Nationalrat Franz Eßl: Fordere Entlastung auch für Bauernfamilien

Salzburger Bauernbund
Von Salzburger Bauernbund Januar 29, 2019 16:40

Nationalrat Franz Eßl: Fordere Entlastung auch für Bauernfamilien

Wesentliche Anpassungen sieht die schrittweise in den Jahren 2020 bis 2022 geplante Steuerreform „Entlastung Österreich“ vor. ÖVP-Nationalrat Franz Eßl will im Zuge der Ausarbeitung auch spürbare Erleichterungen im bäuerlichen Bereich erreichen.

Im Rahmen der ÖVP-Klubtagung in Oberösterreich vergangene Woche diskutierten die Abgeordneten über die Eckpunkte der künftigen Steuerreform, die ein Entlastungs-volumen von insgesamt 4,5 Milliarden Euro vorsieht. „Nach der ersten Entlastung der Steuerzahler durch den Familienbonus im heurigen Jahr, die für Familien mit Kindern eine Steuerentlastung von bis zu 1.500 Euro pro Kind bringt, will die Regierung nun weitere Schritt setzen“, zeigt sich Franz Eßl erfreut.

Anpassungen für Landwirte

So sieht der Regierungsentwurf für die gewerbliche Wirtschaft eine Erhöhung der Umsatzgrenze für Kleinunternehmer auf 35.000 Euro vor. „Derartige Umsatzgrenzen zur Pauschalierungsmöglichkeit gibt es auch im bäuerlichen Bereich,  zum Beispiel bei der Direktvermarktung oder bei Urlaub am Bauernhof. Diese wurden jedoch seit Jahren nicht angehoben“, fordert Eßl nun eine Anpassung auch für Landwirte.

Um in der Vollpauschalierung bleiben zu können, schlägt Eßl zudem einen Verzicht der 60-Hektar-Grenze im landwirtschaftlichen Bereich und eine Erhöhung der Einheitswert-grenze von 11.000 auf 15.000 Euro im Forstbereich vor. Außerdem sollte es für Eßl eine Anhebung des Freibetrages bei Ausschüttungen von Agrargemeinschaften geben.

AK will Bauerngelder halbieren

Während Volkspartei und Bauernbund sich um die finanzielle Absicherung der bäuerlichen Familienbetriebe bemühen und Taten setzen, sieht ein von der SPÖ im Parlament eingebrachter Antrag, der auf Forderungen der Arbeiterkammer basiert, eine Halbierung der Bauerngelder vor. Geht es nach deren Vorstellung, sollten nämlich finanzielle Mittel der Ländlichen Entwicklung (ÖPUL und AZ), die an Bauern ausbezahlt werden, zur Hälfte für landwirtschaftsfremde Zwecke umgeschichtet werden.

„Das ist für mich kein zukunftsfähiges Konzept im Sinne der bäuerlichen Familien-betriebe im Alpenraum“, appelliert Eßl an alle Nebenerwerbsbauern, die in Kürze zur AK-Wahl gehen, sehr genau darauf zu achten, wer auf Seiten der Bäuerinnen und Bauern steht und wer Bauerngelder kürzen will.

„Ich werde mich auf jeden Fall weiter dafür einsetzen, dass mit praxisorientierten Lösungen unsere Bäuerinnen und Bauern auch in Zukunft Einkommen erwirtschaften und ihren Beruf am Hof gerne weiter ausüben können und wollen“, betont Eßl.

Martina Kern

Salzburger Bauernbund
Von Salzburger Bauernbund Januar 29, 2019 16:40