Dringl. Antrag: Steuerreform – Entlastung bäuerlicher Familienbetriebe

Salzburger Bauernbund
Von Salzburger Bauernbund März 18, 2019 11:55

Mit der geplanten Steuerreform sollen von 2020 bis 2022 schrittweise auf 4,5 Milliarden Euro ansteigende Entlastungen für die Bürger und die Wirtschaft umgesetzt werden. Im Zuge der Steuerreform sind auch Entlastungen bei den Sozialversicherungsbeiträgen für die Bezieher niedriger Einkommen vorgesehen. Bereits im kommenden Jahr sollen vor allem Niedrigverdiener durch eine Senkung der Sozialversicherungsbeiträge mit einem Volumen von 700 Millionen Euro entlastet werden. Darüber hinaus sind eine Erhöhung der Werbekostenpauschale und eine Anhebung der Kleinunternehmergrenze im Umsatzsteuerrecht in Diskussion.

Die schwierige Einkommenssituation vor allem im Grünland, sowie im Berggebiet, steigende Produktionsauflagen und hohe Beiträge zur Sozialversicherung bringen vor allem kleinere landwirtschaftliche Familienbetriebe in wirtschaftliche Bedrängnis.

Vor diesem Hintergrund fordert die Fraktion des Salzburger Bauernbundes in der Vollversammlung der Landwirtschaftskammer Salzburg in ihrem

D r i n g l i c h e n   A n t r a g

Der Präsident der Kammer für Land- und Forstwirtschaft Salzburg möge sich bei der österreichischen Bundesregierung, insbesondere beim Bundesminister für Finanzen sowie der Bundesministerin für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz dafür verwenden, dass bei der Umsetzung des Regierungsprogrammes folgende Punkte Berücksichtigung finden:

  • Streichung der Flächengrenze von 60 ha reduzierter landwirtschaftlicher Nutzfläche für die Vollpauschalierung.
  • Anhebung der Grenze für die Unterordnung des land- und forstwirtschaftlichen Nebenerwerbs (Be- und Verarbeitung, Almausschank, usw.) von € 33.000 (inklusive Umsatzsteuer) auf € 50.000,– (inklusive Umsatzsteuer).
  • Anhebung der Kleinunternehmerregelungsgrenze in der Mehrwert-steuersystemrichtlinie der EU auf € 50.000.
  • Anhebung der im Zusammenhang mit der Verpflichtung zur Verwendung eines elektronischen Aufzeichnungssystems (Registrierkasse) stehenden Umsatzgrenze für Hüttenumsätze und die „Kalte-Hände-Regelung“ von derzeit € 30.000 (ohne Umsatzsteuer) auf € 50.000,– (inklusive Umsatzsteuer).
  • Entlastung der körperschaftlich organisierten Agrargemeinschaften durch die Anpassung des Freibetrages bei Geld- und Sachausschüttungen von derzeit € 2.000,– auf € 4.000,–

Salzburg, am 15. März 2019

Salzburger Bauernbund
Von Salzburger Bauernbund März 18, 2019 11:55