Landwirtschaft ist mehr als ein Budgetposten
- Claudia Hude
- 24. Juni
- 1 Min. Lesezeit

Wer über die Zukunft Österreichs spricht, kommt an der Land- und Forstwirtschaft nicht vorbei.
Wie gelingt die Versorgung mit hochwertigen Lebensmitteln? Wie gehen wir mit den Folgen des Klimawandels um? Wie sichern wir regionale Wertschöpfung und lebendige ländliche Räume? Und wie schaffen wir den Spagat zwischen wirtschaftlicher Produktion und steigenden gesellschaftlichen Erwartungen an Umwelt- und Naturschutz? Antworten auf all diese Fragen werden nicht allein in den Städten allein gefunden, sondern dort, wo sie umgesetzt werden - auf den Höfen und in den Wäldern des Landes.
Gerade deshalb braucht die Landwirtschaft vor allem eines: Verlässlichkeit. Wer langfristig wirtschaftet, denkt nicht in Monaten oder Legislaturperioden, sondern in Jahren und Generationen. Investitionen in Ställe, Maschinen, Klimaanpassungsmaßnahmen oder den Waldumbau entfalten ihre Wirkung erst langfristig. Planungssicherheit ist daher keine Forderung aus Bequemlichkeit, sondern eine Grundvoraussetzung für unternehmerisches Handeln.
Das aktuelle Budget sendet in diesem Zusammenhang ein wichtiges Signal. Trotz schwieriger finanzieller Rahmenbedingungen bleiben zentrale Programme und Mittel erhalten. Das ist kein Privileg für eine einzelne Branche, sondern Ausdruck eines Verständnisses dafür, welche Bedeutung die Land- und Forstwirtschaft für Österreich hat.
Denn eines wird in Krisenzeiten besonders deutlich: Lebensmittelproduktion, Versorgungssicherheit und die nachhaltige Bewirtschaftung unserer Kulturlandschaft sind keine Selbstverständlichkeiten. Sie sind das Ergebnis der täglichen Arbeit bäuerlicher Familienbetriebe. Wer in die Zukunft investieren will, investiert daher auch in die Landwirtschaft.





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