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  • Claudia Hude

Die Realität der Landwirtschaft versus Kinderbuchfantasien

Die Landwirtschaft spielt eine wichtige Rolle für die Gesellschaft und das sollte Kindern vermittelt werden, nicht falsche Klischees.


Abg z NR Carina Reiter. Foto: Reiter

Inmitten der hitzigen Diskussionen über die Darstellungen von Landwirtschaft in modernen Medien oder in der neuen Version des Kinderbuchs „Die Häschenschule“, meldet sich die Salzburg Nationalrats-Abgeordnete Carina Reiter zu Wort. Sie kritisiert, dass die Landwirtschaft und die Bäuerinnen und Bauern als die größte Gefahr für die Tierwelt dargestellt werden, da sie Gift versprühen und mit großen Maschinen fahren, während der Fuchs nun als veganer Freund des Hasen erscheint.

„Es ist essentiell, dass die Öffentlichkeit, insbesondere die Kinder, die komplexe Rolle der Landwirtschaft in unserer Gesellschaft verstehen. Dabei sollte auf Fakten gesetzt werden und nicht auf ideologische Romantik“, sagt Reiter.


Vegane Landwirtschaft kann nicht Ziel sein

In Österreich besteht etwa die Hälfte der landwirtschaftlichen Nutzfläche aus Grünland. Reiter erklärt, dass die Grünlandbewirtschaftung durch Viehwirtschaft essentiell für das ökologische Gleichgewicht und die Erhaltung der Kulturlandschaft ist. „Unsere Almen benötigen die Pflege durch Wiederkäuer. Ohne Kühe, Schafe und Ziegen wäre die Landschaftspflege und damit der Erhalt dieser einzigartigen Kulturlandschaft kaum möglich. Sie tragen zur Biodiversität bei und verhindern, dass diese Flächen verwildern oder unfruchtbar werden.“


Reiter hebt auch hervor, dass Wiederkäuer eine unersetzbare Rolle in der Transformation von Biomasse spielen, die für Menschen nicht verwertbar ist. „Durch die Milch- und Fleischproduktion wird dieses Grünland in wertvolle Nahrungsressourcen umgewandelt, die für die menschliche Ernährung wichtig sind.“ Reiter betont zudem die Bedeutung der nachhaltigen Kreislaufwirtschaft: „Bei der Erzeugung pflanzlicher Nahrung fällt auch nicht-essbare Biomasse an. Diese Biomasse kann effizient als Tierfutter oder Dünger genutzt werden, was zur optimalen Nutzung aller Ressourcen beiträgt.“


Es ist essentiell, Kindern ein ausgewogenes Bild der Landwirtschaft zu vermitteln. „Kinder sollten lernen, dass Bäuerinnen und Bauern weder Helden noch Bösewichte sind, sondern Produzenten für hochwertige Nahrungsmittel und die Hüter der Natur,“ schließt Reiter. Sie plädiert für mehr Vielschichtigkeit, Fairness  und ein reales Bild in der Darstellung der Landwirtschaft.

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