Franz Eßl: Österreich braucht eine flächendeckende Bewirtschaftung!

Salzburger Bauernbund
Von Salzburger Bauernbund März 30, 2017 12:18

Franz Eßl: Österreich braucht eine flächendeckende Bewirtschaftung!

Ein zentraler Punkt im Bericht der Europäischen Kommission zur Landwirtschaft ist für den ÖVP-Abgeordneten Franz Eßl die Marktlage. „Die bäuerlichen Einkommen aus Produktionserlösen waren für die Bauern in den letzten zwei Jahren schwierig, im Milchbereich sogar katastrophal“, weist Eßl in seiner heutigen Plenarrede jedoch auf eine gewisse Trendwende auch aufgrund gezielter Unterstützungsmaßnahmen hin. „Aber natürlich sind wir bei weitem noch nicht da, wo wir mit dem Milchpreis hin müssen.“

 Entscheidend ist für Eßl auch eine Eindämmung der Marktmacht der Handelsketten. „Neuerdings gibt es verstärkt das Bestreben, den Produzenten eine gewisse Bewirtschaftungsweise aufzuzwingen, um Alleinstellungsmerkmale bei den Konsumenten ausloben zu können. Das ist so lange okay, wenn sich das auch im Preis niederschlägt. Aber es kann nicht sein, bäuerliche Betriebe durch und immer neue k.o. -Kriterien auszugrenzen“, kritisiert der ÖVP-Abgeordnete auch die mangelnde Zahlungsbereitschaft der Handelsketten für bäuerliche Produkte.

 Als zentrale Punkte für die neue GAP-Periode nannte Eßl die Aufrechterhaltung des Zweisäulenmodells, eines umfassenden Umweltprogrammes und der Ausgleichszahlungen für Bergbauern und bäuerliche Betriebe in benachteiligten Gebieten. Neue Schwerpunkte seien auch bei viehaltenden Betrieben insbesondere bei der Bewirtschaftung von Steilflächen zu setzen. „Denn eine flächendeckende Bewirtschaftung ist für die Weiterentwicklung des ländlichen Raumes ein wesentlicher Faktor“, unterstützt Eßl die Initiative des Landwirtschaftsministers „Heimat.Land.Lebenswert“, die eine Stärkung des ländlichen Raumes zum Ziel hat.

 

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Von Salzburger Bauernbund März 30, 2017 12:18