Gäste bleiben länger
5,6 Nächte bleiben Gäste im Schnitt auf einem Salzburger Bauernhof – deutlich länger als im Landesdurchschnitt. Für die Landwirtschaft ist die Vermietung zudem eine wichtige zusätzliche Einkommensquelle.

Wer auf einem Salzburger Bauernhof Urlaub macht, bleibt im Schnitt deutlich länger als andere Gäste im Land: 5,6 Nächte beträgt die Aufenthaltsdauer bei Urlaub am Bauernhof, im Salzburger Tourismus insgesamt sind es 3,7 Nächte. Für Rupert Quehenberger, Präsident der Landwirtschaftskammer Salzburg, zeigt sich darin die besondere Qualität des bäuerlichen Tourismus. „Der längere Aufenthalt gibt Gästen die Möglichkeit, den Ort und seine Menschen wirklich kennenzulernen“, sagt er.
Einblicke in den bäuerlichen Alltag
Rund 1.200 landwirtschaftliche Betriebe in Salzburg bieten Urlaub am Bauernhof an. Die 513 Mitgliedsbetriebe des Landesvereins verzeichneten im Tourismusjahr 2024/25 insgesamt rund 1,36 Millionen Nächtigungen. Die Gäste bekommen dabei Einblicke in den bäuerlichen Alltag – von der Tierhaltung über die Lebensmittelproduktion bis zur Bewirtschaftung der Wiesen. Gerade in einer zunehmend digitalisierten Welt steige die Nachfrage nach authentischen Erlebnissen, betont Quehenberger. Laut Verein schätzen 69 Prozent der Gäste besonders die familiäre Atmosphäre. Für Obfrau Augustine Lienbacher sind die persönlichen Begegnungen ein wesentlicher Teil des Angebots: „Urlaub am Bauernhof schafft Berührungspunkte zwischen Landwirtschaft und Bevölkerung, die im Alltag selten geworden sind.“
Einnahmequelle für Höfe
Für viele Betriebe ist die Vermietung zugleich wirtschaftlich relevant. Laut einer Studie des Landwirtschaftsministeriums trägt sie bei etwa einem Drittel der untersuchten Höfe zum Erhalt des Betriebes bei. Bei den Salzburger Mitgliedsbetrieben von Urlaub am Bauernhof macht die Vermietung sogar mehr als 40 Prozent des Einkommens aus. Damit schafft sie zusätzliches Einkommen und kann Investitionen sowie die Weiterführung der Höfe unterstützen.
Digital, aber persönlich
Neben persönlicher Beratung setzt der Landesverein zunehmend auf digitale Buchungssysteme und Vermarktung. Geschäftsführer Johannes Handlechner sieht darin eine Ergänzung, nicht aber einen Ersatz für den persönlichen Kontakt: Die Technik soll den Betrieben Arbeit abnehmen und helfen, auch künftig für Gäste sichtbar und buchbar zu bleiben.





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