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  • Claudia Hude

Zweierlei Maß beim Einsatz von Insektiziden


BB-Direktorin Alexandra Voithofer. Foto: Bauernbund/Manuel Horn

Bei einem Blick auf die Wirkstoffe, die in Zecken- und Flohhalsbändern von Hunden und Katzen enthalten sind kann man schnell feststellen, dass diese einen Wirkstoff aus der Gruppe der Neonicotinoide (Imidacloprid) enthalten. In der Landwirtschaft ist der Einsatz von Neonicotinoiden bei der Saatgutbeize EU-weit verboten. Die Versorgung mit europäischem Zucker und Raps ist dadurch gefährdet.


Seit dem Jahr 2009 ist für den Kauf und die Verwendung von Pflanzenschutzmitteln der „Pflanzenschutz-Sachkundenachweis“ notwendig. Die Landwirte müssen dazu verpflichtend an Weiterbildungsveranstaltungen teilnehmen. Nur dann darf die sachkundige Person Pflanzenschutzmittel ausbringen. „Bei der Anwendung von Halsbändern bei Haustieren gibt es erstaunlicherweise keine Regelung. Diese können auch im Internet bestellt werden“, zeigt sich Voithofer verwundert.


Die Europäische Union hat für ihre Mitgliedsstaaten hohe landwirtschaftliche Produktionsstandards vorgegeben. „Die ständig neuen Verbote seitens der EU schränken allerdings die europäische Lebensmittelproduktion zusehends ein. Die Umsetzung des EU-Green Deals bis 2030 verursacht Studien zufolge eine Reduktion der Lebensmittelerzeugung von über 20 Prozent. Die Folge: Lebensmittel, beispielsweise Zucker, müssen in Zukunft aus Übersee in die Europäische Union importiert werden“, erklärt Voithofer. „Es ist für mich nicht nachvollziehbar, dass wir unsere hochqualitative Produktion, die auf die Umwelt bedacht nimmt einschränken sollen und damit unsere Familienbetriebe in Bedrängnis bringen. Und das nur, um minderwertige, ausländische Produkte zu importieren“, ist Voithofer empört.


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