Biber Fischotter (dringlich)

Salzburger Bauernbund
Von Salzburger Bauernbund März 11, 2016 11:27

Europas größtes Nagetier, der Biber ist wieder zurück. Die Schäden – verursacht durch seine Nagetätigkeit – haben in den letzten Jahren im Bundesland Salzburg wesentlich zugenommen. Neben den wirtschaftlichen Schäden durch das Fällen von Bäumen, den Verklausungen und dadurch ausgelösten Überschwemmungen, die sich bis ins Wohngebiet ausdehnen können.

Auch der Fischotter ist mittlerweile fast flächendeckend in den naturnahen Gewässern Salzburgs heimisch geworden. Mit ihrem Tagesbedarf von 0,5 bis 1 kg Fisch pro Tier werden heimische Fischgewässer wirtschaftlich entwertet, eine naturnahe Kleinteichwirtschaft ist mittlerweile nicht mehr rentabel.

Biber und Fischotter sind in der FFH Richtlinie (Flora-Fauna-Habitat) der EU als „geschützte Tierart“ verankert. Die Nennung dieser beiden Arten im Anhang II und IV der FFH-Richtlinie regelt, dass für deren Erhalt Schutzgebiete ausgewiesen werden müssen und Artenschutzbestimmungen einzuhalten sind.

Um die wirtschaftlichen Schäden durch Biber und Fischotter zu reduzieren, fordern die Mitglieder der Fraktion des Salzburger Bauernbundes in der Vollversammlung der Landwirtschaftskammer in ihrem

 

D R I N G L I C H E N     A N T R A G

 

Der Präsident der Landwirtschaftskammer Salzburg möge sich beim ressortzuständigen Mitglied für Umwelt- und Naturschutz in der Salzburger Landesregierung dafür einsetzen, dass Maßnahmen gesetzt werden, damit

  • Grundeigentümer bei auftretenden wirtschaftlichen Schäden, verursacht durch Biber oder Fischotter schadlos gehalten werden.
  • gemeinsam mit der Landwirtschaft ein Maßnahmenkatalog betreffend Naturraummanagement und Entschädigung erarbeitet wird.

Salzburg, am 11. März 2016

Salzburger Bauernbund
Von Salzburger Bauernbund März 11, 2016 11:27