Schwaiger: Kauf von regionalen Produkten gegen die Russlandsanktionen

Salzburger Bauernbund
Von Salzburger Bauernbund August 26, 2014 16:04

Schwaiger: Kauf von regionalen Produkten gegen die Russlandsanktionen

Landesrat Josef Schwaiger ruft zum Konsum von heimischen Lebensmitteln auf. Qualität, Geschmack, Gesundheit und Umweltschutz führt er als maßgebliche Gründe dafür an.

Landesrat Josef Schwaiger ruft zum Konsum von heimischen Lebensmitteln auf. Qualität, Geschmack, Gesundheit und Umweltschutz führt er als maßgebliche Gründe dafür an.

Um mit einem einfachen und wirkungsvollen Mittel dem russischen Importverbot für Lebensmittel entgegenzutreten, ließ Landwirtschaftsminister Andrä Rupprechter letzte Woche mit einem Appel aufhorchen: „Wenn jeder einen Apfel pro Woche mehr isst, dann können wir diesen Marktausfall schließen“, so Rupprechter. Der Apfel wurde damit zum Symbol der Solidarität mit der heimischen Landwirtschaft, welche die Folgen der Sanktionen zu spüren bekommt.

Heimische Lebensmittel der Qualität wegen

Landesrat Josef Schwaiger greift den Aufruf von Minister Rupprechter auf und appelliert generell an die Konsumenten heimische Lebensmittel verstärkt nachzufragen. „Den Aufruf, heimisches Obst vermehrt zu genießen, unterstütze ich. Wir sollen aber auch den Blick auf andere heimische Lebensmittel richten, nicht nur aus Solidarität sondern auch des Geschmacks, der Gesundheit und der Umwelt wegen,“ so Schwaiger.

Neben heimischen Obst und Gemüse bekommt vor allem auch der Milch- und Fleischmarkt das russische Einfuhrverbot zu spüren. Die EU hat bereits Hilfen in der Höhe von 125 Mio. Euro angekündigt. Wie tiefgreifend die Folgen der Sanktionen ausfallen werden, bleibt abzuwarten. Das Importverbot wurde vorläufig für die Dauer von einem Jahr ausgesprochen. Angesichts der aktuellen Lage, bei der sich keine Entspannung abzeichnet, kann jedoch eine Verlängerung des Handelsembargos nicht ausgeschlossen werden. Umso wichtiger ist es, den heimischen Markt zu stärken, da auch der EU-Krisenfonds für Sofortmaßnahmen im Agrarsektor nur ein begrenztes Budget zur Verfügung hat.

„Wer heimische Lebensmittel kauft, bekommt dafür nicht nur ein hochwertiges Produkt, sondern leistet auch einen Beitrag zur nachhaltigen Bewirtschaftung unserer einmaligen Kulturlandschaft. Von der gepflegten Landschaft, sauberem Wasser und der hohen Biodiversität profitieren wir alle“, so Agrarlandesrat Schwaiger.

Neben der Stärkung der heimischen Nachfrage wird es auch wichtig sein, den Export in andere Märkte zu forcieren. Chancen bieten hier vor allem die Märkte im Nahen Osten, Nordafrika und Asien.

Peter Altendorfer

 

Salzburger Bauernbund
Von Salzburger Bauernbund August 26, 2014 16:04