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  • Claudia Hude

Die EU und Salzburg: Zwischen Green Deal und millionenschweren Rückflüssen

Die Wahlen zum europäischen Parlament finden am 9. Juni statt und viele Land- und Forstwirte fragen sich, was die EU uns bringt. Präs. Rupert Quehenberger liefert Antworten.



„Die Bäuerinnen und Bauern schützen Natur und Umwelt seit Generationen, dafür brauchen wir keinen Green Deal“, so Quehenberger. Foto: Salzburger Bauernbund/Horn

Viele Bereiche unseres täglichen Lebens werden mittlerweile von Regelungen bestimmt, die in der Europäischen Union ausverhandelt und beschlossen werden. „Vor allem für uns Land- und Forstwirte ist die EU mit der GAP (Gemeinsame Agrarpolitik), aber auch mit ihren Regeln zum Handel, den Handelsabkommen mit Drittstaaten und den Vorgaben zu Natur- und Umweltschutz relevant“, so BB-Landesobmann Präs. Rupert Quehenberger, der alle Land- und Forstwirte dazu aufruft, am 9. Juni von ihrem Stimmrecht Gebrauch zu machen. 


Millionenschwere Rückflüsse in Salzburg

„Denn auch in der EU gilt: Die Entscheidungen über uns Land- und Forstwirte werden getroffen, ob mit oder ohne uns.“ Gerade Salzburg profitiere von der Mitgliedschaft zur Europäischen Union: „Auch wenn Österreich zu den Nettozahlern gehört, erhalten wir in Salzburg mehr Geld, als wir einzahlen“, so Quehenberger. Der finanzielle Beitrag des Landes betrug beispielsweise im Jahr 2022 rund 35,6 Millionen Euro, allein im Bereich der GAP belaufen sich die Rückflüsse jährlich auf rund 80 Millionen Euro. Auch viele Projekte die dem ländlichen Raum zu Gute kommen werden von der EU gefördert. Im Rahmen des Breitbandausbaus fließen zw. 2023 und 2027 in Summe 22 Mio. Euro nach Salzburg.


Eigentum schützen, Regionen stärken

„Neben den finanziellen Mitteln darf man nicht vergessen, dass die EU uns auf einzigartige Weise zu jahrzehntelangem Frieden auf dem Gebiet der Mitgliedsstaaten verholfen hat und allein deswegen von unschätzbarem Wert ist“, so Quehenberger, der aber auch darauf verweist, dass ein Umdenken und eine Rückbesinnung auf die Grundwerte notwendig ist: „Die EU lebt von der Vielfalt ihrer 27 Mitgliedsstaaten und den Regionen. Ideologiegetriebene Politik, Regulierungswahn und überbordende Bürokratie sind nicht der richtige Weg und schaden dem Ansinnen der Europäischen Union. Gerade Werte wie Eigentum und Verantwortung müssen gefördert und geschützt, die Eigenheiten und Stärken der Regionen anerkannt werden.  Dafür brauchen Salzburg und die Land- und Forstwirte eine starke Stimme in der EU“, so Präs. Quehenberger.


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