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Schafe brauchen praxistauglichen Schutz – keine Kunststoff-Rüstung 

  • Claudia Hude
  • vor 2 Tagen
  • 2 Min. Lesezeit

Landesrat Maximilian Aigner und Präs. Rupert Quehenberger. Foto Manuel Horn
Landesrat Maximilian Aigner und Präs. Rupert Quehenberger. Foto Manuel Horn

Die aktuell diskutierte Kunststoff-Rüstung für Schafe mag gut gemeint sein, ist aus Sicht von Agrarlandesrat Maximilian Aigner und Landwirtschaftskammerpräsident Rupert Quehenberger aber kein praktikabler Weg für die Weidetierhaltung im alpinen Raum.

 

Agrarlandesrat Maximilian Aigner unterstreicht: „Bei rund 36.000 Schafen im Bundesland Salzburg jedem Tier eine Kunststoff-Rüstung anzulegen, ist weder praxistauglich für unsere Bäuerinnen und Bauern noch im Sinne des Tierwohls. Unsere Betriebe brauchen Lösungen, die sich im alpinen Gelände bewähren und im täglichen Arbeitsalltag auch tatsächlich umsetzbar sind.“

 

Auch Landwirtschaftskammerpräsident Rupert Quehenberger sieht den Vorschlag kritisch: „Unsere Schafe verbringen den Sommer auf Almen und Weiden in schwierigem Gelände. Dort müssen sich die Tiere frei bewegen können. Eine Kunststoff-Rüstung ist weder praxistauglich noch wirtschaftlich. Wer unsere Almwirtschaft erhalten will, muss den Bäuerinnen und Bauern praktikable Lösungen bieten.“

 

Für Quehenberger und Aigner liegt der Schlüssel im Umgang mit dem Wolf in einem konsequenten Wolfsmanagement. „Es braucht eine Regulierung der Wolfsbestände und die notwendigen rechtlichen Rahmenbedingungen dafür. In den vergangenen Jahren wurde hier bereits ein wichtiger Weg eingeschlagen, der Verbesserungen gebracht hat. Klar ist aber auch: Im dicht besiedelten Alpenraum wird ein dauerhaftes Miteinander ohne Regulierung nicht funktionieren. Unser Ziel ist klar: Der Wolf muss – wie andere geschützte Wildtiere auch – in ein reguläres Bestandsmanagement überführt und unter klaren gesetzlichen Voraussetzungen bejagbar werden.“

 

Für Aigner und Quehenberger ist klar: „Die Salzburger Alm- und Weidewirtschaft leistet einen unverzichtbaren Beitrag zur Versorgung mit regionalen Lebensmitteln, zum Erhalt der Kulturlandschaft und zur Biodiversität. Damit diese Leistungen auch künftig erbracht werden können, braucht es praktikablen Herdenschutz und vor allem eine konsequente Regulierung der Beutegreifer. Nur so kann die Weidetierhaltung im Alpenraum langfristig gesichert werden.“

 

 
 
 
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