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Energiekrise als Chance

  • Claudia Hude
  • vor 9 Stunden
  • 2 Min. Lesezeit

Umweltsprecherin im Nationalrat Carina Reiter informiert darüber, was der von der EU präsentierte Krisenplan für den ländlichen Raum und die Landwirtschaft bedeutet.

 

„Die Energiekrise ist kein rein österreichisches Problem. Umso wichtiger ist es, dass es neben europaweiten Lösungsansätzen auch aus unseren ländlichen Regionen tragfähige Lösungen gibt", fordert Abz z NR Carina Reiter. FOTO: STOCK.ADOBE.COM/ TEERAPON
„Die Energiekrise ist kein rein österreichisches Problem. Umso wichtiger ist es, dass es neben europaweiten Lösungsansätzen auch aus unseren ländlichen Regionen tragfähige Lösungen gibt", fordert Abz z NR Carina Reiter. FOTO: STOCK.ADOBE.COM/ TEERAPON

Die Energiepreise steigen wieder. Ausgelöst durch den Konflikt im Nahen Osten verzeichneten die österreichischen Treibstoffpreise einen Anstieg von zeitweise bis zu einem Drittel. Für Haushalte ist das eine spürbare Belastung. Für landwirtschaftliche Betriebe ist es noch mehr als das.


Kostensteigerungen in der Landwirtschaft

Diesel, Düngemittel ebenso wie der Strom für Stall, Kühlung oder Trocknung. Die Kosten für all diese Dinge liegen inzwischen deutlich über dem Niveau des Vorjahres. Besonders hart trifft es die Düngemittelpreise. Denn steigt der Gaspreis, steigt der Düngerpreis fast automatisch mit. Die Produktionskosten klettern in die Höhe, während die Erzeugerpreise oft nicht mitziehen.


Gemeinsames Handeln auf EU-Ebene

Österreich hat zusammen mit Deutschland, Italien, Spanien und Portugal reagiert. Die fünf Länder fordern auf EU-Ebene eine Steuer auf die Sonderprofite der Energiekonzerne. Das Ziel ist klar: Wer in der Krise übermäßig verdient, soll einen Teil davon an Verbraucher und Betriebe zurückgeben.


Europäischer Energieplan präsentiert

Die EU-Kommission hat diesen Vorstoß aufgenommen und einen EU-Energieplan präsentiert. Das Paket trägt den Namen Accelerate EU. Es enthält kurzfristige Maßnahmen wie Energiegutscheine und Einkommensstützung für besonders betroffene Haushalte. Eine neue Beobachtungsstelle soll Kraftstoffengpässe frühzeitig erkennen. Auch Senkungen der Energiesteuer werden diskutiert. Ob und wie das in der Praxis bei unseren Betrieben ankommt, wird sich zeigen.


Landwirtschaftsbetriebe als Teil der Lösung

Was Accelerate EU langfristig anstrebt, liegt näher an der Landwirtschaft als man glaubt. Europa will unabhängiger von globalen Energiemärkten werden. Heimische, erneuerbare Energie soll diese Lücke füllen. Genau hier haben landwirtschaftliche Betriebe eine echte Chance. Betriebe, die heute in erneuerbare Energie investieren, reduzieren ihre Abhängigkeit von den teils starken Preisschwankungen auf den internationalen Energiemärkten. Ziel ist eine Energieversorgung, die Planungssicherheit bietet und auf sauberer, ausreichend verfügbarer sowie regional erzeugter Energie basiert.


Landwirtschaft als Energieproduzent

Ein mögliches Zukunftsbild für die heimischen Bäuerinnen und Bauern ist die Weiterentwicklung des landwirtschaftlichen Betriebs zum Energieproduzent. Es ist ein pragmatischer Weg, der sich für viele Betriebe bereits heute rechnet. Was für Lebensmittel schon lange gilt, hat uns das aktuelle Kriegsgeschehen im Iran nun auch für den Energiesektor deutlich vor Auge geführt: Regionale Produktion schützt vor globalen Krisen.


Verlässliche Rahmenbedingungen

„Die Energiekrise ist kein rein österreichisches Problem. Umso wichtiger ist es, dass es neben europaweiten Lösungsansätzen auch aus unseren ländlichen Regionen tragfähige Lösungen gibt. Für deren Umsetzung braucht es dann wieder verlässliche politische Rahmenbedingungen und gezielte Förderinstrumente auf nationaler und europäischer Ebene“, so Carina Reiter.

 
 
 

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