Bachleitner: Wie erkennen die Bauern, dass Wahlen sind?

Salzburger Bauernbund
Von Salzburger Bauernbund April 10, 2013 13:43

Wann hat sich Burgstaller zum letzten Mal um die Bauern gekümmert? Richtig: vor der Landtagswahl 2009. Sie empfing damals die Gruppe der Milchausschütter, sprach schöne Worte und kaufte eine Plüschkuh. Das gab ein schönes Foto: eine rote Plüschkuh und Frau Burgstaller.

Schöne Wahlreden sind das eine, die tägliche Politik wieder ganz was anderes: In der Zeit zwischen den Wahlen fordern Burgstaller und ihre SPÖ-Agrarsprecher Folgendes:

·    Das Agrarbudget im Land muss gekürzt werden. Nur das Mindesterfordernis für die Auslösung der Zahlungen aus Brüssel darf budgetiert werden – nicht der Ansatz von Landesrat Sepp Eisl: dass jeder Euro in Brüssel abgeholt werden kann.

·    Bei den Großabnehmern wie zB. Landeskrankenanstalten ist keine Rede mehr von der versprochenen Verwendungen von Biolebensmitteln.

·    Die SPÖ unterstellt den Almbauern Steuerhinterziehung (Robert Zehentner).

·    Sie will die Förderungen für die Bergbauernmaschinen kürzen (Robert Zehentner)

·    Die Arbeiterkammer fordert ein Ende der Pauschalierung der landwirtschaftlichen Betriebe.

·    Die Arbeiterkammer verlangt bei jeder Gelegenheit eine Senkung der Lebensmittelpreise.

·    SPÖ-LAbg Ingrid Riezler sagte: „… Eine LW-Abteilung mit 440 Personen, die keiner mehr wirklich braucht…“ und fordert damit die Abschaffung der Bezirksbauernkammern und der Landwirtschaftskammer.

Jetzt will Burgstaller plötzlich als Retterin der Almbauern auftreten, obwohl sie diese bisher nicht wahrgenommen hat. – Ach ja, es sind ja Wahlen in Sicht und die Kronenzeitung ist auf das Thema aufgesprungen.

LK-Präsident Abg. z. NR Franz Eßl, ÖVP-Agrarsprecherin LAbg. Theresia Neuhofer, LWK-Rat Anton Wallner, LWK-Rätin Alexandra Lemberger und die Ortsbäuerin Claudia Entleitner sind seit zwei Jahren – und nicht erst jetzt weil Wahlen anstehen – dabei die Bauern zu informieren, Einsprüche zu formulieren und haben bei allen möglichen Stellen – auch im Landwirtschaftsministerium – mit Unterstützung von Wilfried Haslauer und Michael Spindelegger vorgesprochen, um eine Lösung des Problems zu erreichen und sie waren bereits erfolgreich. Die angedrohten Sanktionen sind weg.

Die Gruppe um den Unabhängigen Bauernverband ist seit 2010 in der Landwirtschaftskammer. Sie glänzen durch Abwesenheit bei den Ausschusssitzungen. Sie stimmen gegen eigene Anträge. Ansonsten ist es  ziemlich still geworden. Um die Almbauern haben sie sich  nicht gekümmert – bis jetzt – denn jetzt sind ja Wahlen und da kann man wieder auf mediales Interesse treffen und auf ein Foto mit Gabi Burgstaller kommen.

Gott sei Dank sind die Bauern nicht auf den Kopf gefallen. Sie wissen, dass sie mit Wilfried Haslauer und Sepp Schwaiger verlässlichere Partner für die Zukunft haben, die auch in den Zeiten, wo keine Wahlen anstehen, für ihre Interessen eintreten.

Ing Josef Bachleitner
Direktor des Salzburger Bauernbundes

Salzburger Bauernbund
Von Salzburger Bauernbund April 10, 2013 13:43