Landesvorstand erarbeitet Schwerpunkte für 2019

Salzburger Bauernbund
Von Salzburger Bauernbund Januar 29, 2019 16:25

Landesvorstand erarbeitet Schwerpunkte für 2019

Entlastung für unsere Bauernfamilien und mehr Wertschöpfung durch regionale Lebensmittel!

Im heurigen Jahr stehen wichtige politische Entscheidungen an, die auch unmittelbar Auswirkungen auf die künftige Einkommenssituation der bäuerlichen Familienbetriebe haben werden, stellt Bauernbundlandesobmann LK-Präsident Rupert Quehenberger fest. Bei einer Klausur des Landesvorstandes wurde die weitere Vorgangsweise festgelegt.

Der künftige Finanzrahmen der Europäischen Union, die Ausgestaltung der künftigen Gemeinsamen Agrarpolitik, die Auswirkungen des BREXIT, die Steuerreform, sowie die Herausforderungen, die der Klimawandel an die Bauern stellt, sind die entscheidenden Themen in den kommenden Monaten und Jahren.

Bäuerliche Familienbetriebe stärken

Die Ausrichtung der künftigen Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) ist für die bäuerlichen Familienbetriebe in Salzburg von besonderer Bedeutung. Neben dem finanziellen Rahmen für die GAP – mit dessen Beschlussfassung man erst Ende dieses Jahres rechnen kann – ist vor allem die Ausgestaltung der künftigen Programme entscheidend.

„Wir brauchen eine stabile EU-Agrarfinanzierung und ein Signal zur Stärkung der klein- und mittelbäuerlichen Familienbetriebe. Auch die Vermeidung kostenintensiver und bürokratischer Auflagen sind mir besonders wichtig“, fasst der Bauernbund-Landesobmann, LK-Präsident Rupert Quehenberger die Anliegen der Salzburger Bauern an die GAP-Verhandler zusammen.

Entlastung durch Steuerreform

Die von der Bundesregierung im Grundsatz beschlossene Steuerreform soll in der ersten Etappe eine Entlastung der SV-Beiträge bei den Beziehern niedriger Einkommen bringen.

Bauern leben Naturschutz

Salzburgs Bauern arbeiten und wirtschaften mit der Natur. Der im Vorjahr eingeschlagene partnerschaftliche Weg soll fortgesetzt werden. Die Bäuerinnen und Bauern erwarten sich Naturschutzmaßnahmen mit Hausverstand und auf vertraglicher Basis. Die Zusammenarbeit von Naturschutzbehörde mit den Grundbesitzern auf Augenhöhe ist dabei der Schlüssel zum Erfolg. So soll es laut Quehenberger eine Ausweisung von Schutzgebieten nur mehr einvernehmlich mit dem Grundeigentümer geben.
Die Biotopkartierung soll verschlankt, auf neue Beine gestellt und nach neuen Regeln überarbeitet werden. Der Wolf wird auch in Zukunft nicht vor Salzburg halt machen.

„Die Ausweisung von Weideschutzgebieten und die Absenkung des Schutzstatus in der FFH-Richtlinie sind geeignete Instrumente um auch in Zukunft den Almbauern und Weidetierhaltern Sicherheit zu bieten. Wir brauchen diese Maßnahmen um die traditionelle Alm- und Weidewirtschaft nicht zu gefährden“, ist Quehenberger überzeugt.

Mehr Wertschöpfung durch regionale Lebensmittel

Die Konsumenten legen beim Einkauf von Lebensmitteln immer mehr Wert auf Herkunft und Qualität. Viele erkennen und schätzen den Mehrwert von regionalen Produkten. Traditionelle und natürliche Lebensmittel stehen hoch im Kurs und die Menschen wollen wissen woher das Produkt kommt und wie es erzeugt wurde. Regionale Lebensmittel sind ein Gegenmodell zu Billigware aus einer anonymen und globalen Massenproduktion.

„Salzburgs Bauern haben ihre Hausaufgaben gemacht. Sie produzieren hochwertige Lebensmittel unter Einhaltung strenger Standards im Tierschutz und Umweltbereich und sie erhalten damit eine Kulturlandschaft, um die uns jährlich Millionen von Urlaubsgästen beneiden“, so Landesobmann Rupert Quehenberger.

 

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Von Salzburger Bauernbund Januar 29, 2019 16:25