Franz Eßl: Vorreiterrolle Österreichs darf kein Wettbewerbsnachteil sein!

agrowerbungadmin
Von agrowerbungadmin Oktober 14, 2011 13:00

ÖVP-Tierschutzsprecher für Kennzeichnung von verarbeiteten Produkten anlässlich des morgigen Welteitages


Beim Verbot der konventionellen Käfighaltung von Legehennen war Österreich wieder einmal Vorreiter in der EU. Seit letztem Jahr gibt es bei uns somit keine Käfigeier aus heimischer Produktion mehr am Markt. In der EU sieht es da ganz anders aus: obwohl am 1.1.2012 alle EU-Länder das Verbot – nach einer zwölfjährigen Übergangszeit – umzusetzen hätten, schätzen Marktexperten, dass noch ein Drittel aller in der EU gehaltenen Legehennen in Käfigen gehalten werden. „Während in Österreich rund 5,7 Millionen Legehennen schon seit drei Jahren in Boden- oder Freilandhaltung gehalten werden, werden in einigen EU-Ländern noch an die 130 Millionen Legehennen in Käfigen gehalten! Sanktionen für diejenigen, die nicht umgestellt haben, sind keine in Sicht und das erhöht auch den Preisdruck für die anderen“, fordert ÖVP-Tierschutzsprecher Abg. z. NR Franz Eßl anlässlich des Welteitages einmal mehr eine klare Kennzeichnung von verarbeiteten Lebensmittelprodukten. „Die Kunden sollen auf einen Blick erkennen, aus welcher Haltungsform Eier für Verarbeitungsprodukte stammen“, betont Eßl.

Denn obgleich bei Frischeiern in Österreich eine klare Kennzeichnung über die verschiedenen Haltungsformen (0 für Bio, 1 für Freiland und 2 für Bodenhaltung) gegeben ist, ist eine Auslobung bei Lebensmitteln, in denen Eier verarbeitet werden, freiwillig. „Das aber macht fast zwei Drittel des Marktes aus“, fordert Eßl in diesem Zusammenhang einmal mehr eine klare Kennzeichnung von verarbeiteten Produkten über Herkunft und Haltungsformen. „Das dient nicht nur der Verbesserung der Kundeninformation sondern auch der Absicherung heimischer Tierschutzstandards“, ist Eßl überzeugt.

Auf europäischer Ebene sind für den ÖVP-Tierschutzsprecher aufgrund der „laschen Umsetzung beim Verbot der konventionellen Käfighaltung in einigen EU-Ländern“ ebenso Maßnahmen notwendig. „Es kann nicht sein, dass diejenigen, die sich nicht an Gesetze halten auch noch am Markt dafür belohnt werden“, fordert Eßl die EU Kommission auf, sicher zu stellen, dass sich auch wirklich alle Mitgliedsstaaten an die strengen Vorgaben halten.

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Von agrowerbungadmin Oktober 14, 2011 13:00