Neuhofer und Schwarzenbacher: Wer im Glashaus sitzt soll nicht mit Steinen werfen.

agrowerbungadmin
Von agrowerbungadmin März 15, 2012 13:24

ÖVP-Agrarsprecherin Resi Neuhofer und LAbg. Josef Schwarzenbacher weisen die Anschuldigungen von SPÖ-Agrarsprecher LAbg. Roland Meisl gegen die Landwirtschaftskammer zurück.


„Der neue Agrarsprecher der SPÖ tritt seine Aufgabe mit einem Rundumschlag gegen die Interessensvertretung der Bauern an. Er stellt völlig falsche Vergleiche zwischen den verschiedenen Kammern her. Offenbar reicht dies als Qualifikation für einen Agrarsprecher bei der SPÖ!“ empören sich die ÖVP-Agrarsprecherin LAbg. Resi Neuhofer und Bauernbundmandatar LAbg. Bgm. Sepp Schwarzenbacher.

Offensichtlich geht der SPÖ-Abgeordnete Meisl davon aus, dass auch andere Kammern wirtschaftlich so miserabel geführt sind, wie die Arbeiterkammer Salzburg. Zeugnis darüber gibt der Rechnungshofbericht 2010:  Ein Beispiel daraus:
Die Eigenkapitalquote betrug zum Zeitpunkt der Prüfung in Salzburg alarmierende 21 Prozent während sie im Bundesschnitt der Arbeiterkammern bei 62,71 Prozent lag.

Die Landwirtschaftskammer hat von der von der SPÖ veranlassten Sonderprüfung des Rechnungshofes nichts zu befürchten. Sie arbeitet seit eineinhalb Jahren an einem Reformprozess um genauso wie die Bauern auch, auf die sich ständig ändernden Anforderungen gerüstet zu sein.

Die Zahlungen des Landes sind gut verwendet, denn zum Unterschied aller übrigen Kammern erledigt die Landwirtschaftskammer neben der Interessensvertretung der Bäuerinnen und Bauern eine Reihe von Aufgaben im Bereich Bildung und Beratung, für die das Land zuständig wäre.

Um Doppelgleisigkeiten zu vermeiden und die Fachleute der Kammer effizient einzusetzen, hat das Land diese Aufgaben per Gesetz der Landwirtschaftskammer zugeteilt. (Nachzulesen im Landwirtschaftskammergesetz, das Herr Meisl mitbeschlossen hat.) Deshalb sind weder der Personalstand, noch die Finanzgebarung mit den anderen Kammern vergleichbar.

„Die Landwirtschaftskammer hat weder Personal noch Geld um seltsame Studien über andere Berufsgruppen zu verfassen, wie dies die AK-Wien getan hat!“, kritisiert Neuhofer die AK-Studien vom Mai 2011 über die Agrareinkommen in Österreich.

„Die Nebenerwerbslandwirte fühlen sich schon lange nicht mehr von der Arbeiterkammer vertreten, obwohl ihnen monatlich die Arbeiterkammerumlage vom Gehalt abgezogen wird. Sie empfinden die ständige Neiddebatte seitens der Arbeiterkammer als permanente Provokation und Geringschätzung ihrer Leistungen“, argumentiert Nebenerwerbsbauer und LAbg. Sepp Schwarzenbacher, dem die Profilierungssucht und Polemik des Salzburger AK-Präsidenten schon oft unangenehm aufgefallen ist.

agrowerbungadmin
Von agrowerbungadmin März 15, 2012 13:24