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  • Claudia Hude

Wir müssen das Positive sehen

Seit Oktober ist der Landwirt Michael Schmidhuber aus Seekirchen neuer Bezirksobmann des Flachgauer Bauernbundes. Gemeinsam mit seinem Team setzt er sich für die Interessen der Flachgauer Land- und Forstwirte ein.

 


Flachgauer Bezirksobmann Michael Schmidhuber

Bauernzeitung: Lieber Michael, herzliche Gratulation zu deiner Wahl. Willst du dich unseren Leserinnen und Lesern kurz vorstellen? 

Schmidhuber: Danke! Ich freue mich sehr über das Vertrauen, dass der Bezirksbauerrat meinem Team und mir ausgesprochen hat. Wir sind voll motiviert und starten bereits mit der Arbeit. Zur meiner Person: Ich  bin verheiratet und Vater dreier Kinder. Gemeinsam mit meiner Frau betreibe ich einen Milchviehbetrieb in Seekirchen, im Nebenerwerb führe ich eine Metalltechnikfirma.

 

Es ist eine spannende Zeit, um ein politisches Amt anzunehmen. Was hat dich bewogen, diese Verantwortung zu übernehmen?

Ich bin davon überzeugt, dass wir Bäuerinnen und Bauern Verantwortung übernehmen müssen. Nur wir wissen um unsere Anliegen und können unsere Erfahrung in den diversen Gremien einfließen lassen. So stellen wir sicher, dass Entscheidungen, die für uns und unsere Arbeit getroffen werden nicht vom Schreibtisch aus und ohne Praxiserfahrung fallen, sondern gemeinsam mit uns. Denn wer kann uns besser vertreten als wir uns selbst?  

 

Und dennoch sind viele Bauern unzufrieden und denken sogar ans Aufhören?

Ja, das stimmt. Man darf aber nicht vergessen, dass wir nicht einmal mehr ganz 3 Prozent der Bevölkerung ausmachen. Dafür haben wir in den vergangenen Jahren viel erreicht. Mir ist bewusst, dass vieles davon schon wieder selbstverständlich erscheint, das ist es aber nicht.   

Und auch wenn nicht alle Rahmenbedingungen perfekt sind, das Wichtigste ist: Wir dürfen uns die Land- und Forstwirtschaft, unsere Arbeit und unsere Betriebe, nicht Schlechtreden lassen.

 

Was zeichnet die Landwirtschaft im Flachgau aus?

Gerade im Flachgau können wir unglaublich stolz auf die große Vielfalt unserer Land- und Forstwirtschaft sein. Von der Milchproduktion über Mastbetriebe, vom Ackerland bis zum Gemüsebau bis hin zu Geflügelbetrieben decken wir die gesamte Breite der Land- und Forstwirtschaft ab.

 

Der Flachgau ist der bevölkerungsreichste Bezirk Salzburgs. Was bedeutet das für die Bäuerinnen und Bauern in ihrer täglichen Arbeit?

Wie in den meisten anderen Bezirken auch haben wir leider immer wieder Probleme. Den Menschen fehlt es an Verständnis, dass die Wiesen und Felder, ebenso wie die Wälder, unsere Produktionsflächen und damit unsere Lebensgrundlage sind und nicht nur für ihre Freizeitnutzung zur Verfügung stehen. Neben den altbekannten Problemen wie Hundekot, Verschmutzung oder auch der Beschädigung von Flächen und Futterwiesen sind es bei uns auch oft die Radfahrer, die immer wieder gefährliche Situationen provozieren. 

Wir Land- und Forstwirte sind meist geduldig, aber es braucht auch ein Entgegenkommen der Bevölkerung. Das Eigentum der Bäuerinnen und Bauern muss respektiert werden, wir brauchen faire Preise für unsere Produkte und mehr Wertschätzung für unsere Arbeit.

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