Unsere Landwirtschaft macht’s möglich.
- Claudia Hude
- 26. Juli
- 3 Min. Lesezeit
Viele sehen die Landschaft. Wir zeigen die Leistung dahinter.
Salzburger Bauernbund macht mit rund 100 Pfeilen im gesamten Bundesland sichtbar, was Bäuerinnen und Bauern täglich für Natur, Umwelt und Gesellschaft leisten

Eine blühende Wiese, eine gepflegte Alm, ein klarer Gebirgsbach oder ein gesunder Schutzwald – vieles, was Salzburg so besonders macht, erscheint selbstverständlich. Tatsächlich ist diese einzigartige Kulturlandschaft das Ergebnis der täglichen Arbeit tausender Bäuerinnen und Bauern. Sie bewirtschaften Flächen, erhalten Lebensräume, schützen natürliche Ressourcen und übernehmen Verantwortung für Natur, Umwelt und die Lebensqualität im Land.
Viele dieser Leistungen werden tagtäglich genutzt, bleiben im öffentlichen Bewusstsein jedoch oft unsichtbar. Genau hier setzt die Kampagne „Unsere Landwirtschaft macht's möglich.“ des Salzburger Bauernbundes an. Mit rund 100 großformatigen Pfeilen im gesamten Bundesland wird sichtbar gemacht, was die heimische Landwirtschaft weit über die Lebensmittelproduktion hinaus für Natur und Gesellschaft leistet. „Unsere Landwirtschaft schafft weit mehr als Lebensmittel. Sie erhält unsere Kulturlandschaft, schützt Böden und Gewässer, fördert die Artenvielfalt und trägt wesentlich dazu bei, dass Salzburg so lebenswert ist, wie wir es kennen. Mit unserer Kampagne wollen wir diese Leistungen sichtbar machen“, erklärt Bauernbund-Landesobmann Präs. Rupert Quehenberger.
Salzburgs Kulturlandschaft ist Ergebnis bäuerlicher Arbeit
Almen, Wiesen, Weiden und Wälder prägen Salzburgs Landschaft und bilden die Grundlage für Lebensqualität, Erholung und Tourismus. Im Tourismusjahr 2024/25 verzeichnete Salzburg rund 8,3 Millionen Gästeankünfte und 30,5 Millionen Nächtigungen – viele Gäste kommen gerade wegen dieser einzigartigen Kulturlandschaft.
Was oft übersehen wird: Diese Landschaft ist nicht von selbst entstanden. Sie wird seit Generationen von bäuerlichen Familienbetrieben gepflegt und erhalten. Gerade im Bergland ist eine aktive Bewirtschaftung entscheidend. Ohne sie würden viele Almen und Wiesen verbuschen, wertvolle Lebensräume verloren gehen und sich das Landschaftsbild nachhaltig verändern. Rund 9.000 landwirtschaftliche Betriebe tragen täglich dazu bei, diese Landschaft zu erhalten. „Viele Menschen genießen unsere Almen, Wiesen und Wälder. Doch nur wenigen ist bewusst, wie viel Arbeit, Wissen und Verantwortung dahinterstehen. Eine gepflegte Kulturlandschaft entsteht jeden Tag aufs Neue durch unsere Bäuerinnen und Bauern“, so Quehenberger.
Landwirtschaft leistet täglich einen Beitrag für Natur und Umwelt
Die Salzburger Landwirtschaft arbeitet mit der Natur und ist auf intakte natürliche Kreisläufe angewiesen. Bewirtschaftete Almen fördern die Biodiversität, Wiesen und Weiden schützen Böden und speichern Kohlenstoff. Schutzwälder und nachhaltig bewirtschaftete Flächen leisten einen wichtigen Beitrag zum Schutz vor Naturgefahren, viele Betriebe setzen zusätzlich Maßnahmen zum Gewässer- und Artenschutz um.
93,7 Prozent der Salzburger Landwirtschaftsbetriebe nehmen am Österreichischen Programm für umweltgerechte Landwirtschaft (ÖPUL) teil und setzen damit freiwillig umfangreiche Maßnahmen für Umwelt-, Natur- und Klimaschutz um. „Bäuerinnen und Bauern schützen, was sie bewirtschaften. Eine intakte Natur ist die Grundlage erfolgreicher Landwirtschaft. Viele Leistungen für Umwelt und Gesellschaft werden täglich erbracht, ohne unmittelbar sichtbar oder abgegolten zu sein – dennoch profitieren wir alle davon“, betont Bauernbund-Direktorin Alexandra Voithofer.
Naturschutz braucht Bewirtschaftung – das Beispiel Unkenberger Mähder
Wie eng bäuerliche Bewirtschaftung und Naturschutz zusammenhängen, zeigen die Unkenberger Mähder in der Gemeinde Unken. Das Gebiet wurde in den 1970er-Jahren so erschlossen, dass eine zeitgemäße Bewirtschaftung möglich blieb. Heute zählt es zu den wertvollsten Bergmähwiesen Salzburgs und ist Teil des europäischen Schutzgebietsnetzes Natura 2000.
Für Klaus Vitzthum, Bezirksobmann des Salzburger Bauernbundes im Pinzgau, ist dieses Beispiel ein eindrucksvoller Beleg dafür, dass Naturschutz und Landwirtschaft Hand in Hand gehen. Seine Familie bewirtschaftet seit rund 300 Jahren eine Alm in den Unkenberger Mähdern. „Die Unkenberger Mähder zeigen, dass eine Landschaft durch verantwortungsvolle Bewirtschaftung an ökologischer Qualität gewinnen kann. Viele unserer wertvollsten Lebensräume entstehen erst durch die Arbeit der Bäuerinnen und Bauern – und können nur durch ihre Bewirtschaftung dauerhaft erhalten werden“, erklärt Klaus Vitzthum.
Eine lebenswerte Landwirtschaft entsteht nicht zufällig
Herzstück der Kampagne sind rund 100 Pfeile, die ab 20. Juli an verschiedenen Standorten im gesamten Bundesland aufgestellt werden. Sie stehen dort, wo die Leistungen der Landwirtschaft besonders sichtbar werden – etwa bei Almen, Wiesen oder anderen prägenden Landschaftsräumen – und laden dazu ein, genauer hinzusehen.
„Unsere Landwirtschaft macht’s möglich“ zeigt, was oft übersehen wird: Eine lebenswerte Landschaft entsteht nicht zufällig. Sie braucht Menschen, die sie bewirtschaften, pflegen und mit Verantwortung weiterentwickeln“, so Quehenberger.
Viele sehen die Landschaft. Wir zeigen die Leistung dahinter.
Foto: BB-Landesobmann Präs. ÖR Rupert Quehenberger und Bauernbund-Direktorin Alexandra Voithofer informieren sich bei bei Klaus Vitzhum, Grundeigentümer und BB-Bezirksobmann im Pinzgau über die Unkenberger Mähder und präsentieren gemeinsam die Sommerkampagne des Bauernbundes.





Kommentare