Eisl: Vereinfachung der Bürokratie für Kleinbetriebe ist nötig.

agrowerbungadmin
Von agrowerbungadmin Juli 27, 2010 12:26

Die kleinen Nebenerwerbsbetriebe sollen durch Vereinfachungen in den Aufzeichnungspflichten ab der neuen Programmperiode entlastet werden. Dies würde auch Verwaltungskosten sparen.


Landesrat Sepp Eisl ist vor kurzem zu Arbeitsgesprächen nach Brüssel gereist. Unter anderem hat er mit dem Österreicher und Kabinettchef des Agrarkommissars Georg Häusler über die zukünftige Ausrichtung der gemeinsamen EU-Agrarpolitik gesprochen. Im Zentrum des Gesprächs standen die Anliegen der Salzburger Bäuerinnen und Bauern.

„Wir befinden derzeit in einer sehr wichtigen agrarpolitischen Phase. Es werden allerorts die neuen Programmentwürfe für die Förderperiode nach 2013 erarbeitet. Für uns in Salzburg ist es wichtig, dass wir vor allem unsere kleinen Betriebe weiter entlasten. Wir haben unter anderem darüber diskutiert, den bürokratischen Aufwand für bäuerliche Kleinbetriebe zu senken. Kleinbetriebe sollen zukünftig ohne viel bürokratischen Aufwand ihre Förderungen ausbezahlt bekommen. Davon würden Betriebe in Salzburg stark profitieren. Mehr als 50 % der rund 10.000 landwirtschaftlichen Betriebe sind im Nebenerwerb. Weiters ist es mir ein wichtiges Anliegen, dass die Anforderungen unserer Regionen bei der Neuabgrenzung benachteiligter Gebiete berücksichtigt werden,“ sagt Agrarlandesrat Sepp Eisl nach dem Gespräch mit Kabinettchef Häusler.

Georg Häusler sagte zu, dass gerade der Bereich der Entbürokratisierung für Kleinbetriebe in die Überlegungen des Kommissionsvorschlages im Spätherbst des heurigen Jahres einfließen zu lassen.

„Im Rahmen der Diskussionen in Brüssel und mit anderen Mitgliedsländern werden wir uns auf Kriterien für Kleinbetriebe einigen müssen. Man kann hier Einheitswerte oder etwa Betriebsgrößen heranziehen. Vor allem viele Nebenerwerbsbetriebe leiden unter zunehmender Arbeitsbelastung. Die Betriebsführer gehen oft von Montag bis Freitag in die Arbeit und am Abend und Wochenende steht die Hofarbeit an. Mir ist es wichtig, dass wir die Bäuerinnen und Bauern vor allem im Bereich der Bürokratie entlasten. Es ist wichtig, dass nur wirklich notwendige Aufzeichnungen gemacht werden müssen. Darüber hinaus schaffen wir hier auch eine Verwaltungsvereinfachung für betroffenen Behörden. Gerade in Sparzeiten ebenfalls ein wichtiger Aspekt“, so Eisl abschließend.

Neben dem Gespräch mit Agrar-Kabinettchef Georg Häusler standen auch Gespräche mit Energiekommissar Günther Öttinger und Regionalkommissar Johannes Hahn auf dem Programm.

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Von agrowerbungadmin Juli 27, 2010 12:26