Hitzewelle stellt Bäuerinnen und Bauern vor große Herausforderungen
- Claudia Hude
- vor 23 Minuten
- 2 Min. Lesezeit
Die anhaltende Hitzewelle bringt die Landwirtschaft im ganzen Land zunehmend unter Druck. Für Bäuerinnen und Bauern bedeutet sie nicht nur eine enorme Belastung im Arbeitsalltag, sondern auch Risiken für Pflanzen, Tiere und die wirtschaftliche Situation der Betriebe. Besonders betroffen sind jene, die tagtäglich im Freien arbeiten.

Belastung im Arbeitsalltag
„Wer jetzt auf den Höfen arbeitet, ist der Sonne über viele Stunden direkt ausgesetzt. Das verlangt körperlich enorm viel ab und ist nicht zu unterschätzen“, betont BB-Landesobmann Präs. Rupert Quehenberger. „Die eigene Gesundheit muss in diesen Tagen genauso im Blick behalten werden wie die der Tiere und Kulturen.“
Pflanzenbau unter Trockenstress
Auch in der Pflanzenproduktion hinterlässt die Hitze deutliche Spuren. Viele Kulturen befinden sich derzeit in sensiblen Wachstumsphasen. „Ob Gemüse, Obst oder Ackerbau – überall entscheidet jetzt die Wasserversorgung über Qualität und Ertrag“, so Quehenberger. Trockenstress, steigender Bewässerungsbedarf und zunehmende Verdunstung stellen die Betriebe vor große Herausforderungen.
Wasser als Schlüsselfaktor
Wasser wird damit zum zentralen Produktionsfaktor. Fachleute verweisen auf effiziente Bewässerungssysteme und einen nachhaltigen Humusaufbau als wichtige Anpassungsmaßnahmen. „Unsere Böden sind ein entscheidender Schlüssel. Je besser sie Wasser speichern können, desto stabiler sind unsere Betriebe in solchen Wetterphasen“, erklärt Quehenberger.
Tierhaltung besonders betroffen
Auch die Tierhaltung ist stark betroffen. Besonders Milchkühe reagieren empfindlich auf hohe Temperaturen, was sich auf Futteraufnahme und Milchleistung auswirken kann. Schweine und Geflügel sind aufgrund eingeschränkter Kühlmöglichkeiten besonders gefährdet. „Eine gute Versorgung mit Wasser, Schatten und funktionierende Stalllüftung sind jetzt unverzichtbar“, so der Landesobmann.
Zunehmende Wetterextreme als Herausforderung
Neben den akuten Auswirkungen weist Quehenberger auch auf die langfristige Entwicklung hin: „Die Hitzetage werden mehr. Das bedeutet, dass wir unsere Betriebe Schritt für Schritt an diese neuen Bedingungen anpassen müssen – mit Investitionen in Technik, Boden und Tierwohl.“ Für viele Betriebe bedeutet die aktuelle Situation eine deutliche Mehrbelastung im Arbeitsalltag. Gleichzeitig steigen Kühl- und Bewässerungskosten, während Ertragsschwankungen zunehmen können. „Die Landwirtschaft zeigt in solchen Phasen jedes Mal enorme Anpassungsfähigkeit. Aber klar ist auch: Die Herausforderungen werden nicht weniger“, so Quehenberger abschließend.





Kommentare