Haslauer/Schwaiger: Österreichs größte Photovoltaik-Offensive

Salzburger Bauernbund
Von Salzburger Bauernbund März 27, 2015 12:15

Haslauer/Schwaiger: Österreichs größte Photovoltaik-Offensive

Eigenverbrauch ausschlaggebend für Förderung

Das Land Salzburg startet mit 26. März die größte Solaroffensive Österreichs. Ab sofort können Privathaushalte, Unternehmen, Landwirte und Gemeinden eine Förderung bei Errichtung von Photovoltaikanlage beantragen. Der Stromverbrauch ist ausschlaggebend für die Größe der geförderten Anlage. Ziel ist es, dass Anlagen errichtet werden, die eine Eigenverbrauchsquote von mindestens 60 Prozent erreichen. Dadurch steigt die Wirtschaftlichkeit der Anlagen und ermöglicht einen optimierten Einsatz von öffentlichen Mitteln.

Auf-Dach Anlagen forcieren und Wirtschaftsimpuls auslösen

„Diese Photovoltaikoffensive bringt in wirtschaftlich schwierigen Zeiten einen Vorzieheffekt und leistet gleichzeitig einen Beitrag zur Erreichung der Klima- und Energieziele. 2015 und 2016 werden dafür insgesamt 2 Millionen Euro aus den Bereichen Wirtschaft und Landwirtschaft investiert. Der Gedanke dabei ist es, die großen Dachflächen auf Betriebsgebäuden in Wirtschaft und Landwirtschaft, in denen auch unter Tags viel Energie verbraucht wird, zu nutzen, Förderungen des Bundes zu ergänzen und darüber hinaus auch größere Anlagen auf diesen Dächern zu unterstützen“, sagt Landeshauptmann Dr. Wilfried Haslauer.

Hoher Eigenverbrauch und lukrative Förderbedingungen

„Uns ist eine kundenfreundliche und zügige Abwicklung sehr wichtig. Inhaltlich zielt die neue Förderung vor allem auf einen möglichst optimalen Eigenverbrauch ab. Je mehr Sonnenstrom selbst verbraucht werden kann, umso wirtschaftlicher ist die Anlage und umso weniger werden Stromnetze belastet. Bei der Konzeption der Förderung war es uns wichtig, für die jeweilige Zielgruppe von Privathaushalten bis hin zu großen Unternehmungen lukrative Förderungen anzubieten“, sagt Energie-Landesrat Josef Schwaiger. „Wichtig ist es, sich bei der Planung Profis zu holen. Das Land Salzburg bietet hier für Unternehmer die Beratung des Umweltservice Salzburg und für Privatkunden und Landwirt die Dienste der Energieberatung Salzburg an

Die Antragstellung erfolgt über die Internetseite des Landes Salzburg unter www.salzburg.gv.at/wohnen-energie. Insgesamt sind für diese Offensive rund 2 Millionen EUR an Fördergeldern vorgesehen. Experten gehen davon aus, dass dadurch Investitionen in der Höhe von 14 Millionen EUR ausgelöst werden.

Zahlen, Daten, Fakten:

Privathaushalte

Gefördert werden bis zu 3 kWpeak mit je 600 EUR. Die maximale Förderhöhe für eine Anlage im Privatbereich beläuft sich somit auf 1.800 EUR. Die Kosten für eine solche Anlage belaufen sich derzeit auf rund 10.000 EUR. Her ist kein Nachweis der 60 Prozent-Eigenverbrauchsmarke notwendig.

Unternehmen und Landwirte

Aufgrund des hohen Stromverbrauchs von Wirtschaftsbetrieben werden Anlagen bei Unternehmen in der Größe von bis zu 100 kWpeak gefördert. Die maximale Anlagengröße für landwirtschaftliche Betriebe beträgt 25 kWpeak. Die Finanzmittel für die ersten 5 kWpeak kommen für jede Anlage aus dem Klima und Energiefonds des Bundes. Der Nachweis des Eigenverbrauchs erfolgt bei Anlagen bis zu 15 kWpeak über die Jahresstromrechnung und bei größeren Anlagen über einen Nachweis im Rahmen der Planung (zB: durch Energieberatung oder Umweltservice Salzburg)

Folgenden Förderstaffelung wurden festgelegt:

1-5 kWpeak mit je 275 EUR

6-10 kWpeak mit je 500 EUR

11-25 kWpeak mit je 300 EUR

26-100 kWpeak mit je 100 EUR (nur für Unternehmen)

Bei Anlagen größer 5 kwpeak erhält das Unternehmen zusätzlich 1000 EUR Sockelförderung.

Beispiel: Ein Produktionsunternehmen mit 36.000 kWh Jahresstromverbrauch bekommt maximal eine 12 kWpeak-Anlage gefördert (Berechnung: Jahresstromverbrauch/3). Die Förderhöhe errechnet sich wie folgt:

5 kWpeak x               275 EUR

5 kwpeak x               500 EUR

2 kWpeak x               300 EUR

Grundsockel:         1.000 EUR

Gesamtförderung   5.475 EUR

Gemeindeanlagen werden grundsätzlich mit 15 Prozent der Investitionskosten gefördert. Nähere Informationen erhalten Gemeinden im Referat „Tourismus und Gemeindefinanzierung“

Das Umweltservice Salzburg (Ansprechpartner für Unternehmen) ist erreichbar unter www.umweltservicesalzburg.at,
die Energieberatung Salzburg (Privatkunden und Landwirte) unter www.salzburg.gv.at/energieberatung  

oder per Telefon unter: 0662/8042-3151

Salzburger Bauernbund
Von Salzburger Bauernbund März 27, 2015 12:15