• Claudia Hude

Alexandra Meissnitzer plädiert für Rücksicht bei Wandern und Sport


Respektiere deine Grenzen Infokampagne zu Alm und Wald. Foto: Land Salzburg/Franz Neumayr

Salzburgs Almen sind ein Paradies für Wanderer und Freizeitsportler. Wie man mit Rücksicht auf Tiere und Wald seine Freizeit in der herrlichen Natur genießt, darüber klärt „Respektiere deine Grenzen“-Botschafterin Alexandra Meissnitzer in der laufenden Info-Kampagne auf. „Es ist ja ein Geschenk, dass wir die Natur in Salzburg nutzen dürfen und damit sie so bleibt sollten wir vor allem beim Miteinander mit den Weidetieren achtsam sein,“ so Meissnitzer und Landesrat Josef Schwaiger ergänzt: „Besonders in den Weidegebieten auf den heimischen Bergen sind viele Unfälle vermeidbar, wenn wir mit offenen Augen und ein wenig Verantwortungsbewusstsein unterwegs sind.“


Auf Salzburgs Bergen ist Hochsaison für Wanderer, Trailrunner, Mountainbiker und viele mehr, die Zeit in unserer herrlichen Natur und Landschaft verbringen wollen. „Damit das sichere Miteinander von Mensch und vor allem Weidetieren funktioniert, braucht es nur ein wenig Respekt und Vorsicht, wenn man auf den Almen unterwegs ist“, betonen Landesrat Josef Schwaiger und Botschafterin Alexandra Meissnitzer.


Weidevieh braucht seine Ruhe

Immer wieder kam es in der Vergangenheit zu Zwischenfällen mit Weidetieren und Wanderern. „Das kann man vermeiden, indem man genügend Abstand zu den Tieren hält. In den letzten Jahren wurde die Almwirtschaft immer öfter auf Mutterkuhhaltung umgestellt und Muttertiere wollen ihre Jungen besonders beschützen. Deshalb, immer einen großen Bogen um die Tiere machen, Kontakt von Hunden und Kühen vermeiden und den Tieren niemals den Rücken zudrehen“, fasst Landesrat Josef Schwaiger die wichtigsten Grundregeln zusammen.


Brandgefahr durch offenes Feuer

Auf die Brandgefahr durch offenes Feuer in den heimischen Wäldern weist Landesforstdirektor Michael Mitter hin. „Mehr als 90 Prozent der Waldbrände werden vom Menschen verursacht. Gerade wenn trockenes Gras und Holz am Waldboden liegt, sollte man auf keinen Fall seinen Gaskocher in Betrieb nehmen. Jetzt im Sommer trocknet der Boden stark aus und schon eine einzelne Zigarette kann einen verheerenden Brand auslösen. Also am besten auf jegliches offenes Feuer verzichten, auch wenn es nur ein Campingkocher ist“, rät Mitter.


Beim Trailrunning auf die Natur achten

„Respektiere deine Grenzen“-Botschafterin Alexandra Meissnitzer ist nach wie vor begeisterte Sportlerin und genießt auch mal, wie viele andere, beim Trailrunning die schönen heimischen Almen. „Auch wenn es mich manchmal reizen würde eine Abkürzung durch den Wald oder quer durch das Gelände zu nehmen, weiß ich, dass ich dabei Wildtiere stören könnte, die sich zurückziehen um ungestört zu sein. Bleiben wir also auf den markierten Wegen, respektieren wir diese unsichtbaren Grenzen“, so Meissnitzer.


Wichtigste Tipps für den Sommer

  • Die markierten Wege bitte nicht verlassen, beim Wandern und mit dem Mountainbike. Vor allem die Ruhezonen müssen respektiert werden. So bleibt das Wild möglichst ungestört, flüchtet nicht und verlässt nicht seine gewohnten Futterflächen.

  • Hunde unbedingt an die Leine nehmen. Grund: Auch sie stören die Wildtiere und verschrecken oder jagen sie.

  • Wiesen und Felder sind keine Toiletten - Hundesackerl bitte immer mitnehmen und diese auch verwenden. Hundekot ist ungesund für die Weidetiere.

  • Besondere Rücksicht in der Dämmerungs- und Nachtzeit nehmen. Das ist die Essens- und Ruhezeit des Wildes.

  • Handeln mit Hausverstand. Wenn sich jeder und jede rücksichtsvoll verhält, ist die Wirkung für Wild, Wald und Wiesen enorm.