Wasser wichtigste Vorsorgeaufgabe
- Claudia Hude
- vor 17 Minuten
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Salzburg investiert 2026 rund 7,6 Millionen Euro, um eine sichere Trinkwasserversorgung für die Bevölkerung langfristig abzusichern.

Die Sicherung der Trinkwasserversorgung gewinnt angesichts des Klimawandels zunehmend an Bedeutung. Während neue österreichweite Studien zeigen, dass die Verdunstung seit 1980 um rund 17 Prozent gestiegen ist und die Grundwasserstände in den vergangenen zehn Jahren vielerorts um 30 bis 50 Zentimeter gesunken sind, investiert Salzburg gezielt in die Absicherung seiner Wasserressourcen.
Hohe Qualität des Wassers sichern
Aktuell werden im Bundesland Projekte mit einem Gesamtvolumen von rund 7,6 Millionen Euro umgesetzt. Das Landwirtschaftsministerium unterstützt diese Vorhaben mit rund 1,4 Millionen Euro. Gefördert werden unter anderem Leitungserneuerungen, Quellsanierungen, Hochbehälter, Pumpwerke sowie digitale Überwachungs- und Informationssysteme. „Eine sichere Trinkwasserversorgung ist Teil der öffentlichen Daseinsvorsorge und von zentraler Bedeutung. Die Investitionen stärken die Versorgungssicherheit, sichern die hohe Qualität unseres Trinkwassers und helfen Gemeinden und Wassergenossenschaften, notwendige Projekte rasch umzusetzen“, betont Landesrat Maximilian Aigner.
Salzburg gut aufgestellt
75 der 119 Salzburger Gemeinden betreiben eigene Wasserversorgungsanlagen. Dazu kommen rund 560 Wassergenossenschaften. Insgesamt sorgen mehr als 680 Wasserversorger mit 107 Brunnen und 1.671 Quellen für die Versorgung der Bevölkerung. Um die Versorgung langfristig abzusichern, setzt das Land seit Jahrzehnten auf regionale Wasserversorgungsstudien. Sie analysieren bestehende Systeme, identifizieren mögliche Engpässe und zeigen Ausbaupotenziale auf. Derzeit wird zudem die Strategie „Zukunft Trinkwasser Salzburg“ aktualisiert. „Die gute Zusammenarbeit mit dem Landwirtschaftsministerium macht diese wichtigen Projekte möglich. Gleichzeitig überarbeiten wir die Trinkwasserstrategie des Landes, um für neue Herausforderungen bestmöglich gewappnet zu sein“, so Aigner.
Klimawandel verändert Wasserhaushalt
Laut einer aktuellen Studie des Bundes verändert die Klimaerwärmung den österreichischen Wasserhaushalt deutlich. Höhere Temperaturen führen zu mehr Verdunstung, gleichzeitig gehen die Sommerniederschläge vielerorts zurück. Besonders in Salzburg werden sinkende Grundwasserstände beobachtet.
Steigende Anforderungen an Landwirtschaft
Für die Landwirtschaft bedeutet dies steigende Anforderungen an Wassermanagement und Bewässerung. Der Bund unterstützt daher Investitionen in effiziente Bewässerungssysteme sowie Maßnahmen zum Wasserrückhalt in den Böden. Trotz der Herausforderungen gilt Salzburg weiterhin als gut versorgt.
Strategie wird erarbeitet
„Die laufenden Investitionen und die langfristige Planung sollen sicherstellen, dass ausreichend hochwertiges Trinkwasser auch für kommende Generationen verfügbar bleibt“, so Landesrat Maximilian Aigner. Derzeit wird die Strategie „Zukunft Trinkwasser Salzburg“ überarbeitet. Sie soll aufzeigen, wie die Wasserversorgung angesichts von Klimawandel, Bevölkerungswachstum und zunehmenden Trockenperioden langfristig abgesichert werden kann.





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