Wichtige Entlastungen für bäuerliche Betriebe

Monika Jansel
Von Monika Jansel Juli 15, 2020 12:49

Wichtige Entlastungen für bäuerliche Betriebe

Mit insgesamt elf steuerlichen Maßnahmen im Ausmaß von mehr als 50 Millionen Euro und einem Kinderbonus von 360 Euro pro Kind setzt die Bundesregierung auf gezielte Entlastungen der bäuerlichen Betriebe. „Viele dieser Maßnahmen wurden seit längerem von uns Bauern gefordert und werden nun aufgrund der verschärften Finanzsituation in der Corona-Krise vorgezogen“, erwartet der Salzburger Bauernbund-Abgeordnete Franz Eßl, dass die Ankündigungen nach der Regierungsklausur nun so rasch wie möglich im Nationalrat beschlossen werden.

MARTINA KERN

Corona hat auch vor den Toren der bäuerlichen Betriebe nicht Halt gemacht und zu beträchtlichen Einkommenseinbußen geführt. Dazu kommen die Auswirkungen des Klimawandels durch fehlenden Niederschlag und eine Preisentwicklung für land- und forstwirtschaftliche Produkte, die besser sein könnte. „Alles in allem ist es ein guter Zeitpunkt, um nun mit gezielten Maßnahmen unsere bäuerlichen Familienbetriebe gezielt zu entlasten“, so Eßl.

Rückwirkend ab 1.1.2020

Die steuerlichen Entlastungsmaßnahmen wären eigentlich erst im Zuge der Steuer-reform ab 2021 in Kraft getreten. Nun aber gelten sie rückwirkend ab 1. Jänner 2020. „Entscheidend dabei ist, dass wir unsere bäuerlichen Betriebe auch in Zukunft erhalten und die Kosten und den bürokratischen Aufwand reduzieren“, fasst Eßl das Ziel der Steuererleichterungen zusammen.

Einsatz hat sich gelohnt

Die Angleichung der KV-Mindestbeitragsgrundlage an das allgemein gültige Niveau für Versicherte bringt lange geforderte Entlastungen für kleine bäuerlichen Betriebe.Die Absenkung des fiktiven Ausgedinges von 13 auf 10 Prozent wird bei Ausgleichszulagen-beziehern die Pensionen um durchschnittlich 450 Euro pro Jahr und Person erhöhen. „Damit schaffen wir mehr Gerechtigkeit für jene, die ohnehin mit einer Mindestpension auskommen müssen“, kritisiert Eßl, dass manche in der SPÖ offenbar hier einen Neidkomplex entwickeln. „Menschen, die ein Leben lang hart am Hof gearbeitet haben, gönnt die SPÖ offenbar nicht einmal dieses geringe Einkommen“, so Eßl.

Mit der Anhebung der Umsatzgrenze für landwirtschaftliche Nebentätigkeiten auf 40.000 Euro setzen wir um, was für Kleinunternehmer bereits gilt. Davon profitieren bäuerliche Direktvermarkter, Almausschank oder Kommunaldienstleister. „Das war mir schon sehr lange ein großes Anliegen“, so Eßl. Mit der Abschaffung der Vollpauschalie-rungsgrenze bei 60 Hektar RLN wurde eine weitere Forderung von Abgeordnetem Franz Eßl umgesetzt. „Diese Einschränkung, die es seit 2012 gab, hat sich als nicht praxistauglich erwiesen“, zeigt sich Eßl über die Korrektur erfreut.

Monika Jansel
Von Monika Jansel Juli 15, 2020 12:49