Kuhattacke: Bauern brauchen rasch Sicherheit

Salzburger Bauernbund
Von Salzburger Bauernbund Februar 26, 2019 17:30

Kuhattacke: Bauern brauchen rasch Sicherheit

Nach dem zivilgerichtlichen Urteil in erster Instanz zu Schadenersatzzahlungen nach einer Kuhattacke, hat sich große Unsicherheit unter den Bauern breit gemacht. Bauernbundlandesobmann Rupert Quehenberger fordert Rechtssicherheit noch vor Beginn der Alm- und Weidesaison.

Ein Tiroler Bauer wurde nach einer tödlichen Kuhattacke von einem Zivilrichter in erster Instanz zu Schadenersatzleistungen in Höhe von 490.000 Euro für die Hinterbliebenen verurteilt. Dies hat große Bestürzung seitens der Bauern aber auch der Tourismuswirtschaft und der Bevölkerung ausgelöst.
Die Reaktionen der Bauern sind unterschiedlich. Die einen wollen die Sperre der Almen für Wanderer, die anderen wollen ihre Tiere nicht mehr auf die Almen bringen. Wieder andere würden Hunde von Weidegebieten aussperren wollen.
Rechtssicherheit gefordert
„Von generellen Verboten halte ich nicht viel“, sagt Bauernbundlandesobmann LK-Präsident Rupert Quehenberger. Er möchte jedoch für die Bauern noch vor Beginn der Alm- und Weidesaison Rechtssicherheit herbeiführen: „Eine Lösung muss garantieren, dass auch in Zukunft eine traditionelle Bewirtschaftung der Almen mit Rindern, Schafen, Ziegen und Pferden möglich ist. Als Vorsitzender der ARGE für Bergbauernfragen in der Landwirtschaftskammer Österreich strebe ich eine österreichweit einheitliche Lösung an und ich bevorzuge ein Miteinander von Landwirtschaft, Tourismus sowie den alpinen Vereinen“, so Quehenberger.
Ein erstes Arbeitsgespräch in dieser Zusammensetzung fand bereits in der LK-Österreich statt.

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Von Salzburger Bauernbund Februar 26, 2019 17:30