Ohrmarkenprobleme wurden entschärft

Salzburger Bauernbund
Von Salzburger Bauernbund November 12, 2019 10:07

Ohrmarkenprobleme wurden entschärft

Landesobmann LK-Präsident Rupert Quehenberger bedankt sich für die rasche Reaktion der AMA bei den elektronischen Ohrmarken. Betriebe mit Fütterungsautomaten und Melkrobotern können Ausnahmen von der Belieferung beantragen.

Die seit Anfang Oktober im Umlauf befindlichen elektronischen Ohrmarken zur Rinderkennzeichnung verursachten bei einigen Fütterungssystemen, Melkrobotern und automatischen Kälbertränkanlagen Probleme, weil sie nicht mit allen Modellen kompatibel sind. „Inzwischen wurde das Problem entschärft und eine Lösung für die betroffenen Betriebe geschaffen“, freut sich Landesobmann LK-Präsident Rupert Quehenberger für die Bäuerinnen und Bauern.
Am 18. Juli 2019 trat eine neue EU-Verordnung in Kraft, durch welche die Kennzeichnung von Rindern mittels elektronischer Kennzeichnung durchzuführen ist. „In umfassenden Gesprächen mit Vertretern der Branche wurde für Österreich entschieden, elektronische Ohrmarken einzuführen“, erklärte Rupert Quehenberger die Sachlage. „Die Entwicklung der elektronischen Ohrmarken wurde von der AMA durchgeführt und seit Anfang Oktober werden die neuen Ohrmarken nun an die Höfe ausgeliefert.
„Kurz darauf traten Bäuerinnen und Bauern mit Melkrobotern oder automatischen Fütterungsanlagen an mich heran und baten um Unterstützung, da teilweise ihre Kühe nicht gemolken wurden, oder Kälber keine Milch zugeteilt bekamen. Die Störung war auf die neuen elektronischen Ohrmarken zurückzuführen.

Ausnahme von Belieferung kann beantragt werden
Nun hat die AMA reagiert und für Betriebe mit Fütterungsautomaten, AMS/Melkroboter oder Kälbertränkeautomaten die Möglichkeit geschaffen eine Ausnahme von der Belieferung mit elektronischen Ohrmarkensets für die Erstkennzeichnung zu beantragen, um Fehlfunktionen zu vermeiden und erforderliche Adaptierungsarbeiten an den eingesetzten Systemen vornehmen zu können.
„Ich bin sehr dankbar für diese rasche Reaktion“, sagt Landesobmann Rupert Quehenberger.

Aussetzung der Belieferung beantragen:

Betriebe mit Fütterungsautomaten, AMS/Melkroboter oder Kälbertränkeautomaten können das entsprechend erforderliche Formblatt zum „Antrag auf Ausnahme von der Belieferung mit elektronischen Rinder-Ohrmarkensets“ auf Anfrage an
tkz@ama.gv.at oder telefonisch unter 050 3151 99 beantragen. Dieses wird dann per E-Mail übermittelt.

Salzburger Bauernbund
Von Salzburger Bauernbund November 12, 2019 10:07