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Der Salzburger Waldbauerntag 2026

  • Claudia Hude
  • vor 3 Tagen
  • 2 Min. Lesezeit

Mit rund 400 Gästen verzeichnete der 56. Salzburger Waldbauerntag im Heffterhof einen neuen Besucherrekord. Waldbäuerinnen und Waldbauern, Vertreter der Forstwirtschaft sowie Politik aus Salzburg und Bayern nutzten die Veranstaltung für eine klare Standortbestimmung – mit Forderungen in Richtung Brüssel.

Foto: Rudolf Rosenstatter, Obmann des Waldverbandes Salzburg, verlieh Staatsministerin Michaela Kaniber den „Salzburger Waldkauz“. Foto: LK Salzburg / Franz Neumayr
Foto: Rudolf Rosenstatter, Obmann des Waldverbandes Salzburg, verlieh Staatsministerin Michaela Kaniber den „Salzburger Waldkauz“. Foto: LK Salzburg / Franz Neumayr

Salzburgs Wälder sind auf rund 12.000 Eigentümerinnen und Eigentümer aufgeteilt. Etwa 1.200 Betriebe entlang der Wertschöpfungskette Holz sichern rund 25.000 Arbeitsplätze alleine in unserem Bundesland. Damit ist die Forstwirtschaft neben dem Tourismus der größte Wirtschaftszweig in Salzburg. Gleichzeitig kommt den Wäldern vor allem in den Gebirgsgauen eine zentrale Bedeutung zu: 55 Prozent gelten als Schutzwald und dienen als natürliche Barrieren gegen Lawinen und Muren.


Schützen durch Nützen

 „Wohlstand entsteht durch Nutzung -nicht durch Untätigkeit -und Eigentum sichert diesen Wohlstand nicht nur für die Waldbauern, sondern für die gesamte Gesellschaft“, betonte der Obmann des Salzburger Waldverbandes Rudolf Rosenstatter. In seiner emotionalen Rede brachte er die zentralen Forderungen der Waldbesitzer auf den Punkt: Eingriffe auf das Eigentum, wie etwa die EUDR und anderen Regelwerke aus Brüssel vorsehen wirken bevormundend, zum Teil sogar beleidigend. „Angesichts geopolitischer Unsicherheiten braucht Europa mehr Rohstoffsouveränität. Wasser und Holz sind dabei Schlüsselressourcen“, so Rosenstatter.


Grenzüberschreitende Zusammenarbeit

Sowohl die bayrische Staatsministerin Michaele Kaniber, die die Festrede hielt, als auch der Präsident der LK Salzburg Rupert Quehenberger betonten die Bedeutung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit. „Es braucht in Europa nicht nur eine starke Ernährungssouveränität, sondern eben auch eine Rohstoffsouveränität. Verordnungen werden derzeit am gesunden Menschenverstand vorbei verhandelt und die Waldbesitzer stehen unter einer Beweislastumkehr“, so Michaela Kaniber, der im Rahmen des Waldbauerntages der Salzburger Waldkautz verliehen wurde.

Präs. Quehenberger verwies in seinem Statement auf die Kraft der Vernetzung: „Wir haben von Salzburg aus gegen die EUDR viel in Bewegung gebracht, der gemeinsame Weg weit über Ländergrenzen hinaus war der Richtige.“


Alleskönner Holz

Der klassische Waldbauer in Salzburg ist im Nebenerwerb tätig und besitzt zwischen 10 und 50 Hektar. „Diese kleinteilige Struktur ist das Herz der heimischen Forstwirtschaft. Mit Engagement und Leidenschaft werden die Flächen bewirtschaftet und der nachwachsende Rohstoff in den Wirtschaftskreislauf gebracht – gerade auch als Baumaterial. Holz ist der umweltfreundliche CO2 Speicher, ermöglicht ein besonderes Raumklima und stärkt die heimische Wirtschaft. Das sieht man besonders bei den jüngsten Bauprojekten, beispielsweise an den landwirtschaftlichen Fachschulen am Winklhof, in Bruck oder in Kleßheim“, betont Landesrat Maximilian Aigner.

 


 
 
 

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