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Neuhofer: Lebensmittel: Österreich nur drauf schreiben, wo auch Österreich
drin ist - AMA-Gütesiegel und Bio-Zeichen geben Sicherheit

Eßl: Bauernbund erneut mit klarer Mehrheit zur Interessensvertretung der Salzburger Bauern gewählt
Eßl: Bilanz und Aussichten: Schwerpunkte der Landwirtschaftspolitik 2010–2015
Grillitsch: Österreichische Qualität garantiert höchste Lebensmittelsicherheit
Neuhofer:  Keine neuen Steuern auf Grund und Boden
Schwarzenbacher:  Landesrat Blachfellner erstaunlich uninformiert
Eßl: Verurteile SPÖ-Frontalangriff auf unsere Bauern
Neuhofer: Blachfellner gefährdet Existenz von 450 Salzburger Bauern
Strasser: Blachfellner gefährdet Arbeitsplätze in der Landwirtschaft
Eßl zu Missverständnissen unter konventionell wirtschaftenden Bauern:
Tierhaltung: Bauern brauchen praktikable Regelungen

Präsident Eßl: Kämpfe laufend für praktikable Bedingungen in der Tierhaltung
Bäuerinnen präsentieren ihre Vorhaben für die kommende Funktionsperiode
Stadtbauern: SPÖ und BL streichen Förderungen
Landesbauernrat beschließt einstimmig Kandidaten/innen Liste für Landwirtschaftskammerwahl 2010
Flachgauerin gewinnt Hauptpreis des Bauernbundgewinnspiels
Franz Eßl: Heimische Konsumenten haben hohes Qualitätsbewusstsein
 Berlakovich zeichnet Gewinnerinnen des Bäuerinnen - Wettbewerbs aus
Gfrerer: Eine starke Stimme der Bauern in Brüssel verhindert!
Strasser: Mehr Transparenz durch Transferkonto 
Eßl: Unsere Bauern sind eine große Tierschutzbewegung  
 Salzburger Bauern diskutierten kritische Situation am Milchmarkt  
 Lieferboykott ist nicht die Lösung  
 Hölzl: AMA-GASTROSIEGEL für Bauernherbstwirte
Franz Eßl: Bauernbund-Herbstaktion wirbt für Qualität aus Österreich
Landwirtschaftskammerpräsident verweist auf wichtige Leistungen für das Land  
 

 


LAbg. Theresia Neuhofer: AMA-Gütesiegel und Bio-Zeichen geben Sicherheit

Lebensmittel: Österreich nur drauf schreiben, wo auch Österreich drin ist

"Herkunft und Kennzeichnung von Lebensmitteln dominieren immer wieder die
Schlagzeilen. Zum Schutz der Konsumentinnen und Konsumenten und als wichtigen
Beitrag zur Unterstützung der heimischen Landwirtschaft und ihrer hochwertigen
regionalen Produkte ist eine klare Kennzeichnung unumgänglich. Österreich darf nur
dort draufstehen, wo tatsächlich auch Österreich drin ist. Das ´AMA´-Gütesiegel ist
das einzige Zeichen, welches garantiert, dass sämtliche Produktionsschritte (von der
Aufzucht bis zur Verpackung) in Österreich liegen. Darüber hinaus gibt das grün
hinterlegte ´Bio-Zeichen´ Auskunft darüber, dass es sich bei dem damit
gekennzeichneten Lebensmittel um ein heimisches Bio-Produkte handelt. Nur hinter
diesen zwei Kennzeichnungen steht eine strenge Kontrolle, die dem Konsument
Gewissheit über die österreichische Herkunft der Lebensmittel gibt. Auf diese
Tatsache weisen wir mit zahlreichen Initiativen verstärkt hin", so ÖVPLandwirtschaftssprecherin
LAbg. Resi Neuhofer.
"Es ist dem mündigen Bürger selbstverständlich unbenommen zu entscheiden,
welche Produkte er kauft. Damit der Bürger diese bewusste Entscheidung auch
treffen kann, braucht es aber klare Kennzeichnungen, damit sofort sichtbar wird, ob
es sich um heimische Lebensmittel oder um Lebensmittel aus dem Ausland handelt.
Unabhängig davon wird sich unser Bemühen aber weiterhin darauf konzentrieren,
die Konsumenten von der Qualität und den Vorzügen heimischer Produkte zu
überzeugen. Laut aktuellen Umfragen steht bei Konsumenten die Regionalität von
Lebensmitteln hoch im Kurs", so Neuhofer abschließend.

LWK-Präs. NR Franz Eßl: Bauernbund erneut mit klarer Mehrheit zur Interessensvertretung der Salzburger Bauern gewählt.
Das Ergebnis von 68,1 Prozent ist ein klarer Auftrag, mit Elan die Weichenstellungen der Zukunft anzugehen.

"Ich danke allen Salzburger Bauern, die den Bauernbund mit mehr als 68 Prozent erneut zur weitaus stärksten Fraktion gewählt haben. Damit ist gewährleistet, dass die Bauern mit einer starken Stimme vertreten werden und dass die herausfordernden Weichenstellungen bis 2013 mit Tatkraft getroffen werden können. Der Anstieg der Wahlbeteiligung ist ein positives Signal für die Bedeutung der Landwirtschaftskammer", sagt LWK-Präs. NR Franz Eßl in einer ersten Reaktion auf das Ergebnis der LWK-Wahlen in Salzburg.
"Ich gratuliere den unabhängigen Bauern zu ihrem Wahlergebnis und hoffe, dass sie ihren Worten nun auch Taten folgen lassen. Die Salzburger Bauernschaft muss mit geeinter Stimme sprechen, um sich Gehör verschaffen zu können", so Eßl.
Mit 20 Mandaten hat der Bauernbund exakt jenes Quorum erreicht, das LWK-Präs. Abg. z. NR Franz Eßl bei seinem ersten Antreten 1995 erreicht hatte. Dazwischen konnte das Ergebnis sogar auf 23 Mandate bzw. zuletzt 24 Mandate (mit 8 Stimmen abgesichert) ausgedehnt werden. "Das Ergebnis ist freilich nicht berauschend für uns. Doch bei aller Enttäuschung über den Verlust von vier Mandaten ist klar, dass der Bauernbund klare Nummer 1 bleibt und mit 68,1 Prozent mit mehr als einer Zweidrittelmehrheit ausgestattet ist."
Im Vorfeld der Wahlen kam klar zutage, dass die derzeit besonders schwierige Situation der Bauern in Europa auch Salzburger Bauern in ihren Bann zieht. "Auch wenn das Wahlkampfmatch dem Motto glich ‚Alle gegen den Bauernbund’, halte ich am heutigen Tage fest, dass wir weiterhin mit vollem Einsatz für alle Bauern arbeiten. Dies setze ich auch bei den anderen Fraktionen voraus, immerhin stehen in naher Zukunft wichtige Entscheidungen bevor. Mein Grundverständnis von Bauernvertretung bleibt auch in Zukunft davon gekennzeichnet, dass die Wahrheit gesagt werden muss. Dieses Grundverständnis ist auch von den anderen Fraktionen zu erwarten", sagt LWK-Präs.Abg.z.NR. Franz Eßl abschließend.


Franz Eßl, Präsident der Landwirtschaftskammer Salzburg, über Bilanz und Aussichten:
Schwerpunkte der Landwirtschaftspolitik 2010–2015

In der ablaufenden Funktionsperiode wurde in der Landwirtschaftskammer Salzburg gute Arbeit geleistet. Dies wurde uns von den Bäuerinnen und Bauern im Rahmen einer im Herbst durchgeführten Umfrage auch bestätigt. Dabei wurde in praktisch allen Bereichen die Arbeit der Mitarbeiter und Funktionäre in einem überaus hohen Maße honoriert. Für die Zukunft erwarten sich die Bäuerinnen und Bauern eine starke Vertretung vor allem im Rechts- und Steuerbereich sowie im Bildungsbereich.

 
Agrarpreise

Mit der europaweiten Verlängerung der Quotenregelung über das Jahr 2006 hinaus, bis zum 31. März 2015, konnte den Wünschen der heimischen Bauern Rechnung getragen werden. Eine weitere Verlängerung scheitert allerdings an den eindeutigen Mehrheitsverhältnissen in der EU. 23 von 27 Mitgliedsstaaten sind gegen eine Fortführung nach 2015.

Mit Verteilaktionen der Bäuerinnen, mit dem Tag der offenen Stalltür (mehr als 40.000 Besucher) im Rahmen der Woche der Landwirtschaft, sowie mit einer Sympathieaktion der Landwirtschaftskammer, gemeinsam mit den anderen Sozialpartnern, für regionale Produkte ist es uns gelungen die heimischen Konsumenten vom Wert und vom Mehrwert der bäuerlichen Produkte zu überzeugen.

 

Direktzahlungen

Abg. z. NR Ök.-Rat Franz Eßl, Präsident der Landwirtschaftskammer Salzburg: „Ein Schwerpunkt der agrarpolitischen Arbeit lag in der Sicherung und dem Ausbau von Direktzahlungen. So wurde am Programm Ländliche Entwicklung 07–13, aber auch am sogenannten ,Health-Check’ intensiv mitgearbeitet um für die Bauern in Salzburg EU-Gelder zu sichern. So ist es gelungen, auch neue Maßnahmen wie die Milchkuhprämie oder die Auslauf- und Weideprämie auch für Salzburgs Rinderhalter durchzusetzen. Seit 2010 fließen so zusätzlich mehr als 8 Mill. Euro pro Jahr direkt zu den heimischen Betrieben. In Summe kommen damit mit den Marktordnungszahlungen und dem Programm Ländliche Entwicklung (Umweltprogramm und Ausgleichszulage) fast 100 Mill. Euro jährlich zu den Bauern in Salzburg und ermöglichen somit eine Absicherung der flächendeckenden Bewirtschaftung.“

 

Rahmenbedingungen

„Gekämpft habe ich auch für verbesserte Rahmenbedingungen in der Tierhaltung. Bei den Standmaßen konnte von mir im Nationalrat eine zehnprozentige Toleranzregelung erreicht werden. Zudem habe ich eine Verlängerung der Ausnahme vom Verbot der Anbindehaltung im Biobereich für alle Betriebe bis 2013 erreicht. Darüber hinaus gibt es eine Ausnahmeregelung für Betriebe bis 35 GVE“, so Präsident Eßl.

Um das generelle Ziel, nämlich die Sicherung der flächendeckenden Bewirtschaftung durch möglichst viele bäuerliche Familienbetriebe, zu erreichen, ergeben sich für die zukünftige Arbeit eine Reihe von Schwerpunkten:

 

Schutz des Eigentums:

Zu allererst geht es um den Schutz des Eigentums: „Daher wehre ich mich gegen Übergriffe und gesetzliche Anschläge, die das Eigentum auszuhöhlen versuchen“, so Präsident Franz Eßl. „Im Bereich der Agrarbürokratie verlange ich künftig mehr Augenmaß, vor allem bei den oft überzogenen Sanktionen für formale oder geringe Verstöße“, so Eßl weiter.

 

Unbürokratisches Steuersystem:

Ziel ist die Aufrechterhaltung des vom Ertragswert abgeleiteten Einheitswertes und der Pauschalierung als unbürokratisches System zur Besteuerung in der Land- und Forstwirtschaft. 

„Eigentum muss leistbar bleiben. Vehement verwehre ich mich daher gegen jede neue Form der Besteuerung von Eigentum, insbesondere von Grund und Boden“, stellt Präsident Eßl fest.

 

Einkommen erwirtschaften:

Die Bauern brauchen verlässliche Erzeugerpreise. Wirtschaftsexperten rechnen bis zum Jahr 2018 mit einem Ansteigen der Agrarpreise um ca. zehn Prozent bei Rind- und Kalbfleisch und mit einem Plus von 20 bis 35 Prozent bei Milchprodukten. Nicht die Politik, sondern Angebot und Nachfrage bestimmen den Preis. Mit Vermarktungsinitiativen sollen der Heimmarkt gefestigt und neue Märkte erschlossen werden. Dazu gibt es ein klares Bekenntnis zu den heimischen Verarbeitungsbetrieben. Wirtschaftlich starke Verarbeitungsbetriebe sind in der Lage Produktinnovationen zu setzen und den Bauern gute Preise zu zahlen. In Hinblick auf das Auslaufen der Quotenregelung wird dabei den genossenschaftlichen Einrichtungen erhöhte Bedeutung zukommen.

Die Bauern brauchen Direktzahlungen für Umweltleistungen und einen Ausgleich für natur- und strukturbedingte Nachteile. Auf nationaler und internationaler Ebene werden in den nächsten Monaten die Rahmenbedingungen für die Agrarpolitik nach 2013  abgesteckt, sowohl was die Finanzierung als auch was den Inhalt der Programme betrifft. „Wenn wir unsere Forderungen wiederfinden wollen, müssen wir uns tatkräftig einbringen. Dies wird uns durch unser vorhandenes Netzwerk auf Landes- und Bundesebene sowie hinaus zur Europäischen Kommission auch gelingen“, so Eßl. „Mein Ziel ist es, dass das Zwei-Säulen-Modell aufrechterhalten bleibt. Die Direktzahlungen aus dem Marktordnungsbereich und die bewährten Programme wie das Umweltprogramm oder die Ausgleichszulage, die Investitionsförderung oder die Jungübernehmerprämie sowie das umfassende Programm der Ländlichen Entwicklung insgesamt sollen weitergeführt werden. Für unsere Grünlandbauern in der Alpenregion fordere ich ganz konkret einen Ausgleich der höheren Produktions- und Transportkosten“, so Eßl weiter.

Das Agrarland Salzburg muss durch die Aufrechterhaltung der Milch- und Rinderwirtschaft sowie durch die Optimierung der Waldwirtschaft und der Bioenergie gestärkt werden. Der Einsatz von Bauernstoffen, also Rohstoffen aus der Land- und Forstwirtschaft, ist weiterhin verstärkt zu forcieren.


Unsere Jugend braucht Perspektiven. Daher werden wir weiterhin eine gute Ausbildung unserer künftigen Hofnachfolger in den Landwirtschaftsschulen einfordern, die Weiterbildung intensivieren und attraktiv gestalten sowie für eine nachhaltige soziale Absicherung eintreten.

Bauernbundpräsident Fritz Gillitsch: 
Österreichische Qualität garantiert höchste Lebensmittelsicherheit

„Wir lassen uns die heimische Qualität nicht durch zweifelhafte Produkte, in denen ausschließlich ausländische Rohstoffe verarbeitet werden, kaputtmachen“, kommentiert Bauernbund-Präsident Fritz Grillitsch die Hintergründe zu listerienverseuchten Molkereierzeugnissen der Firma Prolactal. Hier sei die Produktkennzeichnung „völlig irreführend“, kritisiert Grillitsch. Wo unter steirischer Bezeichnung um Konsumenten geworben wird, müsse auch Steiermark drin sein. „Faktum ist, dass in diesen Quargel-Produkten nachweislich kein einziger Tropfen österreichische Milch, sondern deutscher Topfen verarbeitet wird“, stellt der Bauernbund-Präsident klar. „Die österreichische Landwirtschaft produziert in einer Güte und Qualität, die sich das Vertrauen der Verbraucher hundertprozentig verdient hat.“ Grillitsch bringt es auf eine einfache Formel: „100 % Heimisch = 100 % Sicher.“
 
AMA-Gütesiegel garantiert höchste Lebensmittelqualität.
 
„Wenn der Konsument zum heimischen AMA-Gütesiegel greift, hat er die volle Sicherheit, dass nur beste Rohstoffe verwendet werden und die Verarbeitung nach dem strengen Lebensmittelkodex erfolgt. Nirgendwo sonst in Europa sind die Kontrollen so streng und gelten für Lebensmittel so harte Auflagen wie in Österreich“, betont Grilitsch. In Aufklärungskampagnen weise man den Konsumenten unermüdlich darauf hin, dass für ausländische Billigimporte und austauschbare Eigenmarken der Handelsketten, die zum Schleuderpreis über den Ladentisch wandern, keinerlei Qualitätsgarantie abgegeben werde könne. „Mit AMA-Gütesiegel und dem AMA Bio-Gütesiegel hat der Konsument hingegen die 100-prozentige Sicherheit, dass beste Inhaltsstoffe, die streng kontrolliert werden, nach höchsten Standards verarbeitet werden.“
„Bitte achten Sie verstärkt auf die Herkunft der Ware“, appelliert Grillitsch an die Konsumenten. Die Politik müsse hingegen dafür sorgen, dass der „Wildwuchs an teilweise nicht staatlich vergebenen Wort-Bild-Marken von Firmen, die viel versprechen, aber nicht kontrolliert werden“, schnellstens bereinigt werde. „Schluss mit Irreführung des Konsumenten durch Werbung oder Kennzeichnung“, fordert der Bauernbund-Präsident.  „Gesundheitsminister Stöger soll endlich seine Blockadehaltung bei der Lebensmittelkennzeichnung aufgeben und ein verbessertes Gütesiegelgesetz vorlegen“, sagt Grillitsch. Die Kriterien dafür müssen neben menschlicher, tierischer und pflanzlicher Gesundheit vor allem auch österreichischer  Herkunft, Tierschutz und Nachhaltigkeit sein. „Andernfalls gefährdet Stöger die Gesundheit der Menschen“, so Grillitsch abschließend.



LAbg. Theresia Neuhofer:
Keine neuen Steuern auf Grund und Boden!

Als „besorgniserregend und unakzeptabel“ bezeichnet ÖVP-Landwirtschaftssprecherin Theresia Neuhofer in Reaktion auf die gestrige Pressestunde mit ÖGB-Chef Erich Foglar den „wiederholten Griff aus dem SPÖ-Umfeld in die ideologische Mottenkiste“ und lehnt die Vorstöße nach einer Vermögenszuwachssteuer und der Wiedereinführung der Erbschaftssteuer kategorisch ab:

„Diese Pläne würden den leistungsbereiten Mittelstand und vor allem den Bauernstand treffen. Grund und Boden ist schlicht und ergreifend die Lebens- und Arbeitsgrundlage unserer Landwirte“, so Theresia Neuhofer, die auch kritisiert, dass Landeshauptfrau Burgstaller bereits Anfang Jänner mit ähnlichen Forderungen zur Wasserträgerin der Parteilinken geworden sei.

 Klares „Nein“ zu Erbschaftssteuer und neuen Steuern auf Grund und Boden

 Gerade die Diskussionen der letzten Tage von der Beschäftigung von Landwirten im Winterdienst, über neue Steuern auf Grund und Boden sowie die Häuslbauersteuer, bis hin zur Erbschaftssteuer beweise, dass es in Salzburg einen starken Bauernbund braucht: „Die schrillen Töne der Mitbewerber sind am Tag nach der Wahl verklungen und dann wird Sacharbeit und der Einsatz für den Bauernstand wieder gefragt sein. Da kann es nicht sein, dass man von den Mitbewerbern zu derartigen Diskussionen nichts hört, und dass der Spitzenkandidat eines Mitbewerbers in der vergangenen Funktionsperiode 50 Prozent der Sitzungen geschwänzt und einige Ausschüsse kein einziges Mal mit seiner Anwesenheit beehrt hat. Für die Landwirtschaftskammerwahl heißt das: Kräfte bündeln – Zukunft gestalten“, meint Neuhofer. Der Salzburger Bauernstand sei jedenfalls nicht bereit, Wiener Budgetlöcher zu stopfen.

 Anstatt immer stärker klassenkämpferische Töne anzuschlagen wäre die SPÖ gut beraten, endlich Konzepte auf den Tisch zu legen, wie wir den Traum von den eigenen vier Wänden wieder leistbarer machen können: „Dieses Konzept ist uns Landesrat Blachfellner nun schon ein halbes Jahr schuldig. Es wäre an der Zeit, eine Sitzung des Wohnbauförderungsbeirats einzuberufen, um genau diese Dinge zu diskutieren. Es muss endlich Schluss mit diesen leistungs- und eigentumsfeindlichen Tönen sein.“

 LAbg Bgm. Ing. Josef Schwarzenbacher:
Landesrat Blachfellner erstaunlich uninformiert

Zu den halbherzigen Versuchen von Landesrat Blachfellner, seine Intervention bei den Gemeinden gegen die Beschäftigung von Landwirten im Winterdienst zu relativieren, findet Sepp Schwarzenbacher als Bürgermeister und Landtagsabgeordneter klare Worte: zum einen habe Landesrat Blachfellner in seinem Schreiben an die Bürgermeister ausdrücklich behauptet, dass mit zunehmendem Einsatz von Off-Road-Fahrzeugen, auch für die kommunale Aufgabenerledigung die Umwelt belastet werde. Zum anderen habe er dabei ausdrücklich den Einsatz von Traktoren im Winterdienst angeführt (das Schreiben von Landesrat Blachfellner ist ungekürzt dieser Presseinformation beigefügt, Anm.).

„Wenn Landesrat Blachfellner fordert, dass künftig bei der Beschaffung solcher Fahrzeuge nur noch Euroklasse 5 anzukaufen, sollte sich Herr Landesrat Blachfellner darüber informieren, dass derzeit im Handel keine Traktoren der Klasse Euro 5 erhältlich sind“, meint Schwarzenbacher.

Schwarzenbacher: Dank an Landwirte statt Intervention gegen sie

„Es gibt derzeit Traktoren der Euroklasse 3 – Klasse 4 ist für das Jahr 2014 vorgesehen. Ich erachte es als unseriös, dass Blachfellner die Intervention gegen die Landwirte mit technischen Unwahrheiten zu relativieren versucht. Ich spreche hier für eine Reihe meine Bürgermeisterkollegen: die Landwirte erledigen ihre Aufgaben gerade im Winterdienst zur vollsten Zufriedenheit der Gemeinden – und zwar effizient und Kosten sparend. Das soll Herr Landesrat Blachfellner zur Kenntnis nehmen – ob es ihm ideologisch passt oder auch nicht. An sich wäre anstatt dieses unglaublichen Interventionsversuches ein einfaches Dankeschön an jene 450 Landwirte angebracht, die gerade in Tage wie diesen die Infrastruktur erhalten und für unsere Sicherheit sorgen“, so Sepp Schwarzenbacher abschließend.

Bauern leisten durch Winterdienst wertvolle Arbeit für die Gesellschaft

Eßl: Verurteile SPÖ-Frontalangriff auf unsere Bauern

Landwirtschaftskammerpräsident Abg. z. NR Franz Eßl unterstützt in einer Stellungnahme die Kritik von Bezirksbauernkammerobmann Walter Strasser an Aussagen von Umwelt-Landesrat Walter Blachfellner als einen SPÖ-Frontalangriff auf unsere heimischen Bauern und weist diese energisch  zurück. Blachfellner hatte in einem Schreiben an die Gemeinden erklärt, dass er keine Traktoren mehr im Winterdienst haben wolle, weil diese die Luft verschmutzen.

Eßl sieht den sozialistischen Vorstoß als unzutreffend und verweist darauf, dass Blachfellner im eigenen Bereich mit dem Umweltschutz und der Luftreinhaltung ansetzen solle. Bei einem Gesamtausstoß im Verkehrsbereich in Höhe von 140.000 Tonnen NOx im Jahr beträgt der Ausstoß im Bereich der Land- und Forstwirtschaft lediglich 9.000 Tonnen (Umweltbundesamt, 2007). Der Ausstoß, den die Land- und Forstwirtschaft verursacht, ist zudem rückläufig.

Seit vielen Jahren zählen die Maschinenring-Bauern zu den verlässlichsten Winterdienstleistern im Land. 98 von 119 Salzburger Gemeinden werden bei der Schneeräumung und Streuung unterstützt. „Ob Tag oder Nacht, auf die Bauern ist Verlass“, so kommentieren dies viele Bürgermeister. Die unterschiedlichen Gerätschaften, ob auf Gehsteigen, Gemeindestraßen oder engen Hauszufahrten, machen die Bauern zu einem unverzichtbaren Partner. „Es ist gut, dass es unsere Bauern gibt und es ist gut, dass es den Maschinenring gibt. Allerdings erlaubt es die wirtschaftliche Situation der Bauern nicht, alle paar Jahre Traktoren zu kaufen, nur weil es technische Neuerungen gibt. Landesrat Blachfellner sollte sich dessen bewusst sein“, so Eßl.

Der Anspruch der Gemeinden an den Maschinenring ist nicht nur die zeitgerechte Betreuung der Schneeräumflächen, sondern auch die Kosten dafür so gering wie möglich zu halten. Durch die flexiblen Auslastungsmöglichkeiten der Gerätschaften über den Maschinenring können die Bauern  das gewährleisten. In Zeiten von sinkenden Budgets in öffentlichen Haushalten sollte man die vielen Leistungen unserer Bauern wertschätzen, anstatt sie unqualifiziert infrage zu stellen. 600 Bauern sind bei jedem Wetter und bei jeder Tages- und Nachtzeit in 98 Gemeinden im Einsatz. Sie betreuen auch Firmen. Zu den Kunden zählen auch Krankenhäuser, die Post, die Bahn, das Bundesheer und Wohnbaugenossenschaften.

 Eßl: „Die Aussagen von Landesrat Blachfellner gefährden den Winterdienst ingesamt. Ohne den vorbildlichen Einsatz der Bauern wäre in vielen Salzburger Gemeinden die Verkehrssicherheit und damit die Sicherheit vieler Menschen gefährdet. Zudem sichern die Einsätze die Existenz vieler bäuerlicher Betriebe durch die Möglichkeit eines Zuverdienstes im Winter.“

 

LAbg Theresia Neuhofer
Blachfellner gefährdet Existenz von 450 Salzburger Bauern

„Ich weiß nicht, was sich Landesrat Blachfellner dabei gedacht hat, als er den Gemeinden in Salzburg nahe gelegt hat, dass unsere Bauern künftig nicht mehr für den Winterdienst eingesetzt werden sollen. Ich fordere ihn auf, dieses Schreiben offiziell zurückzunehmen und für eine Klarstellung zu sorgen.“

„Immer öfter ist zu beobachten, dass off-Road-Fahrzeuge, die für den vorgesehenen Zweck z.B. im land- und forstwirtschaftlichen Bereich zugelassen sind bzw. eingesetzt werden, bei Winterdiensten auf öffentlichen Straßen eingesetzt werden. Als Beispiel führe ich den Einsatz von Traktoren für den Schneeräumdienst an.“ Landesrat Blachfellner an die Gemeinden

„Ein Blick aus dem Fenster und in unsere 119 Gemeinden müsste dem Herrn Landesrat klar machen, dass ohne unsere Bauern im Winterdienst totales Chaos herrschen würde. Die Beauftragung von Landwirten zur Betreuung im Winterdienst durch Gemeinden oder Private ist effizient und spart Kosten“, ist Landtagsabgeordnete Theresia Neuhofer überzeugt.

Bürgermeister müssen Sicherheit ihrer Gemeindebürger gewährleisten

„Es ist unglaublich, dass ein Mitglied der Salzburger Landesregierung offen gegen die Arbeit der Landwirte bei den Gemeinden interveniert. Es ist die Aufgabe unserer Bürgermeister, dass auch bei extremen Witterungsverhältnissen, wie wir sie derzeit erleben, die Sicherheit ihrer Gemeindebürger gewährleistet ist. Die Landwirte vor Ort erledigen diese Aufgabe eben am effizientesten und günstigsten – sie kennen ihre Gemeinde. Ich erwarte mir von Landesrat Blachfellner, dass er sein Schreiben an die Bürgermeister unverzüglich zurücknimmt und für eine Klarstellung sorgt.“

Die Behauptung, dass durch den Einsatz von Landwirten für den Winterdienst und andere kommunale Aufgaben die Bemühungen des Umweltschutzes konterkariere, entbehre schlicht und ergreifend jeder Grundlage: „Unsere Bürgermeister können auf derart unqualifizierte Zurufe verzichten“, meint Neuhofer abschließend.

Walter Strasser, Bauernbund Bezirksobmann Flachgau:
Blachfellner – Vorstoß gefährdet Arbeitsplätze in der Landwirtschaft und den Winterdienst auf Salzburgs Straßen. Umweltschutz nur vorgeschoben.

Mit Entrüstung habe ich die Aussendung des Umweltschutzreferenten in der Salzburger Landesregierung, Walter Blachfellner (SPÖ) an die Gemeinden vernommen. Darin kritisiert er den Einsatz von Traktoren aus dem land- und forstwirtschaftlichen Bereich für den Winterdienst, da diese laut seinen Aussagen mit ihrem hohem Anteil an Stickstoffemissionen die Umwelt belasten, so Walter Strasser, Bezirksobmann des Bauernbundes im Flachgau.

Die Aussage von  SP – Umweltlandesrat Blachfellner weise ich aus folgenden Gründen zurück:

  • Emissionen. Die Darstellung von Blachfellner ist  schlichtweg falsch, da die NOx – Emissionen von landwirtschaftlichen Fahrzeugen laut Umweltbundesamt seit mehreren Jahren sinken (siehe Grafik). Bei einem Gesamtausstoß im Verkehrsbereich von ca. 140.000 t NOx im Jahr ist die Aufregung über  9000 t (im Jahr 2007) aus dem Bereich der Land- und Forstwirtschaft nicht gerechtfertigt!
  • Gefährdung des Winterdienstes. Die Beauftragung von Landwirten  ist eine kosteneffiziente Auslagerung von Winterdiensten, die sonst die Gemeinde selbst durchführen müsste. Out–Sourcing findet in allen Wirtschaftsbereichen statt und spart erhebliche Kosten. In allen 119 Gemeinden betreuen Bauern verschiedene Objekte im Winterdienst. Ohne den vorbildlichen Einsatz der Landwirte im Winterdienst wäre in vielen Gemeinden die Verkehrssicherheit akut gefährdet.
  • Gefährdung von Arbeitsplätzen in der Landwirtschaft. Derzeit sind im Bundesland Salzburg ca. 450 Landwirte im Winterdienst tätig. Für die Landwirte ist der Winterdienst eine wichtige Möglichkeit eines Zusatzverdienstes und einer besseren  Auslastung der Maschinen. Dadurch ist es auch möglicher, schneller in neue und damit noch schadstoffärmere Technik zu investieren. Das ist aktiver Umweltschutz!
Wenn LR Blachfellner es ernst meint mit dem Umweltschutz und mit der Luftreinhaltung, sollte er in Bereichen ansetzen, wo er rasch und nachhaltig Erfolge erzielen kann. Es darf kein „Umwelt – Klassenkampf“ auf dem Rücken der Bauern geführt werden, so Strasser abschließend.

Eßl zu Missverständnissen unter konventionell wirtschaftenden Bauern:
Tierhaltung: Bauern brauchen praktikable Regelungen

LK-Präsident Abg. z. NR Franz Eßl nahm am Dienstag neuerlich zur Diskussion um die Vorschriften in der Tierhaltung Stellung: „Viele Bauern haben mich angerufen und mich um Klarstellung gebeten.
Die Vorschriften unterscheiden zwischen konventionell wirtschaftenden und biologisch wirtschaftenden Betrieben“, so Eßl:
 

Anbindehaltung bei Rindern:
 
O Konventionell wirtschaftende Betriebe:
Rinder können auch weiterhin in Anbindehaltung gehalten werden, wenn diese an 90 Tagen im Jahr den Standplatz verlassen können (Weidegang ab 2010 oder Auslauf ab 2012).
Eßl: „Es ist mir gelungen, das vielfach verlangte generelle Verbot der Anbindehaltung im Interesse der vielen bäuerlichen Tierhalter abzuwenden.“
 
O Biologisch wirtschaftende Betriebe:
Es besteht seit 2000 EU-weit ein Verbot der Anbindehaltung, dieses Verbot sah Übergangsfristen bis zum Jahre 2010 vor.
Eßl: „Ich konnte erreichen, dass diese Übergangsfrist bis Ende 2013 verlängert wurde. Nach dieser Zeit werden mit einer Kleinerzeugerregelung Betriebe unter 35 Großvieheinheiten (GVE) vom Verbot der Anbindehaltung ausgenommen sein, wenn diese mindestens 24 TGI Punkte erreichen.
 
Bei Kälbern (bis sechs Monate) ist die Anbindehaltung generell verboten (konventionell und bio).
 

Zugang ins Freie für Kälber:
 
O Konventionell wirtschaftende Betriebe:
Für konventionell wirtschaftende Betriebe gibt es keine Vorschriften. Es trifft diese Bestimmung für konventionell wirtschaftende Betriebe daher überhaupt nicht zu.
 
O Biologisch wirtschaftende Betriebe:
Die EU-Bioverordnung sieht eine Weideverpflichtung für alle Pflanzenfresser vor. Nähere Definitionen gibt es noch nicht. Zuständig hiefür ist in Österreich Gesundheitsminister Stöger.
Eßl: „Ich kämpfe für praktikable Lösungen. Wir verhandeln mit dem Gesundheitsministerium seit Monaten über ein neues Biodurchführungsgesetz samt dem dazugehörenden Sanktionskatalog.“
 
 
Zugang ins Freie für Schweine:
 
O Konventionell wirtschaftende Betriebe:
Für konventionell wirtschaftende Betriebe gibt es keine Vorschriften. Es trifft diese Bestimmung für konventionell wirtschaftende Betriebe daher überhaupt nicht zu.
 
O Biologisch wirtschaftende Betriebe:
Für Biobetriebe gilt grundsätzlich, dass alle Tiere Auslauf oder Weide haben müssen. Die EU-Verordnung lässt allerdings zu, dass einzelne Produktionszweige, wie z. B. Schweine- oder Hühnerhaltung, für den Eigenbedarf konventionell betrieben werden und damit diesen Bestimmungen nicht unterliegen.
Diese Möglichkeit gibt es allerdings nicht für Bio-Austria-Betriebe, weil die Richtlinien des Verbandes Bio Austria dies nicht zulassen.
 
Eßl: „Ich kämpfe laufend für praktikable Lösungen in der Tierhaltung. Dabei sind bereits große Schritte gelungen, einiges liegt aber noch vor uns. Die Verhandlungen mit dem Gesundheitsministerium und dem dafür ressortzuständigen Minister Stöger führen wir mit Nachdruck. Ich hoffe dabei auf die Unterstützung der Bäuerinnen und Bauern sowie aller Fraktionen.“

Präsident Eßl: Kämpfe laufend für praktikable Bedingungen in der Tierhaltung

In der Diskussion um überzogene Vorschriften in der Tierhaltung fordert LK-Präsident Abg. z. NR Franz Eßl die Solidarität aller Fraktionen ein. Es sei Anliegen aller Bauern, mit praktikablen Lösungen arbeiten zu können. Noch vermisse er die Unterstützung von breiter Seite, betont Eßl in einer Presseaussendung. Die zurzeit laufende Diskussion über den Kälberauslauf betrifft einzig die biologisch wirtschaftenden Landwirtschaftsbetriebe, wobei eine endgültige Regelung von Seiten des zuständigen Gesundheitsministeriums noch nicht erfolgt ist. Hier gilt es, mit Gesundheitsminister Stöger zu praktikablen Lösungen zu kommen. Über den Inhalt des Biodurchführungsgesetzes und des dazugehörenden Sanktionskataloges wird seit Monaten mit dem Gesundheitsministerium, das hiefür zuständig ist, verhandelt. Dabei soll auch die Frage des Kälberauslaufes geregelt werden.

Zum Thema Auslauf in der Schweinehaltung ist festzuhalten, dass dieser dann, wenn Schweine lediglich für den Eigenbedarf gehalten werden, nicht zwingend vorgeschrieben ist. Allerdings ist es möglich, dass Bioverbände für ihre Mitgliedsbetriebe strengere Richtlinien festlegen.

Zudem nennt Eßl auch einige wichtige Punkte, die er in den vergangenen Monaten für die Bauern erkämpft hat:
O Es konnte verhindert werden, dass die Anbindehaltung generell verboten wird.
O Es ist gelungen, eine Zehn-Prozent-Toleranzgrenze für Standlängen und Standbreiten zu erreichen.
O Im Biobereich wurde erreicht, die generelle Ausnahme vom Verbot der Anbindehaltung im Biobereich bis 2013 zu verlängern.
O Nach 2013 wird es auch noch eine Kleinerzeugerregelung für Betriebe unter 35 Großvieheinheiten (GVE) geben.

Eßl: "Ich kämpfe laufend für praktikable Lösungen in der Tierhaltung. Dabei sind bereits große Schritte gelungen, einiges liegt aber noch vor uns. Die Verhandlungen mit dem Gesundheitsministerium und dem dafür ressortzuständigen Minister Stöger führen wir mit Nachdruck. Ich hoffe dabei auf die Unterstützung der Bäuerinnen und Bauern sowie aller Fraktionen."

Kompetent, sympathisch und engagiert:  

Bäuerinnen präsentieren ihre Vorhaben für die kommende Funktionsperiode

Kompetent - sympathisch - engagiert, so präsentieren sich die Kandidatinnen des Salzburger Bauernbundes bei ihrer Pressekonferenz am 5. Februar 2010 im Heffterhof.

 
„Wir sind angetreten unsere Anliegen für die nächsten Jahre in der Fraktion des Salzburger Bauernbundes zu artikulieren und auch umzusetzen“, so Elisabeth Hölzl, die Landesbäuerin und Vizepräsidentin in der Landwirtschaftskammer Salzburg.

 
„Jede ist am eigenen Betrieb erfolgreich, engagiert sich trotzdem oder gerade deshalb für die Anliegen der Berufskolleginnen und –kollegen in der Interessensvertretung der Landwirte.

Wir haben konkrete Vorstellungen, was wir in der kommenden Funktionsperiode für die Bauernfamilien erreichen wollen und wir werden unsere Ideen konsequent und mit Nachdruck vertreten“, so Hölzl selbstbewusst.

 
„Meine Ziele für die kommende Periode werden weiterhin der Ausbau der Konsumenteninformation, die Aufklärung über die Wertigkeit der heimischen, regionalen Lebensmittel und das Werben um das Verständnis der Bevölkerung für die Anliegen der Landwirtschaft sein“, so die Landesbäuerin über ihre Vorhaben in der kommenden Funktionsperiode.

 
Den Punkt „Lebensqualität am Bauernhof“ spricht die Landtagsabgeordnete und Bezirksbäuerin Resi Neuhofer an. „Viele Bäuerinnen und Bauern kommen an die Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit, wenn das familiäre Netzwerk einmal nicht funktioniert. Daher haben wir gemeinsam mit dem Maschinenring das Projekt „Stallprofis“ ausgearbeitet. Stallprofis sind Personen, die bestens mit den verschiedenen Melktechniken vertraut sind und die Stallarbeit für gewisse Zeiträume übernehmen können“, so Neuhofer, die selbst einen großen Milchviehbetrieb im Flachgau bewirtschaftet.

„Ein weiterer Punkt ist der Umgang mit Sanktionen nach Kontrollen durch die AMA. Viel Stress ließe sich vermeiden, wenn die erste Sanktion eine Verwarnung wäre“, meint Neuhofer. Dies zu erreichen und die konstruktive Mitarbeit bei der Gestaltung des neuen Programms für ländliche Entwicklung nennt Neuhofer als ihre Ziele für ihre Arbeit in der Interessensvertretung.

 
„Aus- und Weiterbildung sind entscheidende Faktoren für den betrieblichen Erfolg“, so die Leiterin des Ausschusses für Bildung und Beratung Katharina Lichtmannsperger aus Thalgau. „Die jungen Bäuerinnen und Bauern sind bestausgebildet, interessiert und motiviert. Sie kommen vielfach aus anderen Berufen und holen die Ausbildung für die Landwirtschaft in Abendkursen nach. Mein Anliegen ist aber auch, dass das Wissen über die Landwirtschaft und über Nachhaltigkeit in den Pflichtschulen vermittelt wird. Ich selbst arbeite im Projekt „Schule-Bauernhof“ mit und freue mich über das Interesse der Kinder. Dieser Bereich soll in den kommenden Jahren ausgebaut werden“, so Lichtmannsperger über ihre Ziele.

„Die Errungenschaften in der sozialen Absicherung der Landwirte gilt es zu verteidigen, aber auch ständig an die neuen Bedürfnisse der Bauernfamilien anzupassen“, so LWK-Rätin Alexandra Lemberger, aus Mittersill, die in der letzten Periode für Soziales, Recht und Steuern zuständig war. „So fordern wir eine Gleichstellung der Bäuerinnen beim Wochengeldanspruch mit allen anderen Bevölkerungsgruppen und die Anrechnung der Pflegezeiten von nahen Angehörigen als Pensionsbegründende Zeiten. Außerdem werden wir auf der Hut sein, dass Eigentumsrechte gewahrt werden und die Besteuerung nach Pauschalsätzen erhalten bleibt“, fasst Lemberger ihre Vorhaben zusammen.

 
„Ich kandidiere auf der Liste des Bauernbundes, weil es mir wichtig ist, dass die Bauern zusammenstehen und sich nicht auf viele Interessensgruppen aufsplittern lassen“, erklärt die Kandidatin für die Landwirtschaftskammerwahl Andrea Absmanner aus St. Georgen.

„Nur beim Bauernbund habe ich Gewissheit, dass die Anliegen der Bauern bis nach Brüssel vertreten werden und Gehör finden“, so die langjährige Ortsbäuerin.

Alle fünf sprechen sich dafür aus, die Kräfte zu bündeln und sich nicht auseinander dividieren zu lassen. Denn Einigkeit in der Vertretung nach außen sei in schwierigen Zeiten immer das beste Rezept für die Bauern gewesen.

Stadtbauern: SPÖ und BL streichen Förderungen
SPÖ-Klubvorsitzende Homola lobt Beitrag der Salzburger Stadtbauern, morgen werden Subventionen aber um 25 Prozent gekürzt – GR Wolf: „Für Singida und Shanghai ist das Geld da, für unsere Bauern nicht!“

Mit Verwunderung nahm ÖVP-Gemeinderat Franz Wolf heute die Pressemitteilung der SPÖ zum Beitrag der Salzburger Stadtbauern für die städtischen Grünflächen zur Kenntnis: „Wenn die Klubvorsitzende der SPÖ, Frau Homola, heute betont, wie sehr ihr die Unterstützung der Stadtbauern am Herzen liegt, dann frage ich mich, ob sie sich beim morgigen Budgetgemeinderat noch daran erinnern kann. Denn warum beschließt sie dann mit ihren Kollegen von der SPÖ und der Bürgerliste eine Kürzung der Landwirtschaftsförderung um ein Viertel“, fragt „Wolf’nbauer“ Franz Wolf, der als Stadtbauer genau weiß, wie knapp die Ausgleichszahlungen für die Bewirtschaftungserschwernisse in der Stadt – diese reichen von den Nutzungskonflikten (Hunde) über rechtliche Restriktionen bis hin zu natürlichen Erschwernissen (Moor, Hanglagen) – bisher bemessen waren.
„Während Rot-Grün die Empfänge des Bürgermeisters 2010 genauso viel wert sind wie im Jahr davor, und für die Reisen des Herrn Bürgermeister und anderer rot-grüner Gemeinderäte zu den Städtepartnern in Singida und Shanghai sogar noch 25 Prozent gegenüber 2009 draufgeschlagen werden, haben SPÖ und Bürgerliste für die Bauern in der Stadt offenbar nicht recht viel übrig“, kritisiert GR Wolf.
„Wenn es der Klubvorsitzenden mit ihrem Lob für die Arbeit der Bauern ernst ist, dann sollte sie ihr politisches Gewicht in die Waagschale werfen und bei ihren sozialdemokratischen Parteifreunden auf eine Anhebung der Landwirtschaftsförderung auf das Niveau des Vorjahres drängen“, will GR Wolf die Klubvorsitzende der SPÖ in die Pflicht nehmen. „Ich lade Frau Homola gerne zu mir auf den Hof ein. Da kann sie sich ein Bild davon machen, was die tägliche Arbeit auf einem Bauernhof in der Stadt bedeutet. Vielleicht lässt sie ihren schönen Worten dann auch Taten folgen“, so GR Wolf abschließend.

Salzburg, 27.11.2009

Landesbauernrat beschließt einstimmig Kandidaten/innen Liste für Landwirtschaftskammerwahl 2010

Der Landesbauernrat, das höchste Gremium im Salzburger Bauernbund, hat heute einstimmig die Kandidaten/innen Liste für die Landwirtschaftskammerwahlen 2010 beschlossen.
Sie wird angeführt von Präsident Abg.z.NR Franz Eßl, Georg Wagner und der Landesbäuerin Elisabeth Hölzl.Die Frauen sind besonders stark vertreten! Von den ersten zehn Listenplätzen gehen vier an Bäuerinnen, von diesen werden drei in den siebenköpfigen Vorstand der Landwirtschaftskammer einziehen.Eine gute Mischung von jungen und bereits bewährten Kammerräten/innen - ausgewogen verteilt über alle Bezirke - mit Vertretern/innen aus allen Bewirtschaftungsformen, stellen sich am 21. Februar 2010 zur Wahl.


Liste der Kandidaten/innen des Salzburger Bauernbundes für die Landwirtschaftskammerwahl 2010

Listen-platz

Name

Hofname

Ort

Geb.
Jahr

 

 

 

 

 

1.

Eßl Franz 

Urbanbauer

Tamsweg

1957

2.

Wagner Georg

Scherbauer

Dorfbeuern

1962

3.

Hölzl Elisabeth 

Ortnergut

Eben

1957

4.

Lemberger Alexandra

Harlandleiten

Mittersill

1970

5.

Lichtmannsperger Katharina

Obervetterbach

Thalgau

1967

6.

Schnitzhofer Johann

Schnitzhof

Abtenau

1970

7.

Rosenstatter Rudolf

Schmiedmair

Nußdorf

1958

8.

Vitzthum Nikolaus

Götzbauer

Unken

1964

9.

Hallinger Christian

Neumaierhof

Bischofshofen

1968

10.

Neuhofer Theresia

Daxer

Straßwalchen

1963

11.

Höllbacher Johann Georg

Unter-Hundstein

Bad Vigaun

1958

12.

Fersterer Johann

Egg

Maria Alm

1970

13.

Hotter Martin

Oberschwaig

St.Veit

1968

14.

Hintringer Alois Ing.

Gärtnerei Zmugg

Salzburg

1952

15.

Oberascher Otto

Mittergraben

Faistenau

1969

16.

Wallner Anton

Hochberg

Rauris

1970

17.

Rohrmoser Raimund

Aschlreit

Hüttschlag

1976

18.

Seitlinger Johannes Ing.

Krennbauer

Mariapfarr

1976

19.

Siller Peter

Hiasenbauer

Kuchl

1974

20.

Zehentner Franz

Schoberbauer

Lamprechtshausen

1971

21.

Hochwimmer Bernhard

Moabauer

Bramberg

1978

22.

Laubichler Franz

Thurnhof

Flachau

1964

23.

Braunwieser Josef

Liesenbauer

Bergheim

1967

24.

Absmanner Andrea

Massinger

St.Georgen

1965

25.

Lang Matthias

Franzenbauer

Hallein

1968

26.

Perwein Rupert

Zieferbauer

Leogang

1964

27.

Walchhofer Thomas

Vorderkuchlberg

Altenmarkt

1972

28.

Költringer Jakob

Leicharting

Elixhausen

1954






































Salzburg, 24.11.2009

Flachgauerin gewinnt Hauptpreis des Bauernbundgewinnspiels: 
„Sie haben die Wahl - kaufen Sie das Original


Frau Elfriede Urthaler aus Hof ist die Gewinnerin des Hauptpreises beim Bauernbund Gewinnspiel: „Sie haben die Wahl – kaufen Sie das Original“ Landesobmann Abg. z.NR Franz Eßl und Frau Mag. Gabriele Bauer-Stadler von Urlaub am Bauernhof überreichten im Beisein des gesamten Bauernbundlandesvorstandes einen Gutschein für 3 Übernachtungen für zwei Erwachsene und zwei Kinder auf einem Bauernhof in Leogang.

Allen weiteren - über Hundert Gewinnern - wurden die Preise bereits zugestellt.

 

Am Bild: vl. Landesrat Sepp Eisl, Landesbäuerin Elisabeth Hölzl, Geschäftsführerin von UaB Salzburg, Mag. Gabriele Bauer-Stadler, die Gewinnerin Elfriede Urthaler, Bauernbunddirektor Ing. Josef Bachleitner und Landesobmann Präsident Abg.z.NR Franz Eßl
Bild: Salzburger Bauernbund Anna Steiner

Salzburg, 23.11.2009

Franz Eßl: Heimische Konsumenten haben hohes Qualitätsbewusstsein

„Lebensmittelvielfalt ja – Analogkäse oder Schummelschicken nein!“ – Der Wunsch der heimischen Konsumenten nach ehrlicher Qualität bei Lebensmitteln und klarer Information über deren Herkunft und Inhalt hat den Nationalrat veranlasst, in einer Fünf-Parteien-Entschließung konkrete Maßnahmen von der Regierung einzufordern, um sowohl alle nationalen Spielräume bei einer Positiv-Kennzeichnung und einer neuen Gütezeichenregelung auszuschöpfen aber auch auf europäischer Ebene den Druck nach einer EU-weiten Lebensmittelkennzeichnung zu erhöhen. „Ob verpackte Waren oder frische, ob im Kaufhausregal oder im Restaurant, die Menschen wollen zu Recht wissen, was sie auf dem Teller haben“, unterstreicht der ÖVP-Abgeordnete Franz Eßl die Anliegen der Materie. Eine umfassende Kennzeichnung sollte vor allem über Herkunft und Produktionsweise Auskunft geben. „Viele Konsumenten wollen keine Gentechnik in ihren Lebensmitteln. Andere möchten auch über die Haltungs-formen – etwa der Legehennen – informiert werden“, fasst der ÖVP-Abgeordnete die Forderungen zusammen.

Wie ein Untersuchung des Magazins „Der Konsument“ ergeben hat, ist es kaum überschaubar, welche Art von Käse etwa auf der Pizza Margherita an der Straßenecke oder in vergleichbaren Fertigprodukten verwendet wird. Eine AMA-Studie hat überdies ergeben, dass rund 45 Prozent des Außer-Haus-Fleischkonsums aus dem Ausland stammt. „Immer mehr Menschen konsumieren in Gaststätten und Betriebskantinen oder kaufen Fertigprodukte“, ist Eßl froh, dass alle Parlamentsparteien dem Gesundheitsminister einen Auftrag zur klaren Positiv-Kenn-zeichnung erteilt haben.


GÜTESIEGEL ALS BOLLWERK GEGEN SCHUMMELPRODUKTE
Ein verlässliches und umfassendes Gütezeichengesetz könnte noch heuer umgesetzt werden und mit 1. Jänner 2010 in Kraft treten. „Ein Gütesiegel spornt die Konsumenten an, mehr auf die heimische Herkunft und Regionalität des Produktes zu achten“, ist Eßl überzeugt. Mit dem AMA-Gütesiegel, das bereits einen Bekanntheitsgrad von 95 Prozent und einem Glaubwürdigkeitgrad von 87 Prozent besitzt, bleibt die Wertschöpfung im Land und die damit ausgezeichneten Produkte sichern rund 50.000 Menschen ein regelmäßiges Einkommen. „Ein Qualitäts-gütesiegel ist das beste Bollwerk gegen Schummelprodukte“, betont Eßl und verweist auf die gemeinsame Erklärung des Nationalrates: „Qualitätsprogramme, die auf Rückverfolgbarkeit der Rohstoffe bei Produktion und Verarbeitung sowie auf klar über den gesetzlichen Vorgaben liegende andere Qualitätsparameter setzen, steigern die Qualität und Sicherheit bei der Herstellung, stärken das Vertrauen der Verbraucher und sind ein wesentlicher Beitrag zu Absicherung der österreichischen Landwirtschaft.“ 

Wien,  20.11.2009

Berlakovich zeichnet Gewinnerinnen des Bäuerinnen - Wettbewerbs aus
„ländlich, engagiert und außergewöhnlich“. Das waren die Vorgaben für die Teilnahme an diesem vom Lebensministerium ausgerufenen Wettbewerb. 150 Bäuerinnen haben Projekte eingereicht, die das Leben am Hof lebenswert erhalten. „Ich bin begeistert von den vielen innovativen Projekten“, urteilt Landwirtschaftsminister Niki Berlakovich. „Unsere Bäuerinnen sind aktiv und lassen sich Großartiges einfallen, um den Betrieb abzusichern.“

Schon immer waren die Bäuerinnen mit Engagement im Einsatz für Hof und Familie; in der modernen Landwirtschaft sind sie zudem noch gefordert, Konzepte für die Zukunft zu entwickeln. Landwirtschaftsminister Niki Berlakovich zeichnete gestern Abend, im Palmenhaus Schönbrunn die besten dieser Konzepte aus, die eine achtköpfige Jury unter Vorsitz von DI Brigitte Mang (Direktorin Bundesgärten Wien-Innsbruck) ausgewählt hat. Die drei Gewinnerinnen erhalten je 3.000 Euro.

Kategorie Kunst und Brauchtum
Burgi Gfrerer aus Großarl hat die Jury mit ihrer „Volkstanz und Schuhplattlergruppe Großarltal“ überzeugt. Die Milchbäuerin mit drei Kindern initiierte eine Kindervolkstanzgruppe und fand damit sofort großen Anklang bei jungen Familien: Auf Anhieb meldeten sich 50 Kinder im Alter zwischen 5 und 12 Jahren zum Mitmachen. Nach einem Jahr intensiver Probenarbeiten gründeten sie 2005 ihren Volkstanzverein. Nicht genug damit – auch Vereinstrachten wurden für alle TeilnehmerInnen unter Anleitung von Trachtenschneiderinnen genäht. Burgi Gfrerer organisierte auch die dafür erforderlichen finanziellen Mittel von diversen Stellen.
Seither gibt es viele öffentliche Auftritte zu Festen und Feiern. Ein Höhepunkt war das Preisplattln in St. Johann im Pongau im Mai 2009. So wird heimisches Brauchtum mit Elan am Leben erhalten und direkt mit viel Freude an die junge Generation weitergegeben. Dieser Einsatz von Burgi Gferer wird nun ausgezeichnet. Wir gratulieren herzlich!

 

Minister Berlakovich mit den Preisträgerinnen. Burgi Gfrerer 3. v.l.

Sylvester Gfrerer: Eine starke Stimme der Bauern in Brüssel verhindert!
Offener Brief an Bundeskanzler Faymann

Großarl, am 9.11.2009

"Sehr geehrter Herr Bundeskanzler,

mit großer Enttäuschung habe ich die Diskussion um die Ernennung des österreichischen EU-Kommissars verfolgt.

Durch Ihre kategorische Weigerung,  Wilhelm Molterer als EU-Kommissar zu nominieren, haben Sie eine starke Stimme der Bauern in Brüssel verhindert. Wie die Medien berichten war er der Wunschkandidat von EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso  für das Agrarressort. Gerade in schwierigen Zeiten sind Kompetenz und Erfahrung für die Vertretung der Interessen der Bauern besonders wichtig. Es ist abzusehen, dass Sie durch Ihr Verhalten die Position der österreichischen Bauern nachhaltig beschädigt haben und Sie haben es zu verantworten, dass in den nächsten Jahren kein Österreicher die europäische Agrarpolitik führen wird!

Herr Bundeskanzler, Sie tragen die Verantwortung dafür, dass die liberale Positionierung in der EU-Landwirtschaftspolitik mit großer Wahrscheinlichkeit weitergeführt wird, zum Schaden der österreichischen Bäuerinnen und Bauern. Wilhelm Molterer hat in seiner Zeit als Landwirtschafts- und Umweltminister durch seine Fachkompetenz und durch sein diplomatisches Geschick europaweit höchste Anerkennung erlangt. Mit Ihrer sonderbaren Vorgangsweise schaden Sie nicht nur den österreichischen Bäuerinnen und Bauern, Sie geben unser schönes Österreich in Europa der Lächerlichkeit preis!"



St. Georgen, 4. 11. 2009

Walter Strasser: Mehr Transparenz durch Transferkonto
Offener Brief an Bundeskanzler Faymann

„Sehr geehrter Herr Bundeskanzler,

Sie  polemisieren gegen den Vorschlag von Finanzminister Josef Pröll ein Transferkonto einzurichten. Das Sozialsystem in Österreich ist selbst für Experten fast undurchschaubar. Rund ein Drittel des Abgabenaufkommens wird über Transferleistungen Personen mit niedrigem Einkommen zugeführt. In Österreich gibt es keinen Gesamtüberblick wer welche Leistungen erhält.

 Für mich ist es nicht nachvollziehbar warum die SPÖ in diesem Bereich Transparenz verhindern will. In der Landwirtschaft ist die Transparenz schon jetzt verwirklicht. Über jeden einzelnen Bauern  kann man seit Juni 2008 alle EU-finanzierten Ausgleichszahlungen abfragen und das sogar über das Internet. Demgegenüber soll das Transferkonto nur vom Betroffenen und Behörden eingesehen werden können. Somit geht Ihre Polemik, dass mit dem Transferkonto Neid geschürt werden soll, ins Leere. Sie sollten auf den Rat namhafter Sozialforscher hören und das Transferkonto als eine gute Möglichkeit mehr Transparenz zu schaffen unterstützen!“




Salzburg, 2. 10. 2009
Franz Eßl: Unsere Bauern sind eine große Tierschutzbewegung!
ÖVP-Tierschutzsprecher appelliert zum Kauf heimischer Lebensmittel

Nicht nur gesetzliche Normen sondern vor allem der tägliche Umgang mit Tieren machen guten Tierschutz aus. Das sagte heute, Freitag, der ÖVP-Tierschutzsprecher Abg.z.NR Franz Eßl anlässlich des bevorstehenden Welttierschutztages. Österreich ist mit seinen gesetzlichen Bestimmungen in punkto Tierschutz europaweit vorbildlich. Für den Bauernbund-Abgeordneten ist aber auch klar: „Diese strengen Regelungen sind jedoch  mit höheren Kosten für die Bauern verbunden. Diese sollten jedenfalls über die Lebensmittelpreise abgegolten werden können. Dafür zeichnen sich heimische Lebensmittel durch allerhöchste Qualität aus.“

Tiergerechte Haltung und Lebensmittelqualität gehen Hand in Hand. „Unsere Bauern bekennen sich seit jeher – ganz im Sinne von Franz von Assisi - zum verantwortungs-vollen Umgang mit Tieren. Immerhin geht es dabei auch um ihre eigene Existenz!“, so Eßl. Laut Grünem Bericht gab es im vergangenen Jahr in Österreich 1.997.209 Rinder, 3.064.231 Schweine, 530.230 Milchkühe, 333.181 Schafe, 266.452 Mutterkühe und 62.490 Ziegen, die in der Landwirtschaft gehalten werden. „Das sind 6.253.793 Großtiere, die auf den heimischen Bauernhöfen artgerecht gehalten und betreut werden! Damit sind die heimischen Bauern wohl die größte Tierschutzbewegung des Landes!“, so Franz Eßl abschließend.


Salzburg, 17. 9. 2009
Salzburger Bauern diskutierten kritische Situation am Milchmarkt:
Franz Eßl: Wir brauchen Lebensmittelkennzeichnung mit Jobindex!

Für den Geschäftsführer der Vereinigung Österreichischer Milchverarbeiter, DI Mag. Johann Költringer ist klar: „Wir müssen mit positiven Botschaften die Konsumenten beim Kauf österreichischer Milchprodukte zurückgewinnen!“ In einer Informationsveranstaltung des Salzburger Bauernbundes für die Mitglieder in den Bezirksbauernräten Flachgau, Tennegau und Stadt Salzburg diskutierten am Mittwoch, 16. September 2009, Johann Költringer, und der Landesobmann des Salzburger Bauernbundes LWK-Präsident Abg.z.NR Franz Eßl auch mit Vertretern der IG-Milch. Franz Eßl forderte in der Diskussion eine Lebensmittelkennzeichnung mit Jobindex: „Die Menschen müssen auf einen Blick erkennen, welches Produkt nicht nur die Existenz der bäuerlichen Betriebe sichert, sondern auch die daran geknüpften Arbeitsplätze im Land.“ 

Johann Költringer veranschaulichte in seinem Referat die Entwicklung der Milchpreise und der Märkte seit dem EU-Beitritt: Als im Jahr 2007 die Interventionslager leer waren, wurde Milch ein Spekulationsobjekt und damit der Preis in die Höhe getrieben. Dieser hohe Preis, aber auch die Streikmaßnahmen der Milchbauern im Sommer 2008 veranlasste die Lebensmittelindustrie ihre Rezepturen zu ändern und von Milchfett und Milcheiweiß auf pflanzliche Ersatzprodukte umzusteigen. Die Hoffnungsmärkte wie China wurden durch den Melaninskandal zunichte gemacht, woraufhin der Preis zu sinken begann. „Obgleich der Milchpreis in Österreich noch immer um 4,97 Prozent höher ist als in Deutschland ist es für unsere Milchbauern wichtig, die Konsumenten wieder zurückzugewinnen“, nennt Költringer den hohen Wert in der Ernährung, die hohen Produktionsstandards und die Vielfältigkeit im Angebot als positive Anreize zum Kauf österreichischer Milch.

Keine Experimente auf Kosten der Bauern!
Zur Zeit ist zwar der Milchverbrauch in Österreich gestiegen, die Kunden greifen aber leider verstärkt zu den Eigenmarken der Handelsketten, welche in erster Linie Produkte aus dem Ausland enthalten. „Unsere Aufgabe ist es, die Konsumenten aufzuklären was es auch für sie bedeutet, wenn sie Produkte mit Österreichischer Herkunft wählen. Wir wollen Lebensmittel mit einem ‚Jobindex’ versehen, sodass die Konsumenten auf einen Blick erkennen können, welches Produkt nicht nur die Existenz der bäuerlichen Betriebe sichert, sondern auch die daran geknüpften Arbeitsplätze im Land“, betonte Eßl.

Auf politischer Ebene sucht Österreich weiterhin Mitstreiter für einen Quotenerhalt in der EU. „Ich möchte den Bauern aber nicht falsche Hoffnungen machen, weil die Aussichten auf Erfolg sehr, sehr gering sind“, verweist Eßl auf die Tatsache, dass eine Mehrheit der Europäischen Länder für eine Abschaffung der Milchquoten ist. Österreichische Alleingänge wie etwa das Aussetzen der Saldierung würde keine Auswirkung auf den Milchpreis haben, allerdings den österreichischen Bauern 30 Millionen Euro kosten. Auf den Einwand von IG-Milch Mitgliedern, dies doch wenigstens zu versuchen, reagierte Präsident Eßl sehr scharf: „Die Bauern sind mir zu schade für Experimente, deren negativer Ausgang leicht vorhersehbar und berechenbar ist. Dafür bin ich nicht zu haben! Wohin die Experimente der IG Milch führen, haben wir im letzten Jahr gesehen. Den Bauern entstanden enorme Kosten und die Preisentwicklung und das Konsumverhalten hat sich ins Gegenteil entwickelt!“

Als Erfolge für die Bauern bezeichnete der ÖVP-Bauernbundabgeordnete die Einführung der Weideprämie des Landes Salzburg, die Milchkuhprämie der EU, das Vorziehen der Auszahlung der Direktzahlungen auf Oktober sowie Erleichterungen im Milchtransport und eine praktikable Toleranzregelung im Bundestierschutzgesetz. „Als nächsten Schritt werde ich mich für eine Entlastung bei den Transportkosten der Milch zu den Molkereien einsetzen“, verweist Franz Eßl auf notwendige Erleichterungen für die Milchbauern im ganzen Land Salzburg.

Abschließend eine Aussage von BBK-Obmann Pankraz aus Hallein: „Die Bauern haben schon öfters schwierige Zeiten erleben müssen. Wenn mein Vater in den 30er Jahren den Betrieb aufgegeben hätte, dann wäre ich heute nicht hier und könnte meinen Betrieb nicht meinem Sohn übergeben. Dieser ist dazu bereit, weil ich nicht ständig über die Situation jammere, sondern an die Kraft der Bauern glaube.“



Salzburg, 14. September 2009

Eßl: „Verstehe den Unmut unserer Milchbauern – Lieferboykott ist aber nicht die Lösung“

„Ich verstehe den Unmut der Bäuerinnen und Bauern, der angesichts der schlechten Milchpreise wirklich berechtigt ist. Ein Lieferboykott wird aber auch diesmal nicht die Lösung des Problems bringen. Der Lieferboykott im vergangenen Jahr hat für die Bauern keinen Erfolg in Form eines besseren Preises gebracht. Im Gegenteil, durch die massive öffentliche Diskussion ist der Inlandsabsatz unserer österreichischen Milchprodukte nachweislich gesunken. Die Handelskonzerne haben mit einer Billigpreisschiene vermehrt ausländische Billigprodukte ins Regal gestellt.“
 Nachdem die Molkereien und Käsereien nur den Preis auszahlen können, den sie erwirtschaften, muss daher alles getan werden, um den Absatz heimischer Lebensmittel zu fördern, so Eßl.

Eßl zählt auf:
  • Mit der Initiative "Sie haben die Wahl – kaufen Sie das Original" sind wir am richtigen Weg.
  • Wir unterstützen die Initiativen für mehr Regionalität beim Kauf von Lebensmitteln.
  • Zum Thema Imitatsprodukte fordere ich, dass nur mehr Käse auf einem Produkt draufstehen darf, wenn auch Milch drinnen ist.
  • Die Erhöhung des erlaubten Gesamtgewichtes für Milchsammeltransporte, welche ich im Parlament durchsetzen konnte, verbessert die Wettbewerbsfähigkeit unserer heimischen Verarbeitungsbetriebe.
„Wenn die momentane Lage für die Bauern auch dramatisch ist, so bin ich davon überzeugt, dass unsere bäuerlichen Familienbetriebe bessere Chancen haben, die Krise zu bewältigen“, so Eßl abschließend.


Salzburg, 2.September 2009

Vizepräsidentin Elisabeth Hölzl, Landesbäuerin: Fordere AMA-GASTROSIEGEL für Bauernherbstwirte

„Gesunde Ernährung - vor allem mit natürlichen, ursprünglichen Lebensmitteln und Kochen für die Familie sind seit jeher Themen mit denen sich Bäuerinnen beschäftigen. Es sind auch immer wieder die Bäuerinnen die es in die Hand nehmen Konsumenten über die angebotenen Produkte zu informieren und in Kochkursen ihr Wissen und Können an die Bevölkerung weitergeben! Deshalb ist die Aktion des Salzburger Bauernbundes: ‚Sie haben die Wahl greifen Sie zum Original! Milch, Käse und Fleisch – Qualität aus Österreich!’ in der Zeit des Bauernherbstes, besonders zu begrüßen“, meint die Landesbäuerin und Vizepräsidentin Elisabeth Hölzl beim heutigen Pressefrühstück in der Mostschenke Rauchenbichl.

Im Gespräch mit Konsumenten konnte sie immer wieder feststellen, dass eine neue Sehnsucht nach Ursprünglichkeit vorhanden ist. Auch der Trend wieder mehr selbst für die Familie zu kochen setzt sich nach und nach durch.

Die Bäuerinnenorganisation reagiert auf diesen Trend und unterstützt diesen, indem sie die Bevölkerung zu verschiedenen Kochkursen einlädt und über die richtige Verarbeitung und über die Wertigkeit der Produkte informiert. Dadurch ergibt sich auch ein Preisbewusstsein bei den Konsumenten. Wenn man weiß, wie viel Arbeit und Sorgfalt in die Erzeugung der Lebensmittel gesteckt wird und was das alles für die Erhaltung unserer Kulturlandschaft bedeutet, dann ist man bereit diese Leistung auch zu honorieren.

Ein weiteres Projekt, das sich an die Kinder richtet, ist das Projekt „Schmatzi“.
Mag. Herwig Mikutta vom Salzburger Agrarmarketing hat dieses Projekt nach Salzburg gebracht. Gemeinsam mit Mitarbeitern der Landwirtschaftskammer Dipl. Päd. Daniela Wallner und Irene Pitter werden für Kindergärtnerinnen Schulungen angeboten und ausführliche Arbeitsunterlagen zur Verfügung gestellt. Es geht dabei um Geschmackschulung und Information über gesundes Essen schon für die ganz Kleinen in den Kindergärten.

„Wir wollen die Bauernherbstzeit nutzen, um bei den vielen Veranstaltungen auf die frischen und unverfälschten Lebensmittel der heimischen Bauern und Verarbeiter aufmerksam zu machen. Wir freuen uns mit dem Tourismus über den großen Erfolg dieser verlängerten Saison. Etwas zu kurz gegriffen erscheinen mir aber die Vorschriften für die Bauernherbstwirte. Es ist zuwenig traditionell bäuerliche Gerichte auf der Speisekarte zu haben, aber für deren Herstellung nur bedingt heimische Lebensmittel einzusetzen.  Da sollten sich die Veranstalter etwas einfallen lassen und das AMA-Gastrosiegel für Bauernherbstwirte  bei einer Teilnahme voraussetzen“, fordert die Landesbäuerin und Vizepräsidentin Elisabeth Hölzl mit Nachdruck. „Die Zusammenarbeit mit der Gastronomie ist uns ein großes Anliegen, es wird aber vorausgesetzt, dass, wenn regionale Speisen angeboten werden, auch regionale Lebensmittel verarbeitet werden.“

Salzburg, 2. September 2009

Franz Eßl: Bauernbund-Herbstaktion wirbt für Qualität aus Österreich
Bewusstseinsbildung wird mit Gewinnspiel belohnt

In einer gemeinsamen Pressekonferenz von Landesobmann Präsident Abg.z.NR Franz Eßl und Landesbäuerin Vizepräsidentin Elisabeth Hölzl wurde heute, Mittwoch, die landesweite Herbstaktion des Bauernbundes vorgestellt. „Ich will Bewusstsein schaffen, damit in privaten Haushalten, in der Gastwirtschaft und in Großküchen die Wahl auf das Original, nämlich auf Lebensmittelqualität aus Österreich fällt“, erläutert Franz Eßl den Grund für die heurige Herbstaktion. 1.500 A1-Plakate werden landesweit und auch in der Stadt Salzburg dafür werben. Bei diversen Herbstfesten werden Flugblätter mit Postkarten und einem Gewinnspiel, die Menschen animieren, die richtige Wahl zu treffen. Als Hauptpreis winkt ein dreitägiger Urlaub am Bauernhof für eine Familie. Unterstützt wird der Bauernbund in dieser Aktion von allen Milchverarbeitern des Landes, dem Verein der bäuerlichen Direktvermarkter in Salzburg und der AMA.

Die derzeitige Situation speziell im Milchmarkt ist geprägt durch sinkenden Absatz und niedrige Preise. Die Lebensmittelindustrie hat vor einiger Zeit auf Grund des rasch gestiegenen Milchpreises Milchfette durch Pflanzenfette in der Produktion von Speiseeis, Keksen, Schokoladen etc. ersetzt. Bei der Herstellung von Backwaren werden mittlerweile hauptsächlich Pflanzenfette statt Milchfette verwendet. Leider konnte dieser Markt trotz der inzwischen sehr niedrigen Preise nicht zurückerobert werden. Die Zunahme von Lebensmitteldiskontern aber auch die Einführung von Billigschienen bei den großen Handelsketten, die überwiegend mit Produkten aus dem Ausland bestückt werden, drücken die Absatzmöglichkeiten für die heimischen Produzenten. Rückläufige Preise gibt es auch am Fleischmarkt und am Getreidemarkt zu beobachten. Weiters hat die Diskussion um Ersatzprodukte die Konsumenten verunsichert. „Wir wollen den Konsumenten Sicherheit bieten und das Vertrauen in die heimischen Lebensmittel festigen“, so Eßl.

Es ist kaum zumutbar, dass man bei jedem Kauf eines Produktes eine lange Zutatenliste studieren muss, um draufzukommen, was man zu sich nimmt. „Eine klare kurze Zutatenliste garantiert eine größtmögliche Ursprünglichkeit des Lebensmittels“, verweist Eßl darauf, dass Österreichische Konsumenten sich auf Herkunft, Qualität und Frische der Lebensmittel verlassen können, wenn sie zu Produkten
- mit AMA-Gütesiegeln greifen oder
- Erzeugnisse heimischer Produzenten und
- Bauern ihres Vertrauens kaufen.
Salzburg, 12. August 2009

Landwirtschaftskammerpräsident verweist auf wichtige Leistungen für das Land:
Franz Eßl: Schluss mit der Neiddebatte der roten Personalvertreter!

Die Landwirtschaftskammer erbringt umfassende Leistungen für das Land Salzburg. Mit diesen Worten weist Landwirtschaftskammerpräsident Abg.z.NR Franz Eßl Vorwürfe der sozialdemokratischen Personalvertreter zurück: „Die Landwirtschaftskammer bekommt da kein Geschenk sondern erbringt Leistungen, wie etwa die Förderabwicklung, die Berufs-bildung sowie Aus- und Weiterbildung. Müssten diese Leistungen vom Land mit den eigenen Beamten erbracht werden, würde das dem Steuerzahler erheblich teurer kommen“, betont Eßl.

Im Übrigen arbeitet die Landwirtschaftskammer effizient. „Wir bekommen für mehr  Leistung heute nicht mehr Geld vom Land als zum Beispiel im Jahr 2001“, so Eßl. „Es ist ein Zeichen von Schwäche, dass rote Personalvertreter nun herangehen und eine Neiddebatte schüren, nur weil sie selber keine anderen Argumente an der Hand haben“, fordert der Landwirtschaftskammerpräsident im Streit um den Sparkurs der Salzburger Landesregierung Sachlichkeit ein.