Die regionale Landwirtschaft ist Teil des Katastrophenschutzes
Direktorin Alexandra Voithofer: „Versorgungssicherheit beginnt auf unseren bäuerlichen Betrieben“

Am Internationalen Tag der Katastrophenvorbeugung erinnert der Salzburger Bauernbund daran, dass Krisenvorsorge weit über den Schutz vor Naturkatastrophen hinausgeht. Auch die Versorgung der Bevölkerung mit Lebensmitteln muss im Ernstfall sichergestellt sein. Eine starke regionale Landwirtschaft ist dafür unverzichtbar. „Beim Katastrophenschutz denken viele an Hochwasser, Muren oder an ein Blackout. Doch bei all diesen Szenarien ist die wichtigste Frage, ob und wie wir die Menschen auch in Krisenzeiten zuverlässig mit Lebensmitteln versorgen können. Die Corona-Pandemie hat gezeigt, wie anfällig internationale Lieferketten sein können. Deshalb müssen wir unsere regionale Lebensmittelproduktion stärken, um auch im Krisenfall Nahrungsmittel zur Verfügung zu haben“, betont Alexandra Voithofer, Direktorin des Salzburger Bauernbundes.
Verlässliche Rahmenbedingungen sichern die Versorgung
Damit die heimischen Bäuerinnen und Bauern diese wichtige Aufgabe auch in Zukunft erfüllen können, brauche es wirtschaftlich tragfähige Rahmenbedingungen. Erzeugerpreise müssten die tatsächlichen Produktionskosten abdecken, Investitionen planbar und die Zukunft der bäuerlichen Familienbetriebe langfristig abgesichert sein. „Wer regionale Versorgungssicherheit will, muss auch unsere Landwirtschaft stärken. Unsere Bäuerinnen und Bauern brauchen Einkommen, die die Produktionsrealität abbilden und Planungssicherheit. Landwirtschaft lässt sich im Krisenfall nicht einfach hochfahren – die notwendigen Strukturen müssen bereits vorhanden sein und verlässlich funktionieren. Dafür braucht es neben einem klaren Bekenntnis zur regionalen Landwirtschaft auch Wertschätzung statt Neiddebatten und Rahmenbedingungen, die eine wirtschaftliche Lebensmittelproduktion in Salzburg ermöglichen“, unterstreicht Voithofer.
Für den Salzburger Bauernbund ist klar: Katastrophenvorsorge beginnt lange vor dem Ernstfall. Eine funktionierende regionale Landwirtschaft reduziert Abhängigkeiten von internationalen Märkten, sichert Wertschöpfung im Land und leistet einen wesentlichen Beitrag zur Krisenfestigkeit Österreichs. „Wer die Versorgung der Bevölkerung im Krisenfall sichern will, muss heute dafür sorgen, dass unsere bäuerlichen Betriebe auch morgen noch Lebensmittel produzieren können“, so Voithofer abschließend.





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