Schutz des Eigentums

Eigentum als Basis der bäuerlichen Arbeit

Grund und Boden, Haus und Hof sind die Lebensgrundlagen unserer Betriebe. Wir kämpfen für Rahmenbedingungen, welche die Existenz unserer Betriebe absichern.

Einheitswert und Pauschalierung

Die Berechnung des Einheitswerts muss auch in Zukunft auf Ertragswertbasis erfolgen und die steuerliche Pauschalierung muss festgeschrieben werden.

Schutz des Eigentums

Wir kämpfen für die Eigentumsrechte der Land- und Forstwirte und wehren uns gegen Übergriffe und gesetzliche Anschläge auf das Eigentum: Verträge statt Gesetzeskeule.

Einkommen schafft Lebensqualität

Einkommen

Wir Bauern versorgen die Menschen im Land mit hochwertigen Lebensmitteln, Rohstoffen und Energie. Weiters sorgen wir Bauern durch unsere Arbeit für eine gepflegte Kulturlandschaft, die als Erholungsraum für unsere Mitbürger und als Basis für die Wirtschaft und den Tourismus unverzichtbar ist.

Daher verlangen wir Rahmenbedingungen, die es unseren Bauernfamilien ermöglicht, ein Einkommen zu erwirtschaften. Neben vernünftigen Produktpreisen sind gerechtfertigte Ausgleichszahlungen zu sichern.

Wir fordern klare Maßnahmen um die heimische Wirtschaft zu stärken, damit die regionale Wertschöpfung verbessert wird.

Ausgleichszahlungen

Im kommenden Jahr werden bereits die Weichen für die EU-Zahlungen nach 2013 gestellt. Wir kämpfen auch wie bisher um die Bereitstellung der EU-Gelder und um wirksame Folgeprogramme für die Ländliche Entwicklung.

Neue Erwerbschancen

Urlaub am Bauernhof und Direktvermarktung können als positive Beispiele für weitere Standbeine und damit für zusätzliches Einkommen gelten. Steuerliche und bürokratische Schranken wollen wir abbauen.

Rahmenbedingungen für die Produktion

Mehr Hausverstand, es geht auch mit weniger Bürokratie

Mehrgleisigkeiten bei Kontrollen müssen abgebaut werden. Sanktionen müssen abgestuft erfolgen, mit einer Abmahnung als erster Sanktionsstufe.

Tierschutz mit Augenmaß

Bei der Umsetzung des Bundestierschutzgesetzes müssen Härtefälle vermieden werden. Die 10 %-Toleranzregelung ist rasch umzusetzen.

Wir fordern klare Lebensmittelkennzeichnung

Der Kauf heimischer Produkte sichert den Arbeitsplatz Bauernhof, aber auch viele Arbeitsplätze in vor- und nachgelagerten Bereichen. Daher fordern wir eine Herkunftsbezeichnung und eine Stärkung des AMA-Gütesiegels.

Darüber hinaus setzen wir uns für eine Positiv-Kennzeichnung heimischer Produkte in der Gastronomie, eine Kennzeichnung gentechnikfrei hergestellter Produkte und eine klare Abgrenzung von Imitatsprodukten ein.

Soziale Absicherung der Bauernfamilien

Berufsschutz

Wir verlangen die Verbesserung des Berufsschutzes und eine Gleichstellung der Bauern mit anderen Berufsgruppen.

Bäuerinnen

Wir fordern eine Verdoppelung des Wochengeldes und eine verbesserte Anrechnung von Zeiten für die Pflege von nahen Angehörigen.

Pensionisten

Wir fordern eine Rezeptgebührenbefreiung bis zum Ausgleichszulagenrichtsatz und die weitere Absenkung des fiktiven Ausgedinges für Ausgleichszulagenbezieher. Wir kämpfen für die Sicherung der Pensionen auch in der Zukunft.

Agrarland Salzburg stärken

Milchproduktion in Salzburg stärken

Salzburgs Bauern leben zum Großteil von der Milchwirtschaft. Daher fordern wir auch verlässliche Rahmenbedingungen. Maßnahmen der EU, des Bundes und des Landes sollen beitragen, dass unsere Bauern Milch in höchster Qualität erzeugen können.

Um die Milchproduktion im Alpenraum nachhaltig zu sichern fordern wir die Abgeltung der hohen Transportkosten von der öffentlichen Hand. Wir verlangen mit Nachdruck, dass in allen öffentlichen Einrichtungen heimische Lebensmittel verwendet werden. Die Bäuerinnenorganisation soll in ihren Bemühungen, Milch als wertvolles Lebensmittel in Kindergärten, Schulen und bei Konsumenten vorzustellen, unterstützt werden.

Wir werden die Österreicher weiter von der Einzigartigkeit heimischer Lebensmittel überzeugen, damit sie weiter Konsumpatrioten bleiben!

Viehwirtschaft stärken

Die Viehwirtschaft, insbesondere die Rinderzucht ist neben der Milchwirtschaft die wichtigste Produktionssparte im Bundesland Salzburg. Die Erzeugung von leistungsfähigem Zuchtvieh ist daher auch künftig sicherzustellen. Salzburger Zuchtvieh spielt auch im Export eine große Rolle. Daneben muss auch für die Pferdezucht sowie für den Bereich Schafe und Ziegen ein Vermarktungs- und Produktionsprogramm unterstützt werden. Wir fordern die Unterstützung von neunen Vermarktungsinitiativen.

Forstwirtschaft

Mehr als die Hälfte der Landesfläche ist Wald. Unser Anliegen ist der bewirtschaftete Wald, der Arbeit und Einkommen bietet. Waldwirtschaft darf nicht durch überzogenen Naturschutz verhindert werden. Wir unterstützen daher eine effizientere Nutzung des Rohstoffes Holz im Bau- und Energiebereich, um die Wertschöpfung aus dem Bauernwald zu erhöhen.

Energie

In Salzburg ist der Einsatz erneuerbarer Energieträger in den letzten Jahren enorm angewachsen. In über 100 Gemeinden existieren umweltfreundliche Biomasseheizwerke. Um die Abhängigkeit von fossilen Energiequellen weiter zu verringern, ist der Einsatz von Energie aus Grünland und Wald auszubauen.

BAU(ern) STOFFE forcieren

Von Bauern erzeugte heimische Rohstoffe ermöglichen eine nachhaltige Bauweise mit regionaler Wertschöpfung, senken den Energieeinsatz und verringern die Umweltbelastung. Deren Einsatz ist daher zu steigern, da damit Einkommen ermöglicht und Arbeitsplätze gesichert werden.

Ländlicher Raum mit Profil

Wir fordern eine Stärkung der ländlichen Infrastruktur, insbesondere die Erhaltung und der Ausbau der Güter-, Feld-, Forst- und Wirtschaftswege. Darüber hinaus brauchen wir bessere öffentliche Verkehrsmittel, Gleichbehandlung beim Zugang zu modernen Kommunikationstechnologien, Ausbau und Erhalt der medizinischen Versorgung in den ländlichen Räumen, Gewährleistung der öffentlichen Sicherheit (Polizei), unbürokratischen Zugang zu Behörden, dezentrale Aus- und Weiterbildungsangebote und Sicherung der Nahversorgung.

Bezirksbauernkammern erhalten

Wir kämpfen für den Erhalt der Bezirksbauernkammern mit ihrem Service vor Ort, damit der ländliche Raum nicht noch mehr ausgedünnt wird.

Jugend

Die Jugend braucht Perspektiven. Aus- und Weiterbildung als dezentrales Angebot sollen erweitert und abgesichert werden, damit unsere Hofübernehmer alle Chancen ergreifen können. Bildung ist wichtiger denn je. Daher muss es eine Absicherung und Modernisierung der Land- und Hauswirtschaftsschulen geben.

Arbeitsplätze in der Region bieten Perspektiven für die bäuerliche Jugend und sind Voraussetzung für eine flächendeckende Bewirtschaftung im Bundesland Salzburg. Unsere Jugend ist unsere Zukunft! Dafür steht der Bauernbund.