Präsident Jakob Auer: Landwirtschaft braucht Wertschöpfung UND Wertschätzung

agrowerbungadmin
Von agrowerbungadmin März 8, 2012 13:23

Der Präsident des Österreichischen Bauernbundes war Gastredner beim Mitgliederabend im Pongau. Bezirksobmann Silvester Gfrerer konnte viele interessierte Bauern begrüßen.


Hier eine kurze Inhaltsangabe des interessanten Abends von Direktor Ing. Josef Bachleitner:

Es gibt keine Alternative zum Reformpaket!

Allein die Zinsbelastung von 8 Milliarden Euro schränkt den Gestaltungsspielraum im Budget ganz wesentlich ein. Die Bauern tragen das Sparpaket mit. Damit uns nicht so ein Schicksal wie Griechenland ereilt – ist die Umsetzung dieses Maßnahmenpaketes dringend erforderlich!
Wenn es jedoch um das Durchforsten des Förderdschungels geht, so sind die Direktzahlungen an die Bauern nur ein geringer Teil. Ein beträchtlicher Aufwand dafür geht für steuerliche Begünstigungen von Arbeitnehmern sowie der ÖBB auf.

Das Erbschaftssteuermodell der Grünen
Sozialisten und Grüne fordern nach wie vor die Wiedereinführung der Erbschaftssteuer. Die Grünen haben ein konkretes Modell mit einer Freigrenze von 300.000 Euro vorgelegt.
Beispiel:
Ein Bauernhof hat einen Verkehrswert von 1.300.000,- Euro
Abzüglich der Freigrenze von 300.000,- Euro, verbleiben 1.000.000,- Euro, welche im Falle der Übergabe an den Hofnachfolger mit der Erbschaftssteuer von 25 % belegt werden sollen.
Der Hofnachfolger würde, wenn es nach den Vorstellungen von Grünen und Sozialisten geht, mit 250.000,- Euro belastet.

Zukunftsfeld Landwirtschaft
„Ich will eine produzierende und keine stillgelegte Landwirtschaft!“ so der Präsident des Österreichischen Bauernbundes. Er übte massiv Kritik am Greening-Vorschlag von Agrarkommissar Dacian Ciolos, der  7 %  ökologische Ausgleichsflächen fordert. (= Flächenstilllegung)
Die stetige Versiegelung von landwirtschaftlichen Nutzflächen reduziert die Produktionskraft.
Täglich gehen in Österreich ca. 16 ha durch Verbauung verloren, ein ähnlich hoher Anteil verwaldet. Die sich verändernden Lebensgewohnheiten weltweit, der steigende Bedarf nach erneuerbarer Energie, aber auch die bedauerliche Wegwerfmentalität der Konsumenten – sind für Auer Indiz dafür, dass die Greening – Maßnahme kontraproduktiv ist!

Bauern produzieren hochwertige Lebensmittel – die erfolgreich exportiert werden!
„Wenn VW jährlich Millionen von PKW’s exportiert ist das eine Erfolgsgeschichte – wenn unsere Genossenschaften hochwertige Lebensmittel exportieren, dann wird dies in der medialen Darstellung als Überschussverwertung bezeichnet!“, schildert Auer die unterschiedliche Wahrnehmung von ein und der selben Sache in der Öffentlichkeit.

Appell an die Jugend
Jakob Auer richtete einen flammenden Appell an die Junge Generation, sich in den Genossenschaften, in der Interessensvertretung zu engagieren!
Täglich werden viele tausende Entscheidungen getroffen! Wenn wir nicht mitentscheiden können oder wollen – dann tun das andere für uns!

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Von agrowerbungadmin März 8, 2012 13:23