Praxisgerechte Anpassung von ÖPUL-Maßnahmen

agrowerbungadmin
Von agrowerbungadmin Juni 12, 2008 12:19

Einige Förderungsvoraussetzungen des ÖPUL 2007 und hier insbesondere bei den Maßnahmen „Mahd von Steilflächen“ und „Umweltgerechte Bewirtschaftung von Acker- und Grünlandflächen“ erweisen sich als praxisfremd und nicht nachvollziehbar.
Die Einhaltung des Anbaus von max. 75 % Getreide und Mais gilt erst ab einer Ackerfläche von 5 ha. Zusätzlich sieht die Richtlinie vor, dass unabhängig von der Größe der bewirtschafteten Ackerfläche max. 66 % einer Kultur angebaut werden dürfen und jedenfalls 2 % Blühflächen angelegt werden müssen.

Bei Teilnahme an der Maßnahme „Mahd von Steilflächen“ im ÖPUL 2007 dürfen 5 % der Steilstufen M1 (25 – 35 % Hangneigung), sowie 5 % der M2 und M3-Flächen zusammengefasst (>35 % Hangnei-gung) maximal zweimal genutzt werden. Überdies darf die erste Nutzung der 5 % M1-Flächen erst nach dem 15. Juni erfolgen, bzw. 5 % der M2 und M3-Flächen erst nach dem 30. Juni.
Um eine praxisgerechte Umsetzung im Sinne der betroffenen Landwirte zu erreichen, stellen die unterzeichnenden Mitglieder der Fraktion des Salzburger Bauernbundes in der Vollversammlung der Landwirtschaftskammer Salzburg folgenden

Dringlichen Antrag

Die Vollversammlung fordert den Präsident der Landwirtschaftskammer Salzburg auf, sich bei der Bundesregierung dafür einzusetzen, dass bei der Maßnahme „Umweltgerechte Bewirtschaftung von Acker- und Grünlandflächen“ sowohl die Auflage des Anbaus von max. 66 % von einer Kultur, als auch von 2 % Blühflächen erst ab einer Ackerfläche von 5 ha angewendet wird. Darüber hinaus soll in Bezirken mit mehr als 70 % Grünland die Verpflichtung zur Anlage von 2 % Blühflächen entfallen, da durch den hohen Grünlandanteil die Biodiversität in hohem Maße gesichert ist.
Weiters soll es möglich sein, die 5 % Zweinutzungsflächen von der Gesamtsumme sämtlicher relevanter Steilstufen zu berechnen, wobei es dem Landwirt überlassen sein soll, auf welcher Steilstufe sich tatsächlich die Zweinutzungsflächen befinden. Der früheste Schnittzeitpunkt dieser 5 % sollte einheitlich der 15. Juni sein.

agrowerbungadmin
Von agrowerbungadmin Juni 12, 2008 12:19