Landesrat Sepp Eisl: Rohstoffpreise wirken sich kaum auf Brotpreise aus

agrowerbungadmin
Von agrowerbungadmin Oktober 5, 2010 12:30

Der angekündigte Preisanstieg bei Lebensmitteln hängt kaum mit steigenden Rohstoffpreisen zusammen. Die Landwirtschaftskammer Österreich erhebt in regelmäßigen Abständen, inwieweit Rohstoffkosten (Getreide, Milch, usw.) die Verbraucherpreise beeinflussen.


„Das Ergebnis ist eindeutig. Die höheren Brotpreise können kaum auf die Entwicklungen auf den Agrarmärkten zurück geführt werden. Die Rohstoffpreissteigerungen wirken sich kaum auf den Preis der Frühstückssemmel oder des Brotes aus“, sagt Landesrat Sepp Eisl. Bei Mischbrot gehen lediglich 3,7 Prozent, bei einer Semmel 2,0 Prozent und bei einem Kornspitz gar nur 0,9 Prozent des Verbraucherpreises auf Rohstoffpreise zurück.

„Mehr als 96 Prozent der Kosten sind auf andere Faktoren wie Energie, Löhne und Transport zurück zu führen. Wenn man die angekündigte 10 Prozent Verbraucherpreissteigerungen bei Brot nur mit den Rohstoffkosten rechtfertigen will, dann müsste Getreide um mehr als 300 Prozent steigen“, sagt Landesrat Sepp Eisl. „Es ist also überhaupt nicht zu rechtfertigen, dass Brot aufgrund der Getreidepreise um 10 Prozent teurer wird“, so Eisl abschließend.

Die Landwirtschaftkammer Österreich hat bei der Erhebung im August festgestellt, dass ein Kilo Mischbrot rund 2,72 EUR kostet und davon 0,10 EUR ihren Ursprung in Rohstoffkosten haben. Ähnlich zeigt sich das Bild bei Semmeln: von 0,27 EUR gehen rund 0,008 EUR auf landwirtschaftliche Rohstoffe zurück. Bei einzelnen Gebäcksorten wird der Unterschied noch deutlicher, denn dort sind überhaupt nur mehr 0,01 EUR von 0,75 EUR mit Rohstoffpreisen in Verbindung zu bringen.

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Von agrowerbungadmin Oktober 5, 2010 12:30