Blühende Wiesen brauchen mehr als nur den Frühling
- Claudia Hude
- vor 3 Tagen
- 2 Min. Lesezeit
Salzburger Bauernbund macht auf den Beitrag der Landwirtschaft zum Erhalt der Biodiversität aufmerksam
Summende Insekten, blühende Wiesen, Hecken und Streuobstwiesen prägen das Landschaftsbild Salzburgs. Was viele als selbstverständlich wahrnehmen, ist das Ergebnis einer verantwortungsvollen Bewirtschaftung durch die heimischen Bäuerinnen und Bauern. Mit dem ersten Themenschwerpunkt seiner Kampagne „Unsere Landwirtschaft macht's möglich.“ rückt der Salzburger Bauernbund den Beitrag der Landwirtschaft zum Erhalt der Biodiversität in den Mittelpunkt.
Biodiversität bedeutet die Vielfalt an Tier- und Pflanzenarten sowie ihrer Lebensräume. Damit diese Vielfalt erhalten bleibt, braucht es nicht nur natürliche Voraussetzungen, sondern auch Menschen, die die Kulturlandschaft pflegen und verantwortungsvoll bewirtschaften. „Artenvielfalt entsteht nicht zufällig. Sie braucht Lebensräume – und sie braucht Menschen, die diese Lebensräume mit Verantwortung bewirtschaften und pflegen. Unsere Bäuerinnen und Bauern leisten dazu jeden Tag einen wichtigen Beitrag. Genau diese Leistungen wollen wir mit unserer Kampagne sichtbar machen“, betont Bauernbund-Landesobmann Präs. Rupert Quehenberger.

Wie wichtig bäuerliches Engagement für die Artenvielfalt ist, zeigt das Beispiel von Rupert Eder aus Henndorf am Wallersee. Auf seinen Flächen erhält er bewusst eine große Hecke, die zahlreichen Vogelarten als Nist- und Brutplatz dient und Insekten, Kleinsäugern sowie vielen weiteren Tierarten Schutz und Lebensraum bietet. Gleichzeitig vernetzen Hecken Lebensräume und leisten einen wichtigen Beitrag zum Erhalt einer vielfältigen Kulturlandschaft. „Für mich gehört die Hecke einfach zu unserem Hof. Sie bietet unzähligen Tieren einen Lebensraum und zeigt, dass Landwirtschaft und Naturschutz gemeinsam funktionieren. Es freut mich jedes Jahr zu sehen, wie viele Vögel dort brüten und wie viel Leben in dieser Hecke steckt“, sagt Rupert Eder.

Ein weiteres Beispiel findet sich in Nußdorf am Haunsberg. Landwirt Alexander Eder hat entlang eines konventionell bewirtschafteten Feldes freiwillig einen Blühstreifen angelegt. Die blühenden Pflanzen bieten Bienen, Schmetterlingen und vielen weiteren Insekten Nahrung und Lebensraum und fördern damit die Artenvielfalt unmittelbar vor Ort. „Dieses Beispiel zeigt eindrucksvoll, mit wie viel Überzeugung unsere Bäuerinnen und Bauern Verantwortung für die Natur übernehmen. Solche freiwilligen Maßnahmen entstehen aus Eigeninitiative und leisten einen wertvollen Beitrag zur Biodiversität in unserer Kulturlandschaft“, erklärt Bauernbund-Bezirksobmann Michael Schmidhuber.
Mit großen Pfeilen macht der Salzburger Bauernbund im ganzen Bundesland auf diese oft wenig beachteten Leistungen aufmerksam. Die Pfeile laden dazu ein, die Landschaft bewusst wahrzunehmen und sichtbar zu machen, was hinter ihrer Vielfalt steckt.
„Wer durch Salzburg geht oder wandert, sieht eine wunderschöne Landschaft. Wir möchten dazu anregen, sich auch zu fragen, warum sie so aussieht. Unsere Kulturlandschaft ist das Ergebnis der täglichen Arbeit unserer bäuerlichen Familienbetriebe. Diese Leistung verdient mehr Aufmerksamkeit und mehr Wertschätzung“, so Quehenberger abschließend.





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