Wohl sorgte ein herzhaftes Kesselgulasch, das traditionelle Kuhroulette – organisiert von Bezirksobmann Hans Schitter – brachte Spannung und beste Unterhaltung. Musikalisch begleitet von der Lungauer Bauernbund-Musi klang der Abend in geselliger Atmosphäre aus.

 

 
 
 

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