Brauchen rasche Lösung für grüne Grenzen – Abg.z.NR Carina Reiter

Monika Jansel
Von Monika Jansel Juli 9, 2020 12:41

Brauchen rasche Lösung für grüne Grenzen –                Abg.z.NR Carina Reiter

Die letzten Tage waren spannende für die Land- und Forstwirtschaft. Im Zuge der Klausur der Bundesregierung wurde das Entlastungs- und Investitionspaket für die Land- und Forstwirtschaft präsentiert, das heißt 400 Mio. Euro für die österreichischen Bauernfamilien. Maßnahmen, die berechtigt schon lange gefordert wurden, und nun auf den Weg gebracht werden. 

Einige der wichtigsten Punkte daraus sind für mich:

  • Abschaffung der Vollpauschalierungsgrenzen für 60 Hektar bewirtschaftete reduzierte landwirtschaftlich genutzte Fläche.
  • Anhebung der Umsatzgrenze für landwirtschaftliche Nebentätigkeiten und zukünftige Valorisierung.
  • Unterstützung der bäuerlichen Mindestpensionen durch eine Absenkung des fiktiven Ausgedinges. 

Diese Maßnahmen machen Sinn und bewirken substantielle Verbesserungen. Auch für unsere Jungbäuerinnen und Jungbauern ergeben sich daraus Chancen und Perspektiven. Alles in allem also Grund zur Freude. Darunter hat sich aber gerade im politischen Diskurs eines gemischt und zwar das altbekannte ideologische Hick-Hack. 

Gerade in der Krise hat sich gezeigt, wie wichtig unsere bäuerlichen Familienbetriebe sind und von allen Seiten kamen Bekundungen die das unterstrichen haben. Wie viel solche Aussagen dann oft wert sind, sieht man wenn es um das Eingemachte geht und so wie jetzt Entlastungen beschlossen werden. Plötzlich sind die alten Gräben wieder da. Hier wird von Privilegien, Klientelpolitik und Bevorteilung gesprochen. Wenn man aufmerksam zuhört muss man sich schon wundern. Hier geht es aus meiner Sicht um faire Maßnahmen für unserer Bäuerinnen und Bauern. 

Es ist alles andere als gerecht, hier bewusst Vorurteile und Spaltung zu fördern. So kommen wir nicht weiter und im Endeffekt hat keiner etwas davon. Die Bäuerinnen und Bauern sorgen für regionale Lebensmittel, gestalten unseren ländlichen Raum und erzeugen Wertschöpfung im ländlichen Raum. Manchmal kommt mir vor es fehlt  von Teilen unserer Bevölkerung noch immer das Bewusstsein für diese Leistungen. Dieses Bewusstsein ist aber unerlässlich um auf faire Weise über Landwirtschaft reden zu können. Vorverurteilungen bringen uns nicht weiter.

Was würde es also brauchen, damit wir auf Augenhöhe reden können, wenn es um unsere Bauernfamilien geht?

Es braucht Respekt.

Es braucht Wertschätzung.

Es braucht ein Miteinander!

Monika Jansel
Von Monika Jansel Juli 9, 2020 12:41