Antrag: Mercosur-Handelsabkommen

Salzburger Bauernbund
Von Salzburger Bauernbund Juni 4, 2018 10:11

Die Europäische Union und die Mercosur-Staaten (Argentinien, Brasilien, Paraguay und Uruguay) verhandeln über ein Handelsabkommen. Während die EU vor allem an Handelserleichterungen für Industrieprodukte interessiert ist, fordern die südamerikanischen Länder einen deutlich stärkeren Marktzugang für agrarische Produkte, wie zum Beispiel Rindfleisch, Ethanol und Zucker.

Der Anbau von Futtermitteln und die Ausweitung der Rindermast ist zudem für die Vernichtung des Regenwaldes – verbunden mit einem Verlust der Artenvielfalt und einer Änderung des Weltklimas – mitverantwortlich. Angesichts der bestehenden Unsicherheit auf den Agrarmärkten und aufgrund des bevorstehenden Brexits ist eine weitere Öffnung des Marktes abzulehnen.

Die Mitglieder der Fraktion des Salzburger Bauernbundes in der Vollversammlung der Kammer für Land- und Forstwirtschaft Salzburg fordern daher in ihrem

D R I N G L I C H E N   A N T R A G

die Österreichische Bundesregierung auf, sich für eine Änderung des Verhandlungsmandats auf der europäischen Ebene einzusetzen, dass nicht die Interessen der Industrie jener der bäuerlichen Familienbetriebe geopfert werden. Im Speziellen möge sich die Bundesregierung dafür verwenden, dass

  • die Europäische Union keine Importquoten zulässt, welche auf den heimischen Märkte ein Ungleichgewicht erzeugen
  • dass bei sensiblen landwirtschaftlichen Produkten wie Rindfleisch, Zucker und Ethanol akzeptable Mengenbeschränkungen mit Einfuhrlizenzen und auch das Vorsorgeprinzip analog zum CETA-Abkommen enthalten ist
  • importierte Lebensmittel den EU-Lebensmittelstandards, d.h. ohne Verwendung von Wachstumsförderern und Gentechnik, entsprechen.

 

Salzburg, am 1. Juni 2018

Salzburger Bauernbund
Von Salzburger Bauernbund Juni 4, 2018 10:11